Letzte Aktualisierung: 17.03.2014

 

 

 

 

 

Massentierhaltung

 

 

Einem aufmerksamen Mensch können die Berichte über schreckliche Zustände in der Massentierhaltung, erbärmliche Lebens- und Leidensbedingungen der 'Nutztiere' kaum noch entgehen. Die Haltungsbedingungen, unter denen hunderte Millionen 'Nutztiere' ihr kurzes, qualvolles Dasein dahinvegetieren müssen, sind  schlicht unerträglich. Obwohl in Deutschland jährlich über 700 Millionen Landlebewesen umgebracht werden, um sie zu Nahrungsmitteln zu verarbeiten, zu exportieren oder zu verzehren, bekommen wir nur wenige dieser Tiere überhaupt zu Gesicht. 
Die überwältigende Mehrzahl ist zu einem kurzen Leben in fabrikartigen, industriellen Ställen verdammt, ohne je an die frische Luft zu gelangen, ohne je das Grün der Natur zu sehen zu bekommen, ohne freie Bewegung kennenzulernen. Den meisten dieser Tiere wird so gut wie jedes natürliche Verhalten unmöglich gemacht, Schweine können nicht laufen und toben, sich suhlen oder im Boden buddeln, Hühner nicht scharren, Rinder nicht grasen und laufen. Die Tiere werden wie Hochleistungsmaschinen behandelt, ihnen werden immer höhere Lege- oder Milchleistungen abgerungen oder sie werden gemästet, an der Bewegung gehindert, mit hochkalorischem Leistungsfutter dazu gebracht, möglichst schnell Gewicht anzusetzen. 
Diejenigen Tiere, die für die Produktion von Fleisch gehalten werden, werden oft schon an den Zucht- und Haltungsbedingungen krank geworden, noch im Kinderalter unter grausamen und industriellen Bedingungen getötet. So werden Hähnchen, die in der Natur bis zu 10 Jahre alt werden könnte, mit nur 5-6 Wochen 'geschlachtet'. So ein Vogel hat nie seine Mutter kennengelernt, denn er kommt aus einer Brüterei und hat in seinem kurzen Leben nie einen anderen Vogel als die gleichaltrigen Tiere gesehen, die zum dem selben Schicksal verdammt sind. Wenn diese Tiere, sozusagen noch als junge Kinder umgebracht werden, dann haben sie in der Regel bereits einen ganzen Cocktail an Antibiotika zu sich genommen, um die Bedingungen der Massentierhaltung überhaupt zu überleben und leiden oft schon an Gelenks- und Haltungsproblemen, die durch die Zucht und das zu schnelle Wachstum bedingt sind. Gereinigt werden die Mastfabriken nur zwischen zwei Belegungen, d.h. die Tiere leben bis zur Schlachtung in zunehmendem Dreck.
Sauen werden hormonell behandelt, damit sie möglichst alle gleichzeitig fruchtbar sind, werden 'künstlich befruchtet', trächtig, bringen ihre durch Zucht erreichte viel zu grosse Zahl an Ferkeln zur Welt, die sie in der Folge für 3-4 Wochen säugt. Vor dem Geburtstermin und nach der Geburt werden Sauen oft in sogenannten Kastenständen1 gehalten, so beengt, dass sie sich weder um sich selber drehen können, noch sich vernünftig hinlegen, von irgendwelchem sonstigen 'artgerechten' Verhalten ganz zu schweigen. Diese Tortur wiederholt sich für die Sau 2-3 mal jährlich. Die kleinen Ferkel werden nach 3-4 Wochen von der Mutter genommen und – so sie nicht ebenfalls zu einem Dasein als Zuchtsau missbraucht werden sollen – in die Mast gesteckt, einem Leben auf Spalten- oder Betonböden, in ihrem eigenen Dreck, in der Regel ohne angemessene Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Männliiche Ferkel werden ohne jede Betäubung kastriert, damit das Fleisch später nicht den unerwünschten Ebergeruch bekommt. Schweine sind neugierige, empfindsame, intelligente, soziale Tiere, die zu einem abgestumpften, langweiligen Dasein verurteilt werden, bis sie in einem Alter von 5 Monaten umgebracht werden, angesichts einer möglichen Lebensdauer von 20 Jahren also noch im Kleinkindalter.
Auch bei den Rindern sieht es hier nicht besser aus. Ein Grossteil der Kühe und Rinder lebt in industrieller Grosstallhaltung auf Spalten- oder Betonböden und lernt die Weide als naturnahen Lebensbereich nicht mehr kennen.  Die Kälber werden mit zwischen 3-5 Monaten als Kälber 'geschlachtet'  oder mit knapp einem Jahr als Jungrinder - wenn sie nicht als Milchkühe ausgebeutet werden und dann mit 4-6 Jahren wegen nachlassender Milchleistung durch Schlachtung entsorgt werden. Eine Kuh könnte biis zu 25 Jahre alt werden – ein Alter, dass in der Tierhaltungsindustrie nicht erreicht wird.
Das ganze System der Nutztierhaltung ist so vollständig entindividualisiert, so rationalisiert und so auf maximalen wirtschaftlichen Nutzen getrimmt, dass die Persönlichkeiten der Tiere überhaupt keine Rolle mehr spielen. Das Produkt ist Fleisch, ein abstrakter Begriff. Nicht einmal im Tod wird das Tier als ein quälbarer Körper wahrgenommen. Fleisch oder Wurst ist ein Produkt, dem man nicht mehr ansieht, dass es aus lebendigen Wesen hergestllt wird. Der Konsument soll diese Verbindung zu einem lebendigen Tier auch gar nicht mehr gewahr werden – maximal möchte man ihm die Illusion von lachenden Comic-Schweinen, pickenden, freilaufenden Hühnern oder glüucklichen Kühen suggerieren. Eine Illusion, die falscher gar nicht sein könnte, denn diese Umwelt, in der sich der Konsument seine Opfer vorstellt, haben die Tiere im Regelfall nie kennengelernt. Der Konsument soll das Produkt Fleisch kaufen und sich bestenfalls noch dafür interessieren, von welcher Tierart das Fleisch stammt – selbst bei Geflügelfleisch geht der Trend zur Portionsgrösse: da gibt es dann Chicken Wings, Schenkel, Brüste. Der Rest wird in die 3te Welt verramscht.
 
