Immer enger, leise, leise
ziehen sich die Lebenskreise,
schwindet hin, was prahlt und prunkt,
schwindet Hoffen, Hassen, Lieben
und ist nichts in Sicht geblieben
als der letzte dunkle Punkt.

Theodor Fontane



 

Blüte der Vollkommenheit

Wir wünschen Blüte der Vollkommenheit,
Auf daß der Schönheit Rose nie verdorrt,
Doch ist dem Tod die reife Frucht geweiht,
So pflanz' ein Erbe ihr Gedächtnis fort.
Du lebst nur dir, der Schönheit Selbstgenuß,
Schürst eignen Glanz, der dich verzehrend scheint,
Schaffst Hungersnot aus reichem Überfluß,
Grausam dir selbst gesinnt, dein eigner Feind.
Heut bist du noch der frische Schmuck der Welt,
Der einz'ge Herold für des Frühlings Reiz,
Doch wenn dein Schatz in einer Blüte fällt,
Wird zur Verschwendung, süßer Filz, dein Geiz.
Hab' Mitleid, birg nicht überreiche Gabe,
Der Welt Anrecht, in dir und in dem Grabe.

Shakepeare

 

 



 

 

 

 

 

Mond - viel zu kurz war die Zeit mit Dir

Leider haben wir den Kampf verloren - hast Du den Kampf verloren. Ich habe Dich so kurz nur erleben dürfen und Dich doch so fest in mein Herz geschlossen. Es hätte eine so wundervolle Freundschaft werden können, doch die Zeit war gegen Dich.


Direkt nachdem ich Dich kennenlernte, sassen wir schon beim Tierarzt, einen schnllstmöglichen Operationstermin für Dich zu organisieren. Dein Tumor über Harnröhre, Scheide und After schien inoperabel, aber wir wollten Dir ja wenigstens Zeit erkämpfen. Du warst doch noch so jung und da wären doch ein paar Monate oder auch nur Wochen schon so ein grosses Geschenk gewesen.
Du bekamst Deinen Termin am folgenden Montag. Leider musste ich an  dem Tag eine langgeplante 2tägige Dienstreise antreten, so übernahmen Catha und Trude heldenhaft den Kampf um Dein Leben.
Du ahnst nicht, wie schwer es mir gefallen ist, am Telefon zu verfolgen, wie es Dir ging, ohne mich um Dich kümmern zu können.... Vielleicht hast Du aber tef in Dir spüren können, wie gross meine Freude war, dass die Operation (nur teilweise Entfernung des Tumors möglich) geglückt ist und Du am Leben und wieder in der Hand meiner Superheldinnen...
Ich kam von der Reise zurück und durfte Dich nur noch 2 Tage erleben, Dich süssen, schwarzen, zurückhaltenden und grossäugigen Fratz.
Dann hat mich leider Cuppy ins Krankenhaus befördert und die Superheldinnen waren wieder am Zug. 
Deine Operationswunde heilte nicht so gut - und in der Mitte der Wunde wucherte der Tumor erneut drauf los. Wieder konnte ich nur aus der Entferung dem Lauf der Dinge folgen, bangte um Dich und war zur Untätigkeit verdammt. Der Tumor war wieder da, die Naht heilte nicht, die Superheldinnen und ich wollten nicht aufgeben und wollten Dir eine letzte Chance schaffen, den Strohhalm des Lebens zu packen. 
Auch die wiederholte Operation lief gut, aber Du bist trotzdem kurz nach dem Wiederaufwachen aus dieser Welt entschwunden.

 

Mondchen, meine Superheldinnen haben alles gegeben, sie haben so um Dich gekämpft. Es tut mir so leid, dass alles nicht geholfen hat. Deine Schwester oder Freundin Sonne ist nun alleine und vermisst Dich schmerzlich. Und auch ich hätte Deine süsse Gesellschaft sooooo gerne noch sooooo lange in Anspruch genommen. Das Leben, die Natur war gegen uns....

 

Verspätet sende ich Dir meine Liebe nach, aber ich denke, Du hast sie auch ohne diese Worte in Deinen letzten Momenten spüren können,

 

Mach es gut!

Dein Hartmut

 

 

 

Agnetha - hätte ich Dich doch halten können....

Am Anfang unserer Beziehung habe ich für jeden Kontakt, für jede Berührung bluten müssen. Zick,zack    ein kleines Vorschnellen Deines Köpfchens und wieder hatte ich ein Loch im Finger. Ich bin mir sicher, Du wolltest mir nie wehtun, Du wolltest mich ja nur auf Abstand halten - wie konntest Du auch verstehen, dass dieser grosse Kerl Dir gutes wollte?

Meine Blutungen wurden mit der Zeit seltener, den Abstand hast Du selber abgebaut, in letzter Zeit kamst Du gerne auch zum Kuscheln auf mich draufgekraxelt. Es war für Dich bestimmt nicht leicht, Vertrauen zu Nichtratten aufzubauen...
Du kamst im Februar 2016 mit Anni-Frid als *versprochen!* letzte Ratten aus einem Zooladen zu mir, in dem Ihr ewig in einem Verkaufsterrarium verbracht hattet. Da war Euch so ziemlich alles neu: Toben, Klettern, Frischfutter satt, andere Leute mit Fell und Schwänzen...

Mit Icy seid Ihr dann sofort warm geworden und auch mit Chi und Psi und Phi konntet Ihr Euch gut zusammenraufen. 
Viel zu früh sind dann erst Icy, dann Anni-Frid, dann Chi verschwunden - alles Leute, mit denen Du so gerne auf dem Haufen lagst.
Mit Cuppy und Cookie wurdest Du gerade immer vertrauter und auch die Neuen, Mond und Sonne waren für Dich ok, so wie Du immer alle anderen Ratten freundlich und interessiert hingenommen hast.
Doch dann kam überraschend heftiger Durchfall, der Dich binnen 24Stunden hingerafft hat. Aus der weiten Ferne habe ich verfolgen müssen, dass Du davonschlummertest. Ich konnte gar nichts tun, ich hätte auch nichts tun können, wäre ich hier bei Dir gewesen. Niemand konnte Dich noch halten.

 

Du bist mir so fest ins Herz gewachsen mit Deiner zurückhaltenden Weise, mit Deinen Eigenheiten, mit Deinem freundlichen Wesen. Immer wenn Ihr im Auslauf wart und es langsam wieder nach hause gehen sollte, warst Du, meine kleine Agnetha, friedlich in irgendeinem Versteck - irgendwo ganz fest am Schlummern. Und mit zunehmendem Vertrauen wurde Dir das Einsammeln zunächst erträglich und später gar willkommen, weil wir dann immer ein bisschen kuscheln konnten.

 

Du fehlst mir, kleine Süsse. Ich hätte Dich so gerne noch in meinem Leben behalten...
So bleibt mir nichts, als Dir für all Deine Freundschaft und Dein Vertrauen zu danken und Dir ein leztes Mal meine Liebesgrüsse hinterherzurufen. Du bist nicht mehr in unserem Zimmer, in meinem Herzen aber bist Du immer.

 

In Liebe, Dein Hartmut

 

 

Chi - mein zarter kleiner Engel

Langsam, Schritt für Schritt bist Du gegangen. Du wurdest immer weniger und ich konnte nichts mehr tun, Dich hier zu halten. Ich konnte heute nur den Abschied beschleunigen und Dein Wegdämmern beenden.
Du warst noch viel zu jung für diesen Abschied und Du wirst hier fehlen, mir und Agnetha wohl besonders.

 

Im Mai letzten Jahres habe ich Dich mit Phi udn Psi hierher geholt. Ihr kamt aus schlechter Haltung und die beiden lieben Frauen, die Euch in Sicherheit gebracht haben, konnten Euch nicht behalten, wollten aber Euer Bestes. Und das habe ich versucht, Euch zu bieten. Mit Phi und Psi hattest Du schon damals ein schwieriges Verhältnis und die beiden haben Dich auch nie in Ruhe gelassen und so warst Du froh, zu Icy, Agnetha und Anni-Frid ziehen zu können, die Dich liebevoll aufgenommen haben und denen Du im Gegenzug die Begenungen mit Phi und Psi erleichtert hast. Die Freundschaft mit Agnetha hat Dich bis zum letzten Tag getragen - es hat mich so beruhigt, zu wissen, dass Agnetha sich in den letzten Tagen immer so rührend um Dich gekümmert hat. Sie wird Dich sicher sehr vermissen.


Du hast gerne Leute geneckt, aber immer warst Du ein lieber kleiner Wicht, der sich nicht ernsthaft mit anderen anlegen wollte. Mit Menschen hattest Du es nicht soooo sehr, interessant waren wir ja durchaus und bisweilen hatten wir ja auch ganz leckere Sachen zu bieten. Angst brauchte man vor uns ja auch nicht zu haben, aber zuviel Kontakt war nicht so wirklich Dein Ding. Hat aber auch niemand von Dir verlangt. 
Du hast Dein Ding gemacht, bist Deinen Interessen nachgegangen, hast Dir Deine Plätze gesucht und gefunden. Ich bin mir sicher, Dir hat es hier gefallen....


Ich weiss nicht, was Dir fehlte, weshalb Du anfingst abzubauen. Es gab kein Halten. Du hättest doch noch so viel Zeit gehabt und ich hätte Dich so gerne noch lange um mich gehabt. Es sollte nicht so sein...
Es bleibt mir nichts, als Dir meine Liebe mitzugeben und Dir für all die schöne Zeit zu danken.
Du kleines, einzigartiges Wesen - Du warst so gut zu mir....
Ich wünsche Dir eine gute Reise.
 
Dein Hartmut

 

 

Bertha - Du bist für immer mein Baby

Der Tag musste irgendwann unweigerlich kommen. Er kam übereilt und unpassend - heute endete Dein Leben in dieser Welt. Dieser Tag hätte sich noch so lange Zeit lassen können, noch soooooo viel Zeit. Dass er kommen würde war mir klar, seit Du im Oktober 2015 als Findelkind mit Deinem Bruder Sparkle in der Tierklinik abgegeben wurdest und umgehend zu mir zogst. Da warst Du in mein Leben gehüpft, etwas bekloppt, selbstsicher und frech und ohne Plan. Und leicht planlos bist Du immer geblieben. 


