Letzte Akttualisierung: 25.02.2014

 

 

 

 

Warum vegan?

 

 

 

Im lezten Jahr wurden in Deutschland 58.758.069 Schweine geschlachtet, 2.673.711 Bullen, Ochsen und Kühe[1], 484.282 Rinder[2], 371.485 Jungrinder[3] und Kälber[4]. Es wurden 1.054.391 Schafe und nochmal rund 750.000 Ziegen[5]. Dazu kamen[6] 59.6050.688 Jungmasthühner, 31.889.973 Suppenhühner[7], 25.456.192 Enten, 37.691.988 Truthühner, einige tausend weiterer Vögel, sowie Tausende nicht erfasster sonstiger Tiere wie Kaninchen, Pferde[8],...

Es existierten 44.457.383 Hennenhaltungsplätze auf denen 38.437.939 Legehennen[9] rund 11Milliarden Eier legten[10].

Die Fischproduktion in Deutschland wird nur in Kilogramm angegeben: 19.594.571[11].

 

Hinter diesen Zahlen verbirgt sich ungeheures Leid. Nur die angegebenen Zahlen summieren sich auf 752.782.779 Landlebewesen, die im Jahr 2013 für den menschlichen Genuss getötet wurden, also rund 800 Millionen Landtiere und ungezählte Fische.

 

Der pro-Kopf Verbrauch in Deutschland betrug 2012: 217 Eier, 83.2 Liter Frischmilchprodukte, 5.6 Liter Sahne, 23.7 kg Käse, sowie weitere Milchprodukte und 87 kg Fleisch.

 

8.768.000.000 kg Fleisch 11 Milliarden Eier und 30.672.000.000 Liter Milch und 19.594.571 kg Fisch. Die Zahlen sind einfach unvorstellbar, genauso unvorstellbar wie das Leid, das den Tieren zugefügt wird, aus denen und von denen diese Produkte gewonnen werden. Wenn über diese Tiere geredet wird, dann nur mit Begriffen wie Milchkühe und Milchnutzungsrasse, Fleischnutzungrasse, Doppelnutzungsrasse, Suppenhuhn, Legehenne, Masthähnchen, Die Tiere werden nicht als Individuen wahrgenommen, sie werden nur über ihre Nutzung definiert, sind ein Produktionsmittel und selber das Produkt. Wir reden über Eier, Milch, Häute, Felle, Fleisch - Fleisch ist ein Begriff, der sogar noch die Herkunft des Nahrungsmittels verleugnet. Indem wir von Fleisch reden, reden wir nicht mehr von Tieren, von Tierkörpern, wir abstrahieren die Lebewesen weg, die wir essen, wir reden nur noch von dem Produkt “Fleisch”.

 

Die Tiere sind überwiegend zur Unsichtbarkeit verdammt. Wir sehen sie nicht, wir nehmen ihre Existenzen während ihres kurzen Lebens nicht wahr. Nur die wenigsten haben Zugang ins Freie:

Legehennen werden vorwiegend eingesperrt gehalten: Bodenhaltung hat einen Anteil von 64%, Freilandhaltung von 15.7%, Käfigahltung immer noch 11.5%.

Weit weniger als die Hälfte der Milchkühe erhält Weidegang[12], etwas mehr als ein Drittel der Rinder[13]. Bei Schweinen sind die Haltungsformen noch erbärmlicher: Eine Freilandhaltung gibt laut statistischem Bundesamt gar nicht, 19.058.400 Schweine leben auf Vollspaltenböden, 7.199.000 auf Teilspaltenböden, gerade mal 1.709.500 Tiere leben auf planbefestigtem Boden mit Einstreu, wie auch immer sich die Einstreu gestaltet.

 

Gemessen an ihrer möglichen Lebenserwartung werden die Tiere sehr früh umgebracht: Legehennen nach 2 Jahren Legezeit, Schweine nach 5-10 Monaten (Lebenserwartung 20 Jahre), Hähnchen mit 5-6 Wochen (Lebenserwartung 10 Jahre), Legehennen mit ca. 18 Monaten, Schafe nach 6 Monaten (Lebenserwartung 20 Jahre), Truthühner 2-3 Monate (Lebenserwartung 15 Jahre), Kaninchen mit 10-12 Wochen (Lebenserwartung 10 Jahre), Rinder können 25 Jahre alt werden, Kälber werden mit 3-5 Monaten geschlachtet, Milchkühe nach 4-6 Jahren, Mastrinder mit weniger als einem Jahr, Stiere mit 1 ½ Jahren[14].