 
 

Die persönliche Konsequenz

 

 

Während die Mehrheit der Konsumenten sich an diesen vor ihnen weitgehend verborgenen Zuständen nicht wirklich stört, empfindet eine wachsende Minderheit diesen Umgang mit Tieren als falsch und unethisch, es wird zunehmend gefordert, Tiere als leidensfähige Wesen wahrzunehemen und die Haltungsbedingungen gesetzlich so zu regeln, dass gewisse Mindestanforderungen hinsichtlich des 'Tierwohls' eingehalten werden müssen. Ein zunehmender Anteil der deutschen Bevölkerung zieht die Konsequenz aus der Unhaltbarkeit der Zustände und ernährt sich vegetarisch. Laut einer Pressemeldung des Max Rubner Instituts hat sich die Zahl der Vegetarier seit der letzten Erhebung 2005-2007 verdoppelt3.
Der Vegetarismus bezeichnet eine Ernährungsform, die neben pflanzlicher Kost maximal tierliche Zutaten von lebenden Tieren erlaubt. Strenger Vegetarismus bezeichnet eine rein pflanzliche Ernährung, also einen kompletten Verzicht auf alle tierischen Inhaltsstoffe – umgangssprachlich wird aber meist der Ovo-Lacto-Vegetarismus mit Vegetarismus gleichgesetzt, d.h. Ovo-Lacto-Vegetrarier verzichten auf den Verzehr von getöteten Tieren, nicht aber auf Eier und Milch.  Im Allgemeinen aber ist allen vegetarischen Ernährungsvarianten gemeinsam, dass Zutaten oder Speisen gemieden werden, die von getöteten Tieren stammen4.  Wenn von Vegetarismus die Rede ist, so ist im Regelfall der Ovo-Lacto-Vegetarismus gemeint und in vielen als vegetarisch bezeichneten Produkten finden sich Eier oder Milchprodukte. 
Ist (Ovo-Lacto-)Vegetarismus eine geeignete Konsequenz aus dem Elend der Massentierhaltung?
Kurze Antwort: Nein. 
Lange Antwort: Der Ovo-Lacto-Vegetarismus löst das Problem nicht, denn das Problem heisst Tierausbeutung. Für die Eier-Produktion werden speziell auf hohe Legeleistung gezüchtete Hühnerrassen asugebeutet. Diese Rassen eignen sich nicht für die 'Fleischproduktion', da die Tiere nicht genug und nicht schnell genug Fleisch produzieren. Daher sind die männlichen Küken nicht verwertbar und so werden alleine in Deutschland jährlich ca. 50 Millionen männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen umgebracht. Dies geschieht zum grossen Teil durch sogenanntes Zermusen – Hächseln bei lebendigem Leib. Die weiblichen Küken werden dichtgedrängt zusammengepfercht, wobei die sogenannte Bodenhaltung in Deutschland den grössten Teil der Haltung ausmacht aber auch die erbärmliche Käfighaltung – sogenannte Kleingruppenhaltung unter unvorstellbarer Enge – ist noch nicht abgeschafft. Da die Tiere sich wegen des Sozialstresses in der engen Haltung sonst gegenseitig verletzen würden, werden den jungen Hennen die Schnäbel gekürzt. Dieser Vorgang wird ohne jede Betäubung vorgenommen. Je nach Haltungsform werden die Hennen dann maximal 12-15 Monate als Legehenne5 missbraucht, legen bis zu 300 Eier jährlich und werden dann geschlachtet, weil die Legeleistung nachlässt. Eine Henne könnte bis zu 10 Jahre alt werden, ein Alter das in der modernen Tierhaltung nie erreicht wird.