Die 'Lebensmittel', die alsbald als Gesellschaft für Dich hier eingezogen sind, bist Du so frech und unbedarft angegangen - es hat Dich nicht irritiert, dass sie erst nicht recht etwas mit Dir anfangen wollten. Lange, lange hast Du gekämpft, bis Du mit in deren Käfig durftest und so oft bist Du verjagt worden. Viele Abende sassen wir dann zusammen am Ofen, wir Nichtratten mit unserem Bertha-Baby, das bei den anderen Ratten nicht so willkomen war. Damals wurde klar, dass Du auf immer mein Bertha-Bay bleiben würdest.


Du warst eine Kuschlerin, wurdest ein wichtiges Mitglied im grossen Club, mit allen schliesslich recht vertraut und doch immer ein wenig eigen, stets für Überraschungen gut. Oft suchtest Du den Rufer in entgegengesetzter Richtung und liefst weg anstatt zu kommen, obwohl das ganz und gar nicht Deine Absicht war. Wir haben uns darüber amüsiert, aber vielleicht gärte da in Deinem Ohr, in Deinem Kopf schon das, was Dir am Ende zum Verhängnis wurde. 


Ich habe nichts bemerkt, bevor ich Dich gestern vollkommen derangiert mit eitrigem Ohr und geschwollener rechter Kopfseite vorfand. Meine Hilfe kam zu spät, als letzten Liebesdienst konnte ich nur Dein Leiden enden.

 

Bertha, so lange hätte ich noch mit Dir leben wollen, Deine Zuneigung geniessen, mich an Deinem Vertrauen freuen.... Du warst mir so nah, Du wartetest stets morgens auf mich (oder auf den FriFu-Napf), Du stürmtest mir (oder der Vitaminpastentube) abends entgegen - wenn Du nicht versehentlich in die falsche Richtung ranntest. Du kamst ohne alles hierher und hast mir doch soooooooo viel gegeben. Danke für alles! Für all Deine Liebe, für das ausgiebige Putzen, das Du mir angedeihen liessest, für Dich.
Du fehlst.


Nun zieh weiter ohne Schmerzen. Meine Liebe ist bei Dir und Dein Platz in meinem Herz ist Dir sicher....

 

Dein Hartmut

 

 

Tempeh - danke für alles

Meine süsse, kleine, grosse Dame - es ging so schnell. Dir ging die Luft aus, Deine letzten Tage waren ein Kampf, den ich beenden musste, so sehr ich auch gewollt hätte, alles zu versuchen, was Dich in dieser Welt halten könnte. Doch nachdem sich auch in Sauerstoff mit Entwässerung keine nennenswerte Besserung einstellte, musste ich entscheiden, Dein Leiden zu beenden. Ich hoffe, Du hast auch im letzten Augenblick Deines Lebens gespürt, dass ich Dich liebe und dass alles, was mit Dir geschah nur aus dem Wunsch geschah, in Deinem Interesse zu handeln.


Du kamst mit Deinen 7 Töchtern Anfang November 2015 zu uns. Das Findelkind Bertha sollte in einer Familie gross werden.... Anfangs warst Du mir gegenüber sehr skeptisch und zurückhaltend. Ich werde nie Deinen zuckenden, schlagenden Schwanz vergessen... Stets in höchster Alarmbereitschaft, wenn Du mir gegenüberstandest und Dich dann doch zwar sehr zögerlich, aber doch schmelzend den Liebkosungen hingabst. Im Lauf unseres eineinhalbjährigen gemeinsamen Lebens wuchs Dein Vertrauen, Deine Zuneigung immer weiter an, so dass Du ein richtiges Schmuselchen wurdest. Mit Dir zu kuscheln war die Süsse manchen Tages. Es wurde mir Gewohnheit, dass Du morgens auf mich wartestest, wenn ich Euch Futter brachte - nie vergessend, eben kurz zum Durchwuscheln in meine Hand zu steigen. 


Grosse, starke Ratte, die Du warst - mit starkem eigenen Willen und erhabenem Charakter - warst Du immer ein ruhender Pol im Trupp. Unfair, gereizt oder fies hab ich Dich nie erlebt. Und auch von allen Neuen warst Du zu überzeugen. Man muss sich ja nicht lieben, aber man braucht sich auch nicht an die Gurgel zu gehen. 
Du warst eine tolle Mutter, eine grossartige Freundin, eine bewundernswerte Persönlichkeit, ein grosser Charakter. Einn heiss geliebtes Wesen, das ich nun schmerzlich vermisse.
Ich wollte, wir hätten noch so viel Zeit miteinander gehabt, aber es ist mein trauriges Schicksal, Euch alle zu überleben. Immer wieder die tollsten Leute um mich zu haben und zu sehen, wie anders die Zeit für Euch vergeht als für mich.


Tempeh, mach's gut. Meine Liebe begleitet Dich auf Deiner Reise. Du warst eine Kraftquelle und ein Sonnenschein. Ich danke Dir für alles!

 

 

In Liebe, Dein Hartmut

 

 

Soja - es ging soooo schnell

Du hast so eilig diese Welt verlassen, ich konnte Dich nicht aufhalten. Gestern morgen noch war Dir nichts anzumerkn, gestern abend wirktest Du sehr schlapp und mochtest weder Paste schlecken noch berührt werden. Heute morgen warst Du nur noch ein Schatten Deiner selbst. Dann sah ich das Blut in Deinem Urin - doch der Versuch, Dir mit Antibiotikum zu helfen und Entzündungshemmer zu geben, war schon zu spät. Mit einem schrecklich unguten Gefühl musste ich Dich zurücklassen und mit Bangen kam ich von der Arbeit heim - da lag Dein toter Körper schon kalt und steif, wo ich Dich zurückgelassen hatte.


Ich hätte Dich so gerne noch so lange um mich gehabt, Dich grosse, kräftige und doch so zarte Ratte. Du warst so schön wie Dein Charakter - meine strahlend weisse Prinzessin. 


Du kamst mit Deinen 7 Schwestern und Deiner Mutter Tempeh am 1.11.15 zu uns - noch ganz jung, kuschelig und zart. Ihr solltet Bertha eine Familie sein, doch wolltet Ihr von Bertha zunächst überhaupt nichts wissen. Klar, Ihr jungen Dinger hattet ja auch so viel anderes zu erkunden und zu erobern. Binnen Kurzem gehörte Euch hier alles - mein Herz ausdrücklich eingeschlossen. Ihr Lebensmittel (Soja, Tofu, Hirse, Jofu, Bulgur, Chia, Tempeh und Seitan) habt eine Ära eingeleitet - noch nie waren alle meine Lebensgefährtinnen so kuschelig, freundlich, aufgeschlossen, zutraulich, wie ich es mit Euch erleben durfte und es mit Deinen Hinterbliebenen noch darf. 


Soja, ich werde Dich vermissen. Es gab stets so viel Nähe zwischen uns. Unter Euch fühlte ich mich gar nicht ausgeschlossen - obwohl ich nur ein Mensch bin, durfte ich immer dazu gehören. Hoffentlich warst Du so glücklich wie ich es mit Dir war.
Ich danke Dir von ganzem Herzen für Dein Vertrauen, Deine Freundschaft, Deine Wärme, Deine Nähe. Ich wollte, Du wärest jetzt hier um mich zu trösten - doch das müsstest Du dann ja gar nicht.

Meine Liebe ist bei Dir, mach's gut.

 

Dein Hartmut

 

 

 

Grete - schwerer Abschied, Verlust und Versagen

Ach Gretchen, nun ging es doch nicht mehr. Zu dem schweren Verlust, Dich einschläfern zu müssen kommt der Schmerz, versagt zu haben, versagt haben zu müssen....
Gegen die Entwicklung Deines Tumors war ich machtlos, wir haben beide lange gekämpft, wir haben so vieles versucht, wir haben geschabt, gespült, gehofft, gebangt,... der eitrige Krater in Deinem Tumorgewebe wurde grösser, frass sich voran, war nicht aufzuhalten - und nun wurde langsam klar, dass wir den Kampf verloren haben. Du hast heute Dein Leben verloren und ich habe den Kampf um meine geliebte kleine Freundin verloren. Ich habe

Dich verloren - das kleine Wesen, das soooo viel Freude in mein Leben gebracht hat.

Du warst immer so selbstverständlich, so klar und so bestimmt und so verrückt. Du kamst zum Schmusen und fordertest es ein, Du wolltest immer nachschauen, was ich im Mund hatte und setztest Dich mit Kraft und Krallen durch. Du warst so zugewandt, so unerschrocken und konntest so zärtlich sein und ewig auf mir herumlümmeln. Deine grossen Knopfaugen haben mich sooooo oft fixiert.


Im September 15 bist Du mit Henny hier eingezogen. Damals wollte ich gerade mal wieder keine weiteren Ratten aufnehmen. Tja, und dann stand ich Euch gegenüber. Und vergessen war mein Vorsatz, mein Herz war weit offen und wer stürmte hinein? Und wer hat das Umwerfen seines Vorsatzes nie nur eine Sekunde lang bereut?


Danke, kleine Grete, Grööötchen,... danke für die ganze schöne Zeit. Für Deine Zuneigung, Dein Vertrauen, für die abgeschleckten Finger, für das warme Licht in dunklen Stunden, für Deine Nähe, für Dein Leben an meiner Seite. Ich hoffe, ich bin Dir gerecht geworden....
Ich hoffe, Du hast immer meine Liebe bei Dir gespürt, meine Liebe, die Dich auch jetzt begleitet.
Machs gut, mein kleiner Engel!

 

 

Dein Hartmut

 

 

Anni-Frid - Du hast so nah an meinem Herzen gelebt....

Draussen beginnt das Leben zaghaft und mit zarter Kraft, die ersten Blumen kämpfen sich aus dem Boden und das Leben nimmt langsam nach dem Winter wieder Fahrt auf. Dein Leben endete heute nacht - Du hast mutig und kraftvoll Deinen Kampf gekämpft, ich habe verucht, Dich nach Kräften zu unterstützen. Aber am Ende hast Du Deinen Kampf um Luft verloren.