Je nach Haltungsform vegetieren die Tiere bis zu ihrem vorzeitigen, gewaltsamen Tod beengt, gelangweilt, an der Bewegung gehindert vor sich hin. Wer wollte im Ernst behaupten, ein Tier leide nicht unter den üblichen Haltungsbedingungen, zumal zu den Haltungsbedingungen auch sehr schmerzhafte betäubungslose Eingriffe gehören, wie das Abschleifen der Zähne, das Abschneiden des Schwanzes, die betäubungslose Kastration bei Schweinen, das Abschneiden des Schnabels bei Hühnern oder das Ausbrennen der Hörner bei Rindern. Kühe werden von ihren frisch geborenen Kälbern getrennt, damit die Milch durch den Menschen genutzt werden kann. Gerade Säugetiere haben eine enge Bindung an ihre Kinder, eine Trennung direkt nach der Geburt bedeutet für die Mutter wie für das Kalb erhebliches Leid. Zuchtsauen werden als Gebärmaschinen verwendet, die für die Dauer der Ferkelaufzucht in sog. Kastenstände gezwängt werden, in denen sie sich nur völlig unzureichend bewegen können. Auch bei Schweinen werden die Ferkel früh von der Mutter getrennt um sie bis zur Schlachtreife zu mästen. Auch für die intelligenten und sozialen Schweine bedeutet diese Trennung erhebliches Leid. Artgerechte soziale Interaktion in einem stabilen Gruppenverband ist in der Regel nicht möglich.

 

Zum Teil sind die “Fleischnutzungstiere” so auf schnelles Wachstum des begehrten Fleisches überzüchtet, dass das Knochenwachstum der Tiere nicht mit der Gewichtszunahme mithalten kann und schmerzhafte Gelenkbeschwerden und bei Geflügel oft sogar Brüche die Folge sind[15]. Die Beengtheit der Haltung, der Stress und die mangelnde Hygiene[16] machen die Tiere anfällig gegen Infektionskrankheiten, gegen die im grossen Stil mit Antibiotika vorgegangen wird.

 

Entsprechend der Haltung, die den Tieren jeden Gang nach draussen verwehrt, düngen rund 55% der landwirtschaftlichen Betriebe ihre Böden mit Gülle, Jauche oder flüssigen Gärrest aus der Biogasanlage. Auf diesem Wege gelangen dann acuh die Antibiotika-Rückstände in die Natur und können zur Resistenzbildung und zu gefährlicheren Erregern führen.

 

Und auch das Schlachten selbst ist ein ausserordentlich gewaltvoller Vorgang: “Die Fehlerquoten beim Schlachten von Rindern liege teilweise bei über neun Prozent, erklärte die Bundesregierung in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen. Bei Schweinen liege die Fehlbetäubungsrate bei handgeführten elektrischen Anlagen bei bis zu 12,5 Prozent. Selbst bei automatischen Anlagen betrage sie noch 3,3 Prozent”[17].
In der Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen antwortete die Bundesregierung im Juni 2012 in der Literatur werde die Fehlbetäubungsrate bei der industriellen Rinderschlachtung in Deutschland mit 4-9% angegeben.”[18].

Bei einer Feldstudie zur Betäubung von Schweinen waren bei einer Betäubung der Schweine mittels Kopf- und Herzdurchströmung mit Elektrozange 9,5% der Tiere nicht ausreichend betäubt. Ursachen waren zu niedrige Stromstärke, falsche Frequenzen oder zu kurze Einwirkzeit, die teilweise durch unkorrekte Platzierung der Elektroden verursacht wurden”[19].

 

Mit Geflügel wird bei der Schlachtung ebenfalls erbarmungslos umgegangen, Knochenbrüche beim Transport zum Schlachthof und beim Einhängen in die Schlachtbügel (Shackling) sind an der Tagesordnung, es ist von einer hohen Fehlerquote bei der Betäubung auszugehen[20]

 

Warum tun wir unseren Mitlebewesen dies an? Sollen die Tiere nicht vor Misshandlung und Leid geschützt werden? Im deutschen Tierschutzgesetz heisst es:

 

§ 1 Satz 1 (Tierschutz-Gesetz)
Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

 

Wohl die meisten Menschen würden der Formulierung des Gesetzes und insbesondere dem zweiten Satz zustimmen. Aber werden wir unserer Verantwortung gerecht? Schützen wir aus dieser Verantwortung “für das Tier als Mitgeschöpf” dessen Leben und Wohlbefinden? Wie kann man in Anbetracht der herrschenden Zustände in der 'Nutztier'-Haltung von 'Wohlbefinden' reden?