Nur ungefähr die Hälfte der jährlich in Deutschland verwendeten Eier werden vom Verbraucher überhaupt als Eier wahrgenommen und gekauft. Die andere Hälfte landet als Flüssig-Ei oder als Volleipulver in anderen Fertigprodukten und erst beim Studium der Inhaltsangaben gelangen sie überhaupt in das Bewusstsein der Konsumenten6. Insbesondere bei diesen Fertigprodukten bewirkt der herrschende Preisdruck die Verwendung von Eiern aus Haltungsformen, die der aufgeklärte  Konsument bei bewussten Kaufentscheidungen vermeidet. 
Auch der Konsum von Milch und Milchprodukten bewirkt Tierleid: Damit eine Kuh Milch gibt, muss sie ein Kalb gebären. Die Kälber werden den Kühen bereits am ersten Tag weggenommen, weil ja wir Menschen die Milch der Kühe nutzen wollen. Die Kälber werden mit billigem Ersatz für die Milch abgefunden, den Kühen bleibt der Schmerz über den Verlust ihres Babies ohne jeden Trost. Bei Säugetieren ist durch die Evolution die Bindung zwischen Mutter und Kind sehr eng, hat die Mutter einen ausgeprägten Hegetrieb, denn die Säuglinge sind ja nach der Geburt vollständig auf ihre Mütter angewiesen. Es stellt eine ausgemachte Grausamkeit dar, Kühe von ihren Neugeborenen Kälbern zu trennen, Kuh und Kalb leiden erheblich unter der Trennung. 
Bereits recht kurz nach der Geburt wird die Kuh erneut künstlich befruchtet und weiter gemolken  ca 8 vor der nächsten Geburt wird eine Pause mit dem Melken eingehalten, um dann nach der Geburt wieder die volle Milchleistung zu erzielen. Die Milchleistung pro Kuh hat sich in Deutschland in den letzten Jahren annähernd verdoppelt, eine Leistungssteigerung, die nicht ohne gesundheitliche Folgen für die Kühe möglich ist. Die Folgen sind Euterentzündungen, Knochenabbbau und Organdegenerationen.
Natürlich sind ca. die Hälfte der Kälber männlich. Für diese Tiere gibt es in der Milchproduktion keine Verwendung, sondern nur in der Mast und somit in der Fleischproduktion.
Der Ovo-Lacto-Vegetarismus unterstützt durch die Verwendung von Eiern und Milchprodukten die Tierausbeutung und die Tiertötung: Selbst bei striktester Fokussierung auf Bio-Produkte und auch bei sogenannten Zwei-Nutzungshühnern, die sowohl in der Fleisch- als auch in der Eierproduktion ausgebeutet werden können, ist die Eierproduktion nur möglich, wenn die männlichen Küken entweder sofort oder spätestens nach einer Mastperiode für die Fleischerzeugung getötet werden. Und auch die Milchproduktion ist nur unter der Bedingung möglich, dass die männlichen Kälber getötet werden – wie überhaupt auch die direkt für die Ei- und Milchproduktion ausgebeuteten weiblichen Tiere bei Nachlassen ihrer Produktionsleistung 'entsorgt' werden müssen. Alte Tiere sind in der Produktion unbrauchbar. Die unglaublichen Mengen an Eiern und Milch, die wir konsumieren, sind nicht in einer tierverträglichen Wirtschaftensweise herzustellen. Tiere müssen die Leidtragenden sein, wenn wir in diesem Umfang tierliche Produkte konsumieren.
 