 

Agnetha und Du seid vor fast genau einem Jahr hierher gekommen. Ihr wart die letzten beiden Verkaufsratten aus einem Zooladen, der mir hoch und heilig versprochen hat, nie wieder Ratten zu verkaufen, wenn ich Euch denn nähme. Von Anfang an hattet Ihr beide einen Atemwegsdefekt, schwer zu sagen, woher der stammte. Aber das ganze letzte Jahr hatten wir das im Griff. Bei Dir fing dann im Januar die Atemnot an - Antiibiotika schafften keine nennenswerte Abhilfe, Entwässerung führte nicht zu Entlastung. Als ich Dir nicht mehr anders zu helfen wusste, haben wir vor einem Monat mit Cortison begonnen, was zunächst unglaubliche Erfolge zeigte. Bis vorgestern warst Du ganz normal, meine geliebte kleine Anni-Frid. Aber dann wurde es schlecht und gestern abend warst Du sehr angeschlagen.... Ich hoffte, dass ich Dir heute morgen wieder neuen Schwung verpassen könnte, aber dazu ist es nun nicht mehr gekommen. Ich wollte nicht aufgeben, ich hoffe, ich habe Dich nicht mehr leiden lassen, als es nötig gewesen wäre....

 

Anni-Frid, Ihr wart so zart, Dein Schwesterchen und Du. Zusammenführung mit der alten - damals einsamen - Icy funktionierte super, weil Ihr sie sofort als alte Dame mit viel Autorität akzeptiertet. Mit Phi, Chi und Psi hat es aujch recht gut geklappt, wiewohl Phi für Euch schon immer eine Grössenordnung zu wild und zu dominant war - aber alle anderen Integrationsversuche haben wir abgebrochen, weil es Euch einfach überforderte und Ihr Euch immer nur verstecken wolltet, statt Euch auf irgendetwas einzulassen....

 

Ach, Anni, ich danke Dir für Deine Zuneigung für Dein in dem einen Jahr fast grenzenlos gewordenen Vertrauen. Alte Schmusemaus, ich hätte noch sooooo lange mit Dir leben wollen, ich habe mich immer auf Dich gefreut, Deine vorsichtige Annäherung, Deine Freude an zarter Berührung. Du bist mir so fest ans Herz gewachsen, meine kleine Freundin. Du bleibst in meinem Herzen, wir sind für immer verbunden.
Mach es gut mein Schatz - auch wenn das Leben endet, die Liebe endet nicht....

 

 

Dein Hartmut

 

 

 

 

Henni - kleiner Wirbelwind

Henni, nun haben sich die Dinge überstürzt, bis gestern haben wir gestaunt, wie fit Du mit Deinen wohl inzwischen 2 Jahren noch warst. Alter sah man Dir bis zuletzt nicht an ...
Und dann warst Du gestern schlapp und wolltest keine Paste, heute morgen wirktest Du immer noch bedenklich und als ich von der Arbeit kam und nach Dir sah, hatte sich nicht wirklich etwas gebessert. Dann kam die Atemnot dazu und so mussten wir eilig zum Arzt-Notdienst. Deine Lunge war voll und blockiert und die Behandlungsaussichten mies. Worauf hätte ich hoffen sollen, was hätte ich Dir an Behandlung zumuten sollen? Ich hoffe, ich habe richtig entschieden, Dich gehen zu lassen. Ich hätte mich in den nächsten beiden Tagen nicht selber um Dich kümmern können und Dich hier in Deinem Zustand mit minimaler Hoffnung auf Besserung zurückzulassen, konnte ich nicht über's Herz bringen. Auch ein stationärer Klinikaufenthalt wäre nicht die Lösung gewesen. Ich habe in der Vergangenheit gelernt, dass man bei solchen Atemwegserkrankungen vielleicht 2-3 Wochen schinden kann, aber Dein Leben wäre nicht schön gewesen und die Not wäre über kurz oder lang wieder über Dich gekommen. Verzeih mir, wenn meine Entscheidung fehlerhaft gewesen sein sollte....
Seit Du im September 15 mit Grete hergekommen bist, warst Du mein kleiner Sonnenschein, immer aktiv, immer selbstbewusst und immer flink und ganz und gar nur Deinem eigenen Willen verpflichtet. Wir hatten eine wunderschöne Beziehung, Du hast mir von Anfang an vertraut und ich habe Dich bewundert, geliebt, bestaunt. Mein kleiner Schatz, es war grossartig, wie Du Dich immer mit allen arrangiert hast, wie leicht Du Freunde fandst und wie sehr Du stets im Mittelpunkt des Rudels warst. 
Henni, ich werde Dich sehr vermissen. Du fehlst mir schon jetzt; es ist schwer, nicht mehr neugierig von Dir empfangen zu werden, wenn ich in Euren Auslauf kommen, der jetzt ein trauriges Bisschen leerer ist. 
Mach's gut. Meine Liebe ist mit Dir auf Deinem weiteren Weg. 
Danke für die Wärme, die Zuneigung, Dein Vertrauen - für all das Schöne, das Du in mein Leben gezaubert hast.

 

Adieu!

 

Küsse, Dein Hartmut

 

 

 

Icy - Bye bye mein Kuschelmonster

Dein langes Leben endete nachts und im Schlaf. Ich hoffe, Deine letzten Minuten waren friedlich. Am Abend hatte ich Dich noch im Arm - wir sassen vor dem Ofen und ich merkte, dass Dich die Kräfte, die Dich ein Leben lang vorangetrieben haben, langsam verlassen. Wir haben Dich immer nur kraftvoll, energisch und getrieben erlebt, Du konntest geniessen, aber Du konntest das auch immer fordern... Du warst stets zur Stelle, wenn irgendwo etwas geschah, schnell beim Futter, zack bei der Hand, ruckzuck an der Pastentube, wenn Du sie in der Nähe wahrgenommen hast. Selbstbewusst wie Du warst, bist Du in Deinem Leben des Öfteren geklammert worden, weil Du mit jemand über Kreuz geraten bist. Mehrmals warst Du die letzte Deines Rudels, übriggeblieben und bereit für einen Neuanfang, neue Leute treffen, Dir Deine Position im Rudel erarbeiten, Affen um den Finger wickeln.... So hast Du auch Agnetha und Anni-Frid, die neu hier ankamen und vollkommen verunsichert waren, mit unglaublicher Selbstverständlichkeit wie eine gute alte Tante unter Deine Fittiche genommen und ihnen gezeigt, wie Rudel geht.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand Dich nicht hätte liebgewinnen müssen, so zugewandt und initiativ Du immer warst. Und dabei so freundlich im Charakter, so kompromissbereit, so sozial mit anderen. Nur eben nicht bereit, Dich unterwerfen zu lassen.
Seit über einem Jahr zeigte sich Deine Hinterhandlähmung - seit über einem Jahr wuchsen Deine Tumore langsam aber immer ein bisschen weiter. Als Du im März hierher kamst, warst Du schon über 2 jahre alt und ich wollte so ein altes Tier mit schwachen Beinen nicht noch operieren lassen. Wenn ich gewusst hätte, wie lange Du noch soooo aktiv sein würdest, dann hätte ich die kleinen Knubbel entfernen lassen als es noch einfach gegangen wäre. So aber wurden nach und nach die ganzen Mammaleisten tumorös. Wachsende Beulen und immer schwächere Beine haben Dir den Lebensmut und die Freude in keiner bemerkbaren Weise genommen und die bliebst bis zum letzten Tag eine gutgelaunte, schmusige und überaus aktive kleine Dame.
Ich werde unsere langen Kraul- und Kuschelsitzungen nie vergessen, wie Du Dich an die kraulende und streichelnde Hand drücktest und immer noch mehr und immer noch heftigeres Gewuschel wolltest. 
Deine 3 Jahre hast Du wohl erreicht,vielleicht weiss es Catha noch genauer - sonst weisst vielleicht nur Du das ganz genau. Ich hoffe, Du hast Dein ganzes Leben geniessen können. Für die Zeit, in der ich die hohe Ehre hatte, Dein Dienstpersonal sein zu dürfen, kann ich jedenfalls behaupten, mein Bestes gegebben zu haben und immer den Eindruck gehabt zu haben, Du wärst zufrieden und glücklich....
Icy, Du warst eine ganz besondere Freundin, eine grosse kleine Liebe. Es fällt mir schwer, zu realisieren, dass nun keine Icy mehr auf mich wartet.
Mach's gut, liebste Icy. Meine Liebe begleitet uns auch weiterhin....

 

Dein Hartmut

 

 