Der Grundgedanke, der Grundsatz des Tierschutzgesetzes lautet: “Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen”. Wie sehen denn unsere vernünftigen Gründe aus, den Nutztieren Schmerzen, Leiden und Schäden zuzufügen?

 

Der Grund für all die Unterdrückung und Ausbeutung fühlender Wesen, der Grund für ihr Leid, ihre Schmerzen, für ihren frühen, gewaltsamen Tod ist, dass wir diese Tiere essen, ihre Eier, ihre Milch konsumieren, ihre Häute und Felle anziehen. Nichts davon ist notwendig. Es ist erwiesen, dass man mit einer rein pflanzlichen Ernährung gesund leben kann, im Zweifel sogar gesünder als mit einer gemischten Ernährung[21]. Wir sind nicht darauf angewiesen, tierliche Produkte zur Herstellung von Kleidung zu verwenden. Es gibt keinen zwingenden Grund für die Nutzung tierlicher Produkte.

 

Wenn unsere Tiernutzung aber nicht notwendig ist, sondern nur der Bequemlichkeit und des “guten Geschmacks” wegen dieses Ausmass an Leid und Schäden für fühlende Mitgeschöpfe hervorruft, wie können wir da noch von Verantwortung reden?

 

Tierschutz, wie er heute möglich scheint, wird sich immer nur im Einklang mit der Nutzung der Tiere verwirklichen lassen. Ja, grössere Käfiggrössen sind erreichbar. Betäubung vor der Kastration oder gar ein Verzicht auf Ferkelkastrationen sind denkbar. Auch das schreckliche Schreddern und Vermusen von ca. 50 Millionen Hähnchen-Eintagsküken alleine in Deutschland[22], die weder für die Geflügelfleischproduktion noch für die Eierproduktion ausbeutbar sind, kann abgeschafft werden, indem ein Zweinutzungshuhn gezüchtet wird, das man sowohl in der Fleisch- als auch in der Eierproduktion ausbeuten kann. Tierschutz stellt unseren Umgang mit Tieren nicht grundsätzlich in Frage. Durchsetzbar ist nur, was den Interessen der Tierausbeutung nicht komplett zuwiderläuft. Durchsetzbar ist nur was im Rahmen der Tierausbeutung das wirtschaftliche Konzept der Tierausbeutung nicht im Kern in Frage stellt. Durchsetzbar ist, was sich wirtschaftlich rechnet. Angewandter Tierschutz hilft dabei, dass die tiernutzenden Menschen, die Konsumenten, die Tierprodukte-Esser ein besseres Gewissen bei der Ausbeutung der Tiere haben. Gary L. Francione nennt diesen Tierschutz “Happy Exploitation”[23].

 

Und nocheinmal: Unsere Tiernutzung ist nicht durch Notwendigkeit begründet. Für weniger entwickelte Gegenden dieser Erde mag sich das vielleicht im Detail anders darstellen, aber in der sog. industrialisierten Welt mit all den vielen Möglichkeiten der Nahrungsproduktion gibt es keinen notwendigen Grund, Tiere oder Produkte von Tieren zu essen oder Tierprodukte zu konsumieren. Es liegt also schlicht kein nachvollziehbarer, vernünftiger Grund vor, der rechtfertigen würde, wie wir mit Tieren umgehen. Im Tierschuzgesetz ist die Rede davon, dass es die Verantwortung des Menschen sei,Leben und Wohlbefinden des Tiers als Mitgeschöpf zu schüzten. Ist es mit dieser Verantwortung vereinbar, Tiere aus unwichtigen Gründen wie 'Geschmack' oder Bequemlichkeit in dieser Weise zu behandeln?

 

Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen würde zustimmen, dass es moralisch verwerflich ist, Tiere zum reinen Vergnügen zu quälen und zu töten. Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen konsumiert tierische Produkte und verursacht damit erhebliches Leiden der Tiere. Da der Konsum dieser Produkte nicht notwendig ist, dient er letztlich auch nur dem reinen Vergnügen.