 
 

Ethische Berücksichtigung von Tieren

 

 

Weit über die Gräuel der modernen Massentierhaltung und die Tötungsfrage hinaus stellt sich ganz allgemein die Frage, woher der Mensch überhaupt  das Recht nimmt, Tiere für seine Zwecke zu benutzen. Welche Rechte haben Tiere oder: Welche Pflichten haben wir gegenüber Tieren? Inwieweit müssen wir Tiere ethisch berücksichtigen?
 
Ethik (oder auch Moral-Philosophie) beschäftigt sich mit Moral insbesondere hinsichtlich ihrer Begründbarkeit. Ein zentrales Problem der Ethik ist es die Rechte einer Gruppe so zu begründen, dass sie für alle Individuen in der Gruppe gelten. Zwischen Rechten und Pflichten kann es zu Konflikten kommen. Aufgabe der Ethik ist dann, Rechte und Pflichten gegeneinander abzuwägen  und diese Abwägung zu begründen. Grundlegend in der Ethik ist die Betrachtung von Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist nicht mit Willkür vereinbar, sondern legt Gleichbehandlung gleicher Interessen und Rechte bzw. mindestens ähnliche Behandlung ähnlicher Interessen und Rechte zugrunde. Beschäftigt man sich mit der Begründung von Rechten, die für alle Menschen gelten sollen, also nicht willkürlich sein sollen, dann stellt man leicht fest, dass es – bis auf die biologische Zugehörigkeit zur Art 'Homo sapiens' – sehr schwierig ist, Kriterien der Begründung zu finden, die für alle Menschen, nicht aber auch für einige Tiere gelten.
 
Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts hat es viele Ansätze gegeben, eine Ethik zu begründen, die sich nicht nur auf Rechte und Pflichten von Menschen untereinander bezieht, sondern die wegen der grossen Schwierigkeiten, eine gültige Grenzziehung zwischen Mensch und Tier zu begründen, auch zumindest einige nichtmenschliche Tiere berücksichtigt. Peter Singer machte den Grad des (Selbst-)Bewusstseins zum Kriterium, nach dem ein tierliches Individuum in ethischen Betrachtungen Berücksichtigung finden müsse. Diese ethische Betrachtungsweise wirft grosse Probleme auf, da menschliche Kleinkinder oder Demente oder Menschen mit schweren Einschränkungen mitunter ein geringeres Bewusstsein ihrer selbst haben als manch ein Tier. Zudem wurde zu recht kritisiert, dass das Kriterium Bewusstsein willkürlich und anthropozentrisch sei und ausserdem nichts über die Leidens-Empfindsamkeit aussagen kann. Empfindsamkeit und die Fähigkeit zu Leiden ist aber ein recht universelles Kriterium nach dem eine moralische Berücksichtigung beurteilt werden sollte, da es nach allgemeiner menschlicher Übereinkunft moralisch verwerflich ist, einem Lebewesen Leid zuzufügen.
Wir tragen eine moralische Verantwortung gegenüber Tieren als unseren Mitgeschöpfen für unsere Entscheidungen, die Tiere betreffen. Wir sollten Tiere ethisch berücksichtigen, wenn unsere Entscheidungen ihnen schaden können und ihnen Leid zufügen können und wenn sie dieses Leid empfinden können.
So postulierte Tom Regan, eine moralische Berücksichtigung müsse jedes Lebewesen finden, dass empfindsam und Subjekt-eines-Lebens sei. Ein Subjekt-eines-Lebens ist jedes Lebewesen, dass sich in seinem eigenen Interesse zwischen verschiedenen Alternativen entscheiden kann und diese Entscheidungen aufgrund seiner Empfindsamkeit trifft. Ein jedes solches Subjekt-eines-Lebens hat im moralischen Sinn das Grundrecht darauf, mit Respekt behandelt zu werden. Eine solche respektvolle Behandlung bedeutet, dass der Mensch seine Interessen gegen die Interessen des Subjekt-eines-Lebens abwägen muss. 
Ist es respektvoll, wenn wir unser Interesse an einem Genuss, an gutem Geschmack über das Interesse eines empfindsamen Wesens an seinem Weiterleben und an einem Leben ohne Leiden stellen? Ist es moralisch vertretbar, wenn wir unseren geschmacklichen Genuss wichtiger nehmen, als den Lebenswillen eines anderen Lebewesens?
 
 
 

Konsequenz: Veganismus

 
 
 Im Gegensatz zum Ovo-Lacto-Vegetarismus bedeutet Veganismus eine rein pflanzliche Ernährung ohne jedwede tierische Zutaten. In Erweiterung eines strengen Vegetarismus bedeutet Veganismus den soweit das überhaupt möglich ist vollständigen Verzicht auf tierische Produkte und zwar sowohl in der Ernährung, als auch in der Bekleidung, in Kosmetika, in Dingen des täglichen Gebrauchs. Also: weder Cremes aus Wollfett, noch Wolle, noch Leder, noch Bürsten aus Schweineborsten; keine Kosmetika, für die Tierversuche durchgeführt wurden, noch Zahnpasta mit Lactose, u.s.w. u.s.f. 
So versteht sich der ethische Veganismus auch nicht nur als eine Ernährungsform, sondern als eine viel weitergehende Herangehensweise an das tägliche Leben. Der ethische Veganismus geht weit über den Tierschutz-Gedanken hinaus sondern lehnt vielmehr die Tiernutzung generell ab. Ziel des ethischen Veganismus ist nicht nur, die Lebensbedingungen (aus-)genutzter Tiere zu verbessern, sondern die Tierausbeutung ganz grundsätzlich zu beenden.
Wie auch immer wir den moralischen Status nichtmenschlicher Tiere letztlich bewerten, wir können nur zu einer fairen Beurteilung kommen, wenn wir aufhören, Tiere zu besitzen, wenn wir aufhören, Tiere auszubeuten, wenn wir aufhören, sie zu quälen, ihre Milch zu konsumieren, ihre Eier zu benutzen, sie zu töten, ihre Körper zu essen oder Teile ihres Körpers als Kleidung zu verwenden. Denn solange wir Tiere wie selbstverständlich nutzen, werden wir voreingenommen sein, werden wir unseren moralischen Standpunkt in Einklang mit unserem Tiernutzungsinteresse formulieren. Solange wir Tiere nutzen, können wir als parteiische Instanz keinen objektiven Standpunkt entwickeln.