Frida - kleiner Engel

Ach, meine kleine Frida. Wir hatten anfänglich eine komplizierte Beziehung und am Ende sind wir doch so gute Freunde geworden. Du bist im Juni 15 bei uns eingezogen, warst vorher für ein Böckchen gehalten worden und wurdest verantwortlich gemacht für die Schwangerschaften Deiner Schwestern. Dabei konntest Du doch gar nichts dafür und musstest doch alleine in einem kargen Käfig sitzen mit all Deiner Angst vor Menschen und Deiner Unsicherheit und Einsamkeit. Selbst Deine geliebte Tonröhre, Dein einziges Versteck in den Wochen der Isolation, durftest Du nich mitnehmen, als Du zu uns durftest.
Wie befreiend und erlösend war es für Dich, als sich Airy Deiner annahm und Du Dich ihr als grosses Vorbild und als Mutterersatz und als bester Freundin anschliessen durftest. Schon bald nannten wir Dich Airy-Frida oder manchmal auch Airy, weil Du immer mitkamst, wenn wir Airy riefen. 
Gefangen werden, in die Hand genommen werden, das war Dir nicht geheuer, das war nicht Deins. Und Du warst immer enorm erfindungsreich, mir irgendwie zu entkommen, vor mir davon zu flitzen, mich weiträumig zu umgehen.... Dass Airy dann starb, war für Dich ein Schlag - aber mittlerweile kamst Du ja auch mit all den anderen gut zurecht. Hoch in der Ordnung standest Du nicht, aber dennoch gingen die anderen respektvoll mit Dir um, so respektvoll wie Ratten nun mal (nicht) sind.
Zu meiner unendlichen Freude nahm Deine Scheu vor mir zunehmend ab und es war mir ein Riesenglück, als Du vorsichtig und zögernd, mit Neugier und Scheu ringend, mit den anderen zusammen zu mir kamst und immer selbstsicherer sogar auf meinen Schoss stiegst. 
Das Eis war schon lange gebrochen, als sich bei Dir eine immer grösser werdende Beule auf der Brust bemerkbar machte. Die Operation im Oktober leztten Jahres verlief nicht wirklich glücklich, irgenwie hast Du Schaden dadurch genommen, Du hast Dir die Naht geöffnet und Dir einen Wundabszess zugezogen.
Die Nachbehandlung mit Antibiotika und Spülungen der Entzündung hat Dich aber dann davon überzeugt, dass Dir durch mich nie etwas schlimmes widerfahren würde und Du legtest trotz der unangenehmen Behandlungen Deine Scheu vor mir vollständig ab. Leider bautest Du in den letzten Monaten kontinuierlich ab - das wird wohl auch Deinem Alter geschuldet gewesen sein - doch Du wurdest richtig zugewandt und anhänglich. Und das habe ich wirklich gebnossen. Dass ausgerechnet Du mich mal regelmässig begrüssen kommen würdest, dass ausgerechnet Du mal Streicheleinheiten einfordern würdest, hätte ich mir in meinen wildesten Träumen nicht vorstellen können. 
Im Alter war Dir Grete eine treue Freundin und es hat mich immer sehr gefreut, Euch zusammengekuschelt in Euren Verstecken vorzufinden...
Ach Frida, der Zahn der Zeit ist zerstörerisch, 2 Jahre musst Du wohl locker erreicht und überschritten haben, ich hätte gerne noch soooooo viel mehr Zeit mit Dir verbracht.
Ich danke Dir für Dein Vertrauen, für Deine Zuneigung - Du hast mich sehr glücklich gemacht und ich habe Deine Freundschaft als grosse Freude und als hohe Auszeichnung wahrnehmen dürfen.
Als ich Dich in Deiner letzten Stunde kalt und sterbend fand, war es, als hättest Du gewartet, dass wir uns noch verabschieden können. Dein Ende kam schnell in meinen wämenden Händen.
In Deinen letzten Minuten wollte ich Dir soviel Liebe mit auf den Weg geben, wie Du irgend mitnehmen kannst. 
Kleine Frida, ich danke Dir für alles! Mach' es gut und zieh weiter, meine Liebe ist bei Dir....

 

In Liebe, Hartmut

 

 

 

Irma - es war so schön mit Dir...

Irmchen, nun bist Du als dritte und letzte    der drei kleinen Schwesterchen von dieser Welt gegangen. Deine vielen Beulen waren schon lange gross, sporadisch hattest Du Atemnot-attacken und ich wusste schon länger, dass es bald soweit sein würde. Als heute morgen Atmenont über Dich kam und sich Deine Not nicht wie sonst bald wieder legen wollte, da habe ich beschlossen, dass es wohl das Beste ist, Dein Leben nun enden zu lassen. Das ist nie eine leichte Entscheidung und gerade bei Dir weiss ich nie, ob ich Dir gerecht geworden bin. Du weisst, dass ich mich immer wirklich Mühe gegeben habe und dass ich immer nur Dein Bestes wollte. Du bist so aufgetaut; Du hast eine so enorme Entwicklung durchgemacht: von dem scheuen Tier, dass ich am Anfang nicht einmal ansehen, geschweige denn ihm nahe kommen durfte, hin zu dem kleinen Schmusetierchen, das Du am Ende Deines Lebens geworden bist... Voller Vertrauen und freudig auf mich zulaufend, wenn ich Dich rief.
Ihr wart so scheu, als Ihr im Februar 2015 zu uns kamt als Gismo, Missy und Trinity; da wart Ihr -glaube ich- schon bald ein Jahr alt... Ich konnte Euch nicht auseinanderhalten, schon weil ich Euch so selten wirklich sah. Langsam, sehr langsam gewöhntet Ihr Euch an mich - erst nach einiger Zeit traute ich mich, Euch überhaupt eine Integration zuzumuten, aber alles entwickelte sich doch positiv. Ich gab Euch neue Namen, aber es ist doch auch egal, wie man heisst. Was zählt ist doch die Zuwendung und die hast Du mehr und mehr angenommen und sogar erwidert. 
Ich habe Dich altern sehen, wir haben uns aneinander angenähert und immer weiter gegenseitig vertraut - Du hattest irgendwann keine Angst mehr vor mir und die Löcher von Dir in meinen Fingern wurden seltener....
Ich hätte Dich, kleines Irmchen, gerne noch soooo lange um mich gehabt, meine kleine Oma, aber irgendwann geht es eben einfach nicht mehr...
Irmchen, meine Liebe begleitet Dich, ich hoffe Du hast Dein Leben hier genossen, ich hoffe, Du hast die Liebe gespürt, die stets um Dich war. 
Nun mach es gut, kleiner Schatz. Ich wünsche Dir eine gute Reise....

 

In Liebe , Dein Hartmut

 

 

 

Hilde - flieg, freie Seele, flieg! 

Du bist im Februar 2015 mit Deinen beiden Schwestern hier eingezogen. Scheu wart Ihr und selten mal zu sehen und es war zunächst nicht einmal erwünscht Euch anzusehen. Das erste bisschen Vertrauen liess lange aauf sich warten, doch schliesslich war die geliebte Multivitamin-Paste stärker als Euer Misstrauen. Die Namen mit denen Ihr hier eingezogen wart, konnte ich nicht wirklich zuordnen, zu selten bekam ich Euch mal wirklich im Ganzen zu sehen. So wart Ihr eine gute zeitlang namenlos unterwegs und erst als das Eis immer weiter taute und ich Euch auch ab und an berühren durfte und Ihr nicht mehr bei jedem Kontakt zuschnapptet, wir Ihr nur konntet, bekamt Ihr Eure Namen. 
Was sind schon Namen? Was soll eine Ratte auch damit? Ich denke, Du legtest da nie einen Wert darauf.
Trotz allem entstehenden Vertrauen legtest Du auch nie Wert auf Kontakt zu mir und so gingen wir einander mit Achtung und Respekt (und von meiner Seite auch grosser Zuneigung) mehr oder minder aus dem Weg. Zu Deinen besten Zeiten hatte ich täglich ein neues Loch von Dir in irgendeinem Finger....
Zu meiner grossen Freude habt Ihr aber gute Beziehungen zu der restlichen Truppe aufbauen können, mit denen wolltet Ihr zu tun haben und habt Euch auch immer gut vertragen. Menschen sind letztlich auch nur fürs Putzen (hmm, doch eher scheisse) und Füttern (gute Sache!) wichtig, nicht jeder muss die menschliche Nähe angenehm empfinden (nein, nein, ganz sicher nicht). 
Ich weiss nicht, ob ich Dich zu sehr in Ruhe gelassen habe, ob ich hätte aufdringlicher sein sollen. Ich weiss nicht, ob ich mich intensiver um Deine Gesundheit hätte kümmern müssen. Es gibt immer so vieles, was man falsch machen kann und wirklich richtig ist fast immer nichts.... Ich mache mir keine Vorwürfe, Du hast Dein Leben so gelebt, wie Du es wolltest, ich hoffe sehr, Du warst in der Summe damit glücklich und zufrieden. Und ich hoffe, ich habe nicht unterschätzt, welche Schwierigkeiten Dir Deine Altersbeschwerden am Ende gemacht haben. 
Im Alter bist Du ja fast ein Kuschelchen geworden... *seufz*
Heute nacht bist Du aus dieser Welt gegangen, Du zartes, scheues, selbstbewusstes Wesen. Ich hoffe, Du warst Dir meiner Liebe sicher, die Dich begleitet, seit ich Dich kennenlernen durfte. Nun lass Deine kleine Rattenseele fliegen.

 

Ich denke an Dich, an all die schöne Zeit mit Euch, mach's gut!

 

Meine Liebe ist bei Dir....

 

Airy - vielen Dank für Deine Freundschaft...

Mein liebe kleine Airy, Lieblings-Airy... Nun ist Deine Zeit in dieser Welt vorbei und ich weiss, wie sehr Du mir fehlen wirst. Du warst keine laute, schrille Persönlichkeit, eher eine ruhige, freundliche, verlässliche Freundin für alle. Du warst freundlich und fair zu allen und insbesondere Frida warst Du fast ein Mutterersatz, als sie sich alleine in einer für sie neuen Umwelt orientieren musste. Frida hat viel von Dir gelernt - so auch: zu kommen, wenn wir "Airy" riefen....
Ein Zusammenleben mit den Lebensmitteln ist aber leider nciht mehr zustande gekommen - dafür sind sie zu wild und Du warst schon zu ruhig... Ich hoffe aber, auch in den letzten Wochen noch Dein Bedürfnis nach Kontakt und Zusammenleben mit Deiner Gruppe erfüllt zu haben, indem ich Dich aus dem allgemeinen Trubel herausgehalten habe und Dich mit Deinen Leuten zusammenkommen liess, wenn die Lebensmittel sicher weggesperrt waren...
Mit mir musstest Du nicht unbedingt viel zu tun haben, aber es gab schon ein enges Band der Freundschaft und des Vertrauens zwischen uns, das immer fest und belastbar war.

 

Du kamst mit Deinen Schwestern Gwen, Pech (Peggy) und Schwefel im Dezember 2014 zu uns, ganz kurz nachdem wir in unser neues Haus gezogen waren. Ihr wart meine Weihnachtsgeschenke! Und so wundervolle Weihnachtsgeschenke. Aufgeschlossen, zugewandt und zutraulich hattet Ihr mein Herz in Sekunden erobert. Und so wunderschön wie lieb und kuschelig wart Ihr... In jeder Hinsicht der Wunschtraum eines Rattenbeherbergers!
Leider haben uns Gwen, Schwefel und Peggy nach und nach schon verlassen - Du warst nun die letzte der Ruby-Töchter - und heute nacht bist auch Du weitergezogen. 