 

Wenn von Verantwortung gegenüber dem Tier als Mitgeschöpf die Rede ist: Welche Rechte haben Tiere oder: Welche Pflichten haben wir gegenüber Tieren?

 

Ethik (oder auch Moral-Philosophie) beschäftigt sich mit Mora[24] insbesondere hinsichtlich ihrer Begründbarkeit. Ein zentrales Problem der Ethik ist es die Rechte einer Gruppe so zu begründen, dass sie für alle Individuen in der Gruppe gelten. Zwischen Rechten und Pflichten kann es zu Konflikten kommen. Aufgabe der Ethik ist dann, Rechte und Pflichten gegeneinander abzuwägen  und diese Abwägung zu begründen. Grundlegend in der Ethik ist die Betrachtung von Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist nicht mit Willkür vereinbar, sondern legt Gleichbehandlung gleicher Interessen und Rechte bzw. mindestens ähnliche Behandlung ähnlicher Interessen und Rechte zugrunde. Beschäftigt man sich mit der Begründung von Rechten, die für alle Menschen gelten sollen, also nicht willkürlich sein sollen, dann stellt man leicht fest, dass es – bis auf die biologische Zugehörigkeit zur Art 'Homo sapiens' – sehr schwierig ist, Kriterien der Begründung zu finden, die für alle Menschen, nicht aber auch für einige Tiere gelten.

 

Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts hat es viele Ansätze gegeben, eine Ethik zu begründen, die sich nicht nur auf Rechte und Pflichten von Menschen untereinander bezieht, sondern die wegen der grossen Schwierigkeiten, eine gültige Grenzziehung zwischen Mensch und Tier zu begründen, auch zumindest einige nichtmenschliche Tiere berücksichtigt. Peter Singer machte den Grad des (Selbst-)Bewusstseins zum Kriterium, nach dem ein tierliches Individuum in ethischen Betrachtungen Berücksichtigung finden müsse. Diese ethische Betrachtungsweise wirft grosse Probleme auf, da menschliche Kleinkinder oder Demente oder Menschen mit schweren Einschränkungen mitunter ein geringeres Bewusstsein ihrer selbst haben als manch ein Tier. Zudem wurde zu recht kritisiert, dass das Kriterium Bewusstsein willkürlich und anthropozentrisch sei und ausserdem nichts über die Leidens-Empfindsamkeit aussagen kann. Empfindsamkeit und die Fähigkeit zu Leiden ist aber ein recht universelles Kriterium nach dem eine moralische Berücksichtigung beurteilt werden sollte, da es nach allgemeiner menschlicher Übereinkunft moralisch verwerflich ist, einem Lebewesen Leid zuzufügen.

Dieser Gedanke findet sich ja letztlich auch in dem oben zitierten Grundsatz des deutschen Tierschutzgesetzes wieder. Wir tragen eine moralische Verantwortung gegenüber Tieren als unseren Mitgeschöpfen für unsere Entscheidungen, die Tiere betreffen. Wir sollten Tiere moralisch berücksichtigen, wenn unsere Entscheidungen ihnen schaden können und ihnen Leid zufügen können und wenn sie dieses Leid empfinden können.

So postulierte Tom Regan, eine moralische Berücksichtigung müsse jedes Lebewesen finden, dass empfindsam und Subjekt-eines-Lebens sei. Ein Subjekt-eines-Lebens ist jedes Lebewesen, dass sich in seinem eigenen Interesse zwischen verschiedenen Alternativen entscheiden kann und diese Entscheidungen aufgrund seiner Empfindsamkeit trifft. Ein jedes solches Subjekt-eines-Lebens hat im moralischen Sinn das Grundrecht darauf, mit Respekt behandelt zu werden. Eine solche respektvolle Behandlung bedeutet, dass der Mensch seine Interessen gegen die Interessen des Subjekt-eines-Lebens abwägen muss. Und hier sind wir wieder bei der Ausgangsfrage: Ist es respektvoll, wenn wir unser Interesse an einem Genuss, an gutem Geschmack über das Interesse eines empfindsamen Wesens an seinem Weiterleben und an einem Leben ohne Leiden stellen? Ist es moralisch vertretbar, wenn wir unseren geschmacklichen Genuss wichtiger nehmen, als den Lebenswillen eines anderen Lebewesens?