 

Ich weiss nicht, ob ich Dein Sterben hätte abkürzen sollen, Du schienst mir nicht zu leiden. Du wurdest nur immer

weniger und schwächer - aber zeigtest bis zu letzt noch Lust am Leben und Freude am Kontakt. Gestern abend war dann offensichtlich, dass es nun zu ende gehen würde. So blieben wir zusammen und teilten uns mein Bett, das Du dann heute morgen still verlassen hast. 

 

Airy, mein Schatz, ich danke Dir für die schöne Zeit. Für Deine Freundschaft, Deine Liebe und Dein Vertrauen. Du warst eine der Personen mit innerer Leuchtkraft, ein Licht in meinem Leben und ein steter Quell der Freude. Danke für die Wärme, die Du mir gegeben hast. Du wundervolles Wesen, Du wirst mir so sehr fehlen.
Mach's gut. Ich wünsche Dir alles Gute, wie ich Dir immer alles Gute gewünscht habe. Meine Liebe begleitet Dich!

 

Dein Hartmut

 

 

Chia - was hätte ich tun sollen?

Chia, kleine Maus, Du bist nicht alt geworden. Geboren wurdest Du am 6.9 dieses Jahres und kamst erst vor ein paar Wochen als Gesellschaft für die kleine Berta hier her zusammen mit Deiner Mutter Tempeh und Deinen Schwestern Hirse, Soja, Tofu, Yofu, Seitan und Bulgur. Ungebremst und ungestüm wie Ihr kleinen Kinder einfach seid, dauerte es nicht lange und eine der Klettertouren, die ich sooooooo versuche zu unterbinden, endete mit einem blutigen Finger, deen Du Dir durch einen Biss der Dixies zugezogen hast. Der Finger entzündete sich und nachdem ich die Entzündung nicht in den Griff bekommen konnte, waren wir heute beim Arzt. Eine kurze Narkose hätte es sein sollen, um Deinen dick geschwollenen, vereiterten Finger zu behandeln. Dein Kreislauf spielte nicht mit und so brach die Katastrophe über uns herein.


So jung, Du hattest noch Dein ganzes Leben vor Dir. Ein kleines, aujfregendes Rattenleben, das ich mit meiner ganzen Kraft schön gestalten wollte. Ich möchte Euch doch so gerne alles bieten - inklusive Gesundheitsversorgung - damit Ihr ein glückliches Leben führen könnt.... Chia, was hätte ich tun sollen? Ich weiss es nicht. Ich bin überzeugt, ich hätte den Finger nicht so lassen können; ich bin überzeugt, die Entscheidung, zum Arzt zu fahren, war an sich richtig. Aber es lässt mich schlicht verzweifeln, dass es s,o endete.


Ihr seid so unendlich tatendurstige, wilde, süsse, zarte, schnuckelige Wesen. Ihr seid in mein Leben geplatzt und habt mich glücklich gemacht. Ich hatte Dich sooooooooo gerne noch sooooooooooooo lange um mich gehabt. Es tut mir so unendlich leid und trifft mich wie ein Schlag. Ich hoffe, Du hast auch in Deiner letzten Sekunde meine Liebe spüren können, die Dich auch nun auf Deinem weiteren Weg begleitet. Für mich gehörst Du weiterhin dazu.

 

Mach's gut - meine Liebe ist mit Dir, Dein Hartmut

 

 

Waltraud - es tut mir so unendlich leid

Es tut mir so unendlich leid mein kleiner Schatz - ich hatte solche Sorgen, dass alles gut geht und natürlich hatte ich grosse Hoffnung, sonst hätte ich Dich ja nicht operieren lassen. Aber die Narkose war zu viel für Dein aufgeregtes kleines Herz. Ich fühle mich schuldig, Dich in diese Situation gebracht zu haben und doch war es ja in bester Absicht.... Die Beule an Deiner Brust hatte mittlerweile fast Tischtennisballgrösse und fing an, Dich wirklich zu behindern. Ich hatte so sehr gehofft, dass Dir die Operation Dein Leben verbessern würde und nun hat sie Dein Leben beendet.

Ihr kamt als Gismo, Trinity und Missy im Februar dieses Jahres zu uns und vom ersten Tag an war uns klar, dass Ihr Ratten von besonderem Schlag seid. Scheu und uns gegenüber sehr skeptisch, zeigtet Ihr drei eine ungeheuere Zusammengehörigkeit: Immer zusammen im Häuschen und war es auch noch so eng, immer zusammen am Napf, immer am gegenseitig putzen. Ihr wart immer wirklich goldig miteinander und schwer zu geniessen für andere. Schon das tägliche Füttern reichte für diverse Löcher in meinen Händen und Fingern... Die Namen unter denen Ihr angekommen waren, hatten für Euch und mich wenig Bedeutung. Ich konnte Euch lange nicht wirklich unterscheiden, so schwarz und wild Ihr durcheinander wuseltet.... Und wenn ich schon nicht wusste, wer von Euch nun wie heisst, dann kann man auch irgendwann einen Neustart mit neuen Namen machen.
In letzter Zeit seit Ihr soviel zugewandter geworden und auch das Anfassen und sogar Einfangen ging immer besser mit Euch. Ihr wart auf einem wirklich entspannten Weg zu einem entspannten Verhältnis mit Eurer Umwelt. Und auch an eine Integration mit den anderen wollte und will ich mich langsam herantrauen, wo ich weniger Angst haben muss, dass Ihr durchdreht und auf die anderen fuchsteufelswild losgehen werdet...

Und nun also Dein abrupter und plötzlicher Tod. Wir hätten noch so lange eine so schöne Zeit miteinander erleben können. Ich weiss, wie zart Du in Deinem Inneren warst, was man beim Anblick Deines grossen, kraftvollen und kräftigen Körpers nicht unbedingt erahnte: innendrin ein liebes, zartes und so empfindsames kleines Wesen. 

 

Ach, kleine Süsse, könnte ich Deinen Tod doch ungeschehen machen. So bleibt mir nur der Trost, zu Deinen Lebzeiten alles versucht zu haben, Dir ein rattengerechtes, ein Waltraud-gerechtes Leben zu ermöglichen. Und ich bin mir sicher, Du hast Dich wohl bei uns gefühlt - das war Dir anzumerken.

 

Kleine Watraud, mach's gut. Draussen scheint die Sonne, in mir ist es schwarz.
Ich gebe Dir meine Liebe mit auf Deinen Weg, ich denke an Dich in liebevoller Erinnerung...

 

Dein Hartmut

 

 

 

Chilly - viel zu früh...

Chilly, mein Inbegriff eines arglosen, lieben, freundlichen Rättleins, es sollte nicht sein. Schweren Herzens hatte ich mich durchgerungen, Dich operieren zu lassen, trotz der schlechten Erfahrungen mit Deiner Wundheilung und auch trotz der Probleme, die Dir Deine letzten Operationen gemacht hatten. Die Beule an Deiner Brust war einfach zu gross, es war Dir eine Last beim Laufen, beim Essen, immer war dieser hängende Sack im Weg. So wäre es auch nicht weiter gegangen. Aber natürlich habe ich gehofft, dass Du heute abend bereits wieder munter und arglos durch die Gegend stromern würdest, immer ein bisschen desorientiert, immer lieb, immer nicht so ganz genau mitschneidend, was genau eigentlich um Dich herum geschieht. 
Du hast die Narkose nicht vertragen und Dich noch vor dem ersten Schnitt verabschiedet. Schwer lastest die Gewissheit auf meiner Seele, dass Du die letzten Stunden alleine in Deiner Transportbox beim Tierarzt warten musstest - ich hätte Dich so gerne in Deinem letzten Moment geherzt und geküsst, gestreichelt und gehalten. Du weisst genau, dass ich Dich nur zu Deinem Besten dorthin gebracht habe - auf jeden Fall hoffe ich, dass Du das weisst....
Nicht 2 Jahre bist Du alt geworden, das hätten wir erst im November gefeiert. Letztes Jahr im Oktober kamst Du zu mir, Du bist die Letzte, die noch aus Oldenburg mit mir umgezogen ist... Ich hätte mir soooooo gewünscht, dass uns noch viel viel Zeit bleiben würde.
Du hast Dich bei uns immer mit allen gut verstanden, warst immer mittendrin, hast immer Dein Ding gemacht. Meine kleine - manchmal etwas trottelige - arglose Süsse, ich werde Dich vermissen. Ich werde es vermissen, Dich in irgendwelchen Sputniks und Häuschen zu suchen, ich werde es vermissen, wie Du mir auf die Füsse gestiegen bist, wie Du mich manches Mal von hinten angetippt hast, Deine Zugewandheit, Deine Freude, Deine Liebenswürdigkeit. 

 

Ich danke Dir für Deine Freundschaft, für die ganze schöne Zeit mit Dir. 
Mach's gut, kleine Seele! Meine Liebe ist mit Dir....


Tausend Küsse, Dein Hartmut

 

 

 

 

 

Peggy - ich danke Dir für alles!

Heute bist Du (einen Tag nach Deinem Geburtstag, gerade 2 Jahre alt) Deinen Schwestern Gwen und Schwefel gefolgt. Es fiel mir unendlich schwer, Dich gehen zu lassen, aber Deine Zeit war gekommen. Ich danke Dir von ganzem Herzen für Deine Gegenwart, für die Bereicherung meines Lebens. Du warst ein kleiner Wirbelwind mit einer gabnz eigenen Vorstellung davon, wie Dinge zu laufen haben, wenn Dinge gut laufen sollen. Du hattest Deinen eigenen Kopf und wir haben uns oft über die Zeilstrebigkeit amüsiert, mit der Du Deinen Willen durchgesetzt hast. Du hattest Deine Orte, Deine Rituale, Deine Abläufe.... und warst uns so zu gekehrt, wie ich es nur selten bisher erleben durfte. Nicht nur, dass Du Streicheleinheiten über Dich ergehen liessest, Du kamst uns wie Deine Schwester Schwefel oft entgegegelaufen, eben durchgewuschelt werden....


Der Inbegrff einer lieben Ratte, grosszügig und aufgeschlossen gegenüber Artgenossen, hast Du die Fremden, mit denen Ihr Euch bekannt machen musstet, schnell akzeptiert und als Freundinnen behandelt. 


Und eine Schönheit warst Du, mein kleiner Schatz. Schön, liebreizend, freundlich, zugewandt und von erhabenem Charakter. Eine Freundin, die mein Leben so sehr bereichert hat. Ich danke Dir für die schöne Zeit, für Dein Vertrauen, für Deine so oft bekundete Zuneigung und Dein echtes, aufrichtiges Interesse an uns Menschen.
Ich könnte noch so vieles sagen und doch können Worte meine Liebe, Dankbarkeit  und Verbundenheit nicht wirklich ausdrücken. Peggy, Du wirst mir fehlen.

 

Meine Liebe begleitet Dich, wohin auch immer Du gehst....
Es war so schön mit Dir und die Erinnerung an Dich wärmt mich....

Mach's gut!

Ich liebe Dich,

Dein Hartmut

 

 

 

 

Schwefel - Du lebst in meinem Herz

Schwefel - Selbst wenn ich wollte, ich könnte  nichts Schlechtes über Dich sagen. Du warst ein soooo liebes Wesen und eine so unendlich liebenswerte Freundin, zugewandt, freundlich, behutsam, lieb, sooo lieb. Ich habe vorher von keiner Ratte so unmiissverständliche Aufforderungen zum Kraulen erlebt, nie eine solche Geniesserin, wenn Du Deinen Kopf in meine Hand legtest und auf das Durchwuscheln wartetest.... Und wunderschön warst Du, schwarz mit grossen sanften Augen und einer fast perfekten etwas runderen Figur. Die perfekte Ratte, meine geliebte kleine Schwefel.


Eingezogen seid Ihr vier, Du und Deine Schwestern Peggy, Airy und Gwen direkt nach uns in unser neues Haus. Gwen hat uns leider schon sehr früh verlassen aber Ihr drei verbliebenen habt mir jeden Tag aufs Neue gezeigt wie freundlich Ratten sein können. 


Leider machte sich auch bei Dir vor nunmehr einem Monat eine Störung im Gleichgewicht bemerkbar, die zunächst immer schlimmer wurde, nach Cortison aber fast verschwand. Als am letzten Wochenende die alten Symptome wiederkamen, war mir klar, dass es nun um alles oder nichts ging. Eine erneute Cortisonspritze verbesserte Deinen Zustand zunächst, aber heute lagst Du nur noch schindlig auf der Seite und ich wusste, es war Zeit Dich zu erlösen.


Schwefel, ich danke Dir für Deine Freundschaft, ich danke Dir für die wundervolle Zeit mit Dir. Du warst die tollste Freundin, die man sich wünschen kann und ich werde Dich bestimmt immer in liebender Erinnerung behalten. Du hast Deinen Platz in meinem Herzen im Sturm erobert und dort wird Dir Dein Platz erhalten bleiben.

 

Wir vermissen Dich, mein Schatz,
In Liebe, Dein Hartmut

 

 

 

Bella und Wilma - Das Leben ist ein reissender Fluss...

... der Euch heute morgen weitergezogen hat. Euere Krankheiten drückten mit zunehmender Last auf Euere verbliebene Lebensqualität und so habe ich Euch auf Euere Weiterreise geschickt. Ich bleibe zurück in tiefer Dankbarkeit für Euere Gesellschaft, Euere Zuneigung und Euer Vertrauen. Ihr wart mir liebe Gefährtinnen, die Ihr mich lange Zeit begleitet habt. Ihr habt mir so viel Freude geschenkt, mein Leben bereichert. Ihr wart da für mich und wir haben so viele Abende gemeinsam verbracht - im Flur in Oldenburg und nun im neuen Heim. 

 

Beide wart Ihr etwa ein Jahr als Ihr im September 2013 zu mir kamt, Du, Bella, mit  Lola und Ellie und Du, kleine Wilma, mit Mathilda und Lise. Bella, Du warst die zutraulichste von Euch dreien und so musstest Du manch eine Kuscheleinheit über Dich ergehen lassen. Du warst aber auch den Menschen sehr zugewandt und suchtest den Kontakt von Dir aus. Du warst mehrfach der Motor von Integrationen udn allen stets eine gute und liebe Kameradin. Ich hatte immer den Eindruck, Du ruhtest in Dir selbst und strahltest Ruhe auf Dein Rudel ab.

Ganz anders meine kleine Wilma. Das erste, womit ich Kontakt hatte, als Ihr bei mir ankamt, waren Euere Zähne und so blieb es auch eine ganze Weile. Ich hatte schon akzeptiert, dass Du kein rechtes Zutrauen zu mir fnden würdest - ist ja auch ok. Man arrangiert sich schliesslich so, dass es für alle gut ist. Alles änderte sich mit einem Schlag nach Deiner schweren Operation im November letzten Jahres. Die Wundhöhlen enttzündeten sich und ausgerechnet Du hast Dir dauernde Behandlungen gefallen lassen müssen. Aber das gab Dir auf der anderen Seite die Gewissheit, dass ich Dir Gutes will und so öffnetest Du Dich mir gegenüber und wurdest auf Deine alten Tage zur Kuscheloma - wie ausgewechselt. 

Ich war stets bemüht, Euch das Leben zu ermöglichen, dass Eueren Wünsche am Meisten entsprach - ich hoffe, ich habe meine Sache gut gemacht. Nach und nach verliessen uns all die anderen, die mit denen Ihr gekommen wart;  die, die Ihr bei mir kennenlerntet, nun am Ende wart Ihr die Ältesten. Das Leben ist ein reissender Fluss und nichts bleibt ewig da, wo es einst hingespült wurde, so endete dann auch Eure Zeit an meiner Seite....

 

Wir haben viel gemeinsam erlebt, vieles, was mir nun fehlen wird. Ihr behaltet Eueren Platz in meinem Herzen - die Erinnerung an unser gemeinsames Leben lebt weiter in mir. 

 

Geht nun mit meiner Dankbarkeit, mit meiner Liebe, es war so schön mit Euch!

 

In Liebe, Euer Hartmut

 

 

 

Dusty - Deine Kräfte schwanden und ich konnte nichts mehr tun...

Wir haben noch versucht, Dich zu päppeln, Du hast Infusionen und B-Vitamine und Cortison bekommen, aber die Kräfte schwanden und schwanden. Das ist der Zeitpunkt für den letzten Liebesdienst. Ich weiss nicht, ob es zu früh oder ob es zu spät war - mir erschien der Zeitpunkt recht gewählt und Du warst nur noch ein Schatten Deiner selbst.... Ich hätte so gerne eine Besserung bei Dir gesehen, hätte Dich ruhigen kleinen Charakter so gerne noch ein  Weilchen in meinem Leben gehalten, Dir noch so viel Gutes gewünscht. Aber es sollte nicht so sein und ich konnte Deine Schwäche nicht mehr mit ansehen. 

 

Seit Du mit Deiner Tochter Chilly am 30.10 zu mir kamst, hat Du gerne einen recht weiten Bogen um mich gemacht, ich war Dir nicht geheuer. Ich habe dann relativ schnell gemerkt, dass Deine Unsicherheit von Deiner zumindest stark eingeschränkten Sehfähigkeit kam -daher kam wohl auch Deine lustige Fixierung auf den komischen, stinkigen Kuscheltunnel mit dem man Dich problemlos einsammeln konnte, während Du auf Berührung mit der Hand - zumal unangekündigte - recht panisch reagiertest. Darauf Rücksicht nehmend haben wir uns gut miteinander arrangieren können. Ich habe mich eben immer anmelden müssen, wenn ich Dich berührte - dann hast Du Dich nicht so vor mir erschreckt und Dich schliesslich auch recht weitgehend auf mich einlassen können. Die Bedingungen wären also eigentlich recht gut gewesen noch ein langes Stück gemeinsamen Weges zu gehen. Das hätte ich Dir und mir gewünscht. 

 

Du hast Dein Ding gemacht und warst selbstständig - Bella und Du wart eng miteinander und fast immer gemeinsam in irgendeinem Häuschen zu finden. Ich bin mir sicher, Bella vermisst Dich sehr und auch Deine hibbelige Tochter, die nun wohl Waise ist...

 

Dusty, soviel wäre noch zu sagen, was ich Dir nun nicht mehr sagen kann. Ich danke Dir für Dein Vertrauen, für Deine Nähe. Meine Liebe bereitet Dich auf Deiner weiteren Reise, für die ich Dir noch alles, alles Gute wünsche. 

 

 

In Liebe , Dein Hartmut

 

 

 

Meine letzte, kleine HaWi - mein kleiner, grosser Charakter

Ich weiss nicht, ob ich zu lange gewartet habe, ob ich Dich früher hätte erlösen sollen oder ob das gar keine Erlösung gewesen wäre... Du warst scheu und vorsichtig und Dein ganzes langes Leben hast Du nicht wirklich Vertrauen aufbauen können zu den Menschen, die Dir so oft zu nahe gekommen sind. Nun ganz am Ende, als Deine Kräfte schwanden, hast Du mich näher an Dich herangelassen und heute hast Du mich damit überrascht, dass Du direkt noch Paste von mir genommen hast, bevor Dein Leben endete. 


Mein kleine, stolze, wilde Maus, mit Deinem Tod endet eine Ära, alle Deine Schwestern und Brüder sind vor Dir gegangen und Deine Mutter - meine kleine Izzy - ist nun auch schon so lange vorausgegangen. Du warst die Letzte einer grossen Familie und Ihr wart alle so tolle, grossartige Tiere. Deine Schwestern, Deine Mutter und Du, ihr kamt zu mir als Du 5 Wochen alt warst, doch ich kannte Euch seit der Geburt. 11 kleine Biester - alle agoutis... ab Euerer zweiten Lebenswoche war klar, dass Ihr keine Schmuseratten werden würdet, wild wart Ihr und flitzig und kein Plan war mit Euch zu machen. Euere Integration habt Ihr dann auch selber in die Hand genommen, so schnell wart Ihr um jede Absperrung und jeden Versuch meinerseits, steuernd einzugreifen, herumgeflitzt. Aber Ihr wart noch jung genug, Fremde kennenzulernen und Euch ins grosse Rudel einzupassen.