 

Wie auch immer wir den moralischen Status nichtmenschlicher Tiere letztlich bewerten, wir können nur zu einer fairen Beurteilung kommen, wenn wir aufhören, Tiere zu besitzen, wenn wir aufhören, Tiere auszubeuten[25], wenn wir aufhören, sie zu quälen, ihre Milch zu konsumieren, ihre Eier zu benutzen, sie zu töten, ihre Körper zu essen oder Teile ihres Körpers als Kleidung zu verwenden. Denn solange wir Tiere wie selbstverständlich nutzen, werden wir voreingenommen sein, werden wir unseren moralischen Standpunkt in Einklang mit unserem Tiernutzungsinteresse formulieren. Solange wir Tiere nutzen, können wir als parteiische Instanz keinen objektiven Standpunkt entwickeln.

 

Daher gibt es für mich nur eine mögliche Entscheidung, die meiner moralischen Verantwortung gegenüber den Tieren gerecht wird: Der Verzicht auf die Nutzung von Tieren. Daher kann meine Entscheidung nur sein, vegan zu leben.

 

 

 

 


QUELLEN für die Schlachtzahlen und Zahlen tierlicher Produktion – sofern nicht anders angegeben:

Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: http://www.bmelv-statistik.de/de/statistisches-jahrbuch

 

1 1449110 Bullen und Ochsen, 1224601 Kühe

2 weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben

3 älter als 8 Monate aber jünger als 12 Monate: 53190

4 jünger als 8 Monate: 218295

5 Das BMELV gibt für 2012 1817000 “Schafe und Ziegen” an. Für 2013 habe ich keine genaue Zahl Ziegen betreffend.

6 Zahlen für 2012 vom statistischen Bundesamt

7 Als Suppenhuhn werden 'ausgediente Legehennen' geführt.

8 Für 2012 gibt das BMELV ca. 12000 Pferde an. Wild und Kaninchen werden vom BMELV mit 70.000.000 kg angegeben.

9 bei einer Auslastung der Haltungsplätze von 86.5%, die Bodenhaltung hat einen Anteil von 64%, Freilandhaltung von 15.7%, Käfigahltung immer noch 11.5%

10 Das statistische Bundesamt gibt für 2012 10,6Mrd Eier an, die Zahl der Legehennen ist von 2012 auf 2013 um 5.2% gestiegen

11 Plus 6933355 kg Muscheln.

12 1754800 von 4202200 Milchkühen

13 2955700 von 8448900 Rindern (ohne Milchkühe)

14 Kennen Sie die Lebenserwartung unserer Nutztiere? Giessener Zeitung, 02.03.2011: http://www.giessener-zeitung.de/heuchelheim/beitrag/46726/kennen-sie-die-lebenserwartung-unserer-nutztiere/
und “Unser verantwortungsloser Umgang mit "Nutztieren" in der industriellen Massentierhaltung”, Tierschutz geht uns alle an (05.05.2011)

15 “Beispiel Masthühnchen: Die Tiere sind auf Leistung getrimmt. Ihr Schlachtgewicht steigt ständig, gleichzeitig wachsen sie in immer kürzerer Zeit bei stetig reduziertem Futterverbrauch. Zwischen 1970 und 2000 hat sich in Deutschland die Zeit, in der sich ein Masthühnchen bis zu zwei Kilogramm anfrisst, fast halbiert- ein Ergebnis gezielter genetischer "Optimierung".(...) Fast ein Drittel aller Masthühnchen kann nicht richtig laufen oder bricht unter seinem eigenen Gewicht zusammen. Bis zu vier Prozent sterben während der Mast einen "Plötzlichen Herztod" (sudden death syndrome) - als Opfer von Enge (am Ende der Mastzeit drängen sich etwa 22 Tiere pro Quadratmeter), Aggression unter Leidensgenossen, ammoniakverseuchter Luft, um nur wenige Stressfaktoren zu nennen. GEO, Vorsicht Fleisch, 8.9.2010 (http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/vorsicht-fleisch-65319.html)

16 in der Geflügelmast werden die Ställe meist nur zwischen zwei Mastperioden gereinigt, so dass die Vögel in ihren Exkrementen leben müssen, aber bspw. auch in der Schweinehaltung auf Spaltenböden haben die Tiere keine separierten Bereiche zum Liegen und Koten, s.d. Schweine permanent in Kontakt mit ihren Exkrementen kommen.