Du warst nicht nur die Letzte Deiner Familie, Du warst auch die Letzte vom grossen Rudel. Damit enden heute genau genommen gleich zwei Äras. 

 

Es war nicht immer leicht mit Euch, aber ich habe viel von Euch gelernt, Ihr habt mich überreichlich beschenkt. Du hast Dein Leben nun seit Juni 2012 mit mir geteilt, eine lange Zeit. Für mich wird nun vieles anders sein, aber das Geschenk Deiner Gesellschaft, die Freude an Deinem Leben teilhaben zu dürfen, das kann mir niemand nehmen. 
Ich danke Dir für alles und meine Liebe begleitet Dich auf Deiner Reise. Freundschaft stirbt icht, auch wenn die Freundin diese Welt verlässt.

 

In Liebe, Dein Hartmut

 

 

 

Gwen - so viel zu früh

Ich frage nicht "Warum ausgerechnet Du?", weil: wen hätte es denn sonst treffen sollen? Ich zürne keinem Gott, da ich an niemand glaube, dem ich die Schuld an Deinem Verfall geben kann. Es war das Leben selbst; das Leben, das so süss und lockend sein kann, das aber auch so unerbittlich, hart und grausam sein kann. 

So kurz nur war unsere gemeinsame Zeit. Ihr wart das schönste "Weihnachtsgeschenk", das man sich nur wünschen könnte.

Ganz kurz vor Weihnachten kamt Ihr quietsch-fidel und unternehmungslustig hier bei uns an - nach dem Umzug haben wir ja wieder Platz und auch die Zeit und die Möglichkeiten, Gebrauchtratten ein zuhause zu geben. Wirklich ausgesucht habe ich mir ja fast noch nie Rättchen, die zu mir zogen - aber Euch hätte man nicht besser aussuchen können, selbst aus einem Riesenangebot nicht. So aufgeschlossen, freundlich, zugewandt und lieb seid Ihr mir entgegengetreten - mein Herz, das ja leicht zu öffnen ist, wurde weit und -zack- hattet Ihr Euren Platz in meinem Leben.

Leider fiel mir alsbald auf, dass Dein rechtes Öhrchen anders stand und unbeweglich wurde und bald schon wurde die Beule an Deinem Schädel sichtbar.... Rasend schnell wuchs die Beule und gestern zeigtest Du die ersten motorischen Schwierigkeiten und Orientierungsprobleme.

Ich wusste, dass das kommen würde, doch hatte ich sooooooooo sehr gehofft, dass das Wachstum langsamer sein würde. Gwen, mein Schatz, ich wollte nicht, dass das unweigerlich Leid über Dich kommen würde - wollte nicht zu lange warten, dass Unvermeidliche geschehen zu lassen. Vielleicht hättest Du noch ein paar Tage gehabt, aber vielleich hätte ich Dir dann meinen letzten Liebesdienst zu spät erwiesen...

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So viele sind schon vor Dir gegangen. Nie habe ich mir die Entscheidung leicht gemacht, in meinem Herz wird für Euch alle immer Euer Platz bleiben. Du kleines, freches Schnuckeltier, meine grosse Freude für zu kurze Zeit... auch wenn Du nun aus dieser Welt gegangen bist, Deine Spur hast Du hinterlassen. Ich habe nur Dein Bestes gewollt und meine Liebe ist mit Dir - über den Tod hinaus.
Nun mach's gut, ich wünsche Dir eine gute Reise und bedanke mich für Dein Vertrauen und das Licht, das Du in mein Leben gebracht hast...

 

 

Dein Hartmut

 

 

 

Lise - Wer gibt mir jetzt Contra?

Lise, mein Schatz, es war schon so lange klar, dass es nicht mehr lange gehen würde. Und dann ging es immer noch ein Stück und noch ein Stück. In Dir wucherten die Tumore, schon vor einem halben Jahr sagte man mir, es habe keinen Sinn mehr, Dich zu operieren, weil die Beulen überall wuchsen. Noch im Juli haben wir trotzdem noch einen grossen Knoten vor der Brust entfernen lassen, aber da beulte sich Dein Unterleib. Schon lange bekamst Du nun Cortison und mancher hätte mich wohl nicht verstanden, wenn er die schwarze Haut an Deinem Unterleib über den harten Knoten gesehen hätte.... Aber Du zeigtest ungebrochen Lebenswillen, Kampfgeist, Eigensinn. Dass es sich dem unweigerlichen Ende nähert, war mir klar, seit Du mich nicht mehr gebissen hast. Immer weiter ging es mit hoher Geschwindigkeit in die Sackgasse, deren Ende Du nun heute erreicht hast. Seit gestern fehlte Dir die Kraft, Dich in ein Häuschen zu zwängen, doch eben bäumte sich Dein Lebenswillen noch einmal auf, als Du Dich gegen die Narkosebox sträubtest - Wenn es denn eventuell doch noch zu früh gewesen sein sollte, dann höchstens ein, zwei Tage.

 

Lischen, Du kamst mit Wilma und Mathilda vor fast genau einem Jahr hier an und mein erster Eindruck von Euch war der von Zähnen in meinem Finger - wer genau es war, oder ob jede einmal drufte - das weiss ich nicht, zu gut hattet Ihr Euch in Eurem Käfig versteckt, den wir hier in die Wohnung wuchteten. Aber ich weiss, dass kaum ein Tag verging, an dem nicht Deine Zähne in mindestens irgend einem meiner Finger landeten. So warst Du halt. Was wollte ich Dich auch fangen oder anfassen - selber schuld. Zu den anderen warst Du immer lieb und immer auch eine gern bekuschelte, geputzte, beschmuste kleine Zicke. Vielleicht waren es auch nur die Augen, die Dich gerne mal erst beissen liess und dann erst inspizieren wen's erwischt hat und was er von Dir wollte.... Menschen halt, manchmal war ja auch was leckeres für Dich in der Hand. Egal, eine Zurechtweisung brauchen Menschen wohl öfters und lieber einmal zu viel, als nicht gezeigt zu haben, wo die Grenzen sind....

Kleine Maus, ich habe immer Deine Kraft, Schönheit, Anmut und Stärke bewundert und Dich auch so oft - wenn Du denn von selber kamst - von Deiner zarten, lieben Seite erleben dürfen. Du hast so tapfer durchgehalten, Deinen Handicaps getrotzt, seit Monaten wusste ich, dass es bals zu Ende sein muss und Du hast der Krankheit doch noch oft eine Nase gedreht....

 

Du kleine Schönheit, Du wirst Deinen Platz in meinem Herzen behalten, Du wirst mir fehlen, wie die vielen anderen, die Ihr Euer Leben mit mir geteilt habt. Lise, ich danke Dir für alles, für Deine Gesellschaft, Dein Vertrauen, die Zuneigung, die Du mir gezeigt hast. Danke für Deine Gesellschaft.

Nun flieg, kleine Seele - endlich befreit von Deinem unzulänglichen Körper. Mach's gut.

 

In Liebe, Dein Hartmut

 

 

 

 

Elli - nun hast Du die anderen überholt

Noch vor einer Woche dachte ich, Du seist die gesündeste von allen. Dann bemerkte ich mitte der Woche, dass Du Deinen Kopf shcief zu halten begannst. Trotz Chloramphenicol wurde Deine Schiefhaltung stärker und Du zogst Dich zunehmend zurück. Nun meinte ich, dass auch Dein linkes Auge ein wenig vorzustehen begann.... Wenn ich nicht helfen kann, dann kann ich Dir wenigstens das Leid ersparen, das ich Dir anzumerken begann. So habe ich heute Deinen Abschied von dieser Welt erzwingen lassen - ich hoffe, es war in Deinem Sinn.

Elli, Du warst immer geduldig, hast mich nie gezwickt, hast Dich den anderen gegenüber immer freundlich, bescheiden und liebenswert verhalten. Du warst immer ein tolles Rudelmitglied und Du warst entsprechend eine beliebte Kuschelpartnerin. So sanft und bescheiden Du warst, hätte man Dich leicht übersehen können, zwischen den Rabauken und Dränglern, wenn Du nicht eine so auffallend schöne Erscheinung gehabt hättest. Mit mir wolltest Du nicht allzuviel zu tun haben, aber wenn ich Dich einsammelte, Dich untersuchen musste oder Dir Medizin verabreichen musste, warst Du immer kooperativ. Nie musstest Du zum Arzt, Dein heutiger Besuch war der erste und letzte....

Vor fast genau einem Jahr bist Du mit Bella und Lola zu mir gekommen - Du hättest gerne noch viel länger um mich bleiben können. Du warst mir stets ein Anblick, der mich mit Freude füllte, fast immer wusste ich genau, wo ich Dich suchen musste. Du warst Deinen Plätzen true und  mir stets eine treue kleine Freundin.

So vieles könnte ich Dir noch sagen, aber im Moment eines solch traurigen Abschieds wird doch alles belanglos. 

Elli, ich hoffe Du hast meine Liebe stets gemerkt und Dein Leben hier geniessen können. Auch unser letzter gemeinsamer Weg war durch diese Liebe bestimmt. Mein kleiner zarter Schatz, ich wünsche Dir eine gute Reise. Die Erinnerung an Dein sanftes Wesen wird meinn Herz erwärmen, sowie ich an Dich denke....

Danke für Alles, in Liebe, Dein Hartmut

 

 

 

 

 

Meine süsse kleine halbwilde Oma - Nun hast Du Dich auf gemacht...

... still und unbemerkt hast Du Deine Reise angetreten und lässt uns in dieser Welt zurück. Es bekümmert mich, dass ich in Deinen letzten Tage so wenig Zeit für Euch hatte - aber viel Zuwendung hättest Du sowieso nicht zugelassen. Vorgestern wunderte ich mich beim Einschlafen, dass Du zu mir kamst und an meinem Kissen zupftest, bis ich Dir mein Kissen als Leiter in den Dom zur Verfügung stellte. Das war das erste Mal, dass Du so deutlich mit mir kommuniziertest - und es war das letzte Mal, dass ich Dich wirklich 'fit' erlebte. Du hast mir vor zwei Wochen einen grossen Schrecken bereitet, als ich Dich ganz träge vorfand - Untersuchung beim Tierarzt ergab nicht viel, zumal Du Dich mit aller Dir zur Verfügung stehenden Kraft und allen Waffen gegen eine Untersuchung wehrtest.... Die Depot AB Spritze gab uns Aufschub, Dir noch zwei letzte, schöne Wochen - aber wir konnten nicht aufhalten, was unaufhaltsam auf Dich zukam. Der Tod kommt immer ungelegen, wem sag ich das?... Dir wird er auch nicht wirklich willkommen gewesen sein.

Am 17.06.2012 kamst Du mit Izzy und Deinen 4 Schwestern im Alter von 5 Wochen hier zu uns. Ihr habt uns unendlich viel Freude bereitet, uns aber auch die Haare raufen lassen. Ihr Halbwilden konntet grosse Herausforderungen für mich bereiten, Arztbesuche und OPs waren aufwendige, stressige Ereignisse, die von langer Hand vorbereitet werden mussten... Aber Ihr wart auch immer Quell der Freude und des Glücks. Ich muusste akzeptieren, Euch -bis auf Deine Schwester Minimupp- meist nur von Weitem sehen zu können und Euch zu beobachten, wie Ihr Euch fast wir richtige Wildtiere benahmt. Euer grosses Rudel, in das Ihr Euch gut eingefunden hattet, gibt es nun gar nicht mehr - Du hinterlässt nur Deine letzte Schwester, die nun alleine ist und der nun meine Sorge gilt. 

Ach, Du kleine Süsse, ich habe Dir nie einen Namen gegeben - denn wozu braucht man Namen, wenn keiner daruf hört und man die Gerufenen nicht unterscheiden kann, weil man sie nur im Flüchten oder Vorbeihuschen sieht? Aber glaube mir, dass ich Dir keinen Namen gab, ist kein Zeichen fehlender Liebe gewesen: Mein Herz schlug stets für Dich und Deine Schwestern und Ihr habt mich wirklich glücklich gemacht.

Nun flieg kleine Seele, lass Dich nicht aufhalten! Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Reise, in meinem Herz bleibt Dir Dein Platz erhalten. Entschuldige alle Missverständnisse - ich habe es stets nur gut mit Dir gemeint. Und Danke für die wundervolle Zeit, Dein ganzes Leben, das Du an meiner Seite gelebt hast. Meine Liebe begleitet Dich...

 

 

 

Dein Hartmut

 

 

 

 

Lola - Nun hat uns Dein Glück doch verlassen

Was war ich erleichtert, als sich die dicke Backe bei Dir dann doch als Abszess entpuppte und der zunächst diagnostizierte Tumor so viel kleiner war, als befürchtet. Am Samstag wurde Dein Abszess geöoffnet und Du sahst shcon wieder fast normal aus, bis auf das Loch in Deiner Wange. Heute hätte die grosse Wundhöhle eigentlich nur erneut ausgeräumt werden sollen, doch die Narkose war zuviel für Dich....
Lola, es schmerzt, mich von Dir zu verabschieden. Du warst das blühende Leben, ein kleiner Quirl, ein Teppichtorpedo, eine Trickserin. Immer wenn ich meinte, Du liessest Dich ohne Widerstreben in die Hand nehmen, dann machtest Du im allerletzten Moment Dein Tricks-Manöver und soo oft bist Du mir mit diesem Trick entwischt um kurz später dann doch von selber anzukommen. Es gibt Leute, die bestimmen, was abgeht. Und so eine warst Du. Immer Anwärterin auf den Chefposten. Immer vorneweg, frech, kiebig und doch so zart und liebenswert. 
Es hilft kein hätte, würde, könnte, es ist nun wie es ist. Wer weiss, wie sich Dein Abszess entwïckelt hätte. Vielleicht war es der richtige Moment. Vielleicht bist Du einer Quälerei entgangen. Wie dem auch sei, nun bist Du fort. Und wieder bleiben wir zurück, Dein Rudel und ich - und wieder haben wir eine unserer Liebsten und Besten aus unserer Mitte verloren. Was mir bleibt ist die Erinnerung an eine wunderschöne Zeit mit Dir. An Dein Vertrauen, an Deine Nähe, Deine Anmut und Schönheit, an Dein keckes Wesen. Ich danke Dir für all den Glanz, den Du in mein Leben getragen hast. Ich danke Dir für Deine Gegenwart, für die Freude, die Du mir geschenkt hast. Du behältst Deinen Platz in meinem Herzen. Wenn ich an Dich denke, wird ein Schmunzeln nicht fern sein und meine Seele wird das weiche Streichen Deiner Haare spüren.

Mach's gut. Lass Deine Seele fliegen. Meine Liebe ist bei Dir.

Dein Hartmut

 

 

 

 

 

 

Minimupp - meine kleine wilde Liebe

 

Es fällt mir schwer, unsere besondere Beziehung richtig zu beschreiben. Ich lernte Dich kennen, als Du ein Baby mit geschlossenen Augen warst, wir merkten - sowie Ihr die Augen öffnetet - dass Ihr nicht so einfach zu bändigen sein würdet. Als junge Mädchen schon wart Ihr kaum wieder einzufangen und nur per Korkröhre brachte ich Euch abends wieder in Eure Voliere. Von Hand wäre mir das nicht gelungen. Ihr habt mich ausgetrickst, als ich Euch integrieren wollte - links und rechts sprudeltet Ihr einfach an der Abspreeung vorbei. Ihr habt mir so viele Stunden der freudigen Beobachtung geschenkt, wenn Ihr scheu und doch so neugierig durch die Rohre flutschtet. Ich sage Ihr und dennoch warst Du mir stets etwas ganz besonderes, eine Königin unter Königinnen. Du warst die Einzige, die immer ankam, deren Namen ich nur rufen musste und alsbald kamst Du angehuscht. Du konntest aufdringlich sein, Du klettertest auf uns herum, so viele Nächte hast Du neben meinem Kopf auf der Matratze geschlafen, warst mir eine treue, süsse, scheue, kleine Freundin. Nur anfassen durfte ich Dich nicht. Selbst dann nicht, wenn Du von Dir aus auf mir herumturntest. Nüsse haben wir immer zusammen gegessen und oft hast Du dabei mehr abbekommen als ich. Du warst sooooooooo schnell: Nuss nehmen, wegbringen und verstecken und wieder kommen, Nuss ergattern....
Minimupp, Du wirst mir sooooooo sehr fehlen. Deine neugierige und doch zögerliche Art, mich zu erklimmen. Deine nächtlichen Besuche - selbst wenn Du mir nur das Kopfkissen leerräubern wolltest. Deine fordernde Art, Leckerlis zu bekommen, die Seelbstverständlichkeit, mit der Du bestimmtest, wie weit unser Kontakt gehen durfte. 
Ihr halbwilden seid so schöne, stolze, eigene Tiere. So wild, dass Ihr nicht wirklich in die Gesellschaft der Menschen passt. So zutraulich, dass es draussen auch nicht gehen würde. So scheu, dass man sich manchmal nicht bewegen darf, so selbstverständlich, dass man sich entschuldigt, wenn man Euch erschreckt hat. Ihr seid edle Wilde, stark und doch so zart.
Hättest Du nicht so langsam über Wochen abgebaut, hättest Du Zeichen von Schmerz gezeigt, hätte ich Dich ohne Kampf und heftige Gegenwehr untersuchen können, dann hätte ich vielleicht etwas davon gemerkt, dass Du eine Gebärmutterentzündung bekamst. Ich weiss nicht, ob ich Dich hätte retten können - Medikamente in Euch hineinzubekommen ist eine ausserordentlich komplizierte Angelegenheit. Ich hätte es versucht, aber warum auch immer hatte ich nicht einmal die Ahnung eines Verdachts. Ich hätte Dir so gern geholfen, hätte Dich so gerne noch etwas um mich gehabt.
Minimupp, Du hast mir eine so unendlcih schöne Zeit geschenkt, Dein ganzes Leben hast Du mit mir verbracht. Ich danke Dir für Dein Vertrauen. Für all die schönenen Momente, für das grosse Glück, dass Du in mein Leben gebracht hast. Ich liebe Dich und kann es gar nicht hoch genug einschätzen, was ich mit Dir für ein aussergewöhnliches Wesen kennenlernen durfte. 
Nun lass Deine kleine Seele fliegen, meine Gedanken sind bei Dir.

 

 

In Liebe, Dein Hartmut 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mathilda - mein kleiner Wirbelwind

Als Ihr am 27.09.2013 bei uns angeliefert wurdet in Eurem Käfig mit dem sicheren Versteck unter der Etage, wohin man nur von oben und blind fassen konnte, lernte ich erst Eure Zähne und erst später Euch kennen. Trotz blutüberströmter Finger habe ich Euch trotzdem aus dem Versteck gezerrt, es sollte doch klar sein, wer hier das sagen hat.... Wer hier bestimmt, habe ich inzwischen gelernt ;)
Die ersten Tage wart Ihr im Auslauf nicht zu sehen, nachdem ich Euch unter grössten Anstrengungen mitsamt Eurem Käfig in den Flur geschoben hatte. Still sass ich bei Euch und wartete, dass mal eine von Euch den Mut fassen würde, zumindest über mein Bein zu huschen. Es dauerte Wochen bis auch bei Dir das Eis so langsam taute - was habt Ihr Euch seitdem verändert. Aus anfänglicher Scheu und Angst wuchs langsam, langsam, langsam Vertrauen. Bis zuletzt war ich Dir aber nie so ganz geheuer. Was solls? Als Ratte braucht man Menschen auch nicht wirklich dringend, wenn man mit seinesgleichen seine Freude haben kann. Du warst immer ein Wirbelwind, stets bereit mit wahnwitzigen Stunts den kurzen Moment meiner Unachtsamkeit zu nutzen um Dich notfalls aus grosser Höhe aus meinem Griff zu stürzen. Dann aber kamst Du auch immer wieder von Dir aus an. Ein Mensch ist ok, wenn man selbst entscheiden kann, ob man ihn besucht oder nicht.
Mit Deinem Herumgeflitze hast Du uns oft amüsiert, Du warst so lebhaft, so flink und warst immer da, wo man Dich nicht vermutete. Dafür warst Du meist nicht dort, wo