17Focus: “Jedes zehnte Tier leidet beim Schlachten unnötig”, 21.06.2012 (http://www.focus.de/panorama/welt/hohe-fehlerquote-wegen-akkordarbeit-jedes-zehnte-tier-leidet-beim-schlachten-unnoetig_aid_770543.html)
Der Spiegel: “Fleischindustrie: Regierung rügt Tierquälerei in Schlachthöfen” , 21.06.2012 (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/schlachthoefe-arbeiten-mit-hoher-fehlerquote-tiere-leiden-unnoetig-a-840156.html)

18 Deutscher Tierschutzbund, “Systemimmanente Probleme beim Schlachten “ , 21.08.2012 (http://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Hintergrundinformationen/Landwirtschaft/Systemimmanente_Probleme_beim_Schlachten.pdf)

19 ebd.

20 ebd.

21 In den letzten Jahren sind zunehmend Erkrankungen mit unserem Verzehr tierlicher Produkte in Verbindung gebracht worden: So gibt es Untersuchungen, die insbesondere den Verzehr roten Fleischs mit Herz- Kreislauferkrankungen und Diabetes, mit Darmkrebs, sowie anderen Krebsarten und natürlich auch Zoonosen in Verbindung bringen.
“Wie viel Fleisch ist gesund?”, ndr, 21.05.2013 (http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ernaehrung/fleisch233.html)
“Fleisch essen kann krank machen “, GEO, 8.9.2010, (http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/vorsicht-fleisch-65319.html?p=3)
“Rotes Fleisch soll Lebenserwartung verkürzen”, Die Welt, 25.03.2009 (http://www.welt.de/gesundheit/article3439768/Rotes-Fleisch-soll-Lebenserwartung-verkuerzen.html)
“Wer viel Fleisch isst, bekommt eher Krebs”, Ärzte Zeitung, 24.01.2008 (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/article/479562/fleisch-isst-bekommt-eher-krebs.html)

22 Wegwerfküken: http://chick.org.il/deutsch/index.html,
“NRW verbietet Töten männlicher Küken ab 2015”, top agrar, 28.12.2013 (http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-NRW-verbietet-Toeten-maennlicher-Kueken-ab-2015-1318230.html)

23 Gary L. Francione: 'Animal Welfare Regulation, “Happy Exploitation,” and Speciesism' , Animal Rights: The Abolitionist Approach (http://www.abolitionistapproach.com/animal-welfare-regulation-happy-exploitation-and-speciesism/) 

24 Moral legt Handlungsmuster, -regeln und -prinzipien fest, die das Zusammenleben von Individuen bestimmen sollen. Zentrale Begriffe der Moral sind 'Recht' und 'Pflicht'. Es ist die Pflicht des Einen, die Rechte des Anderen zu achten.

25 Ovo-Lacto-Vegetarismus löst das Problem nicht, da in der Produktion von Eiern nunmal ebenso viele Hähnchen wie Hennen anfallen. Für die Hähnchen besteht derzeit gar kein Bedarf, weil die auf Legeleistung gezüchteten Hühner für die Fleischproduktion nicht geeignet sind. Diese Hähnchen werden in der Regel sofort nach dem Schlüpfen 'entsorgt'. Selbst wenn es durch die Züchtung eines 'Zweinutzungshuhns' möglich wäre, die grausame Küken-Entsorgung zu beenden, dann wären die Hähnchen nur in der Fleischproduktion zu verwerten, d.h. sie würden nach ein paar Wochen Mast getötet werden. Bei den Hennen lässt nach ca. 1 ½ Jahren Ausbeutung die Legeleistung nach, s.d. sie als 'Suppenhühner' verwertet werden. Bei Milch verhält es sich ähnlich: Damit eine Kuh eine maximale Milchleistung eerbringt, muss sie einmal im Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Die Hälfte der Kälber sind männlich und daher für die Milchproduktion nicht geeignet. Bullenkälber werden folglich in der Fleischproduktion verwertet. Die hohen Milchleistungen der Kühe zehren ihre Körper aus. Kühe werden i.d.R. nach 4-6 Jahren Ausbeutung in der Milchproduktion geschlachtet.



 

 

 

 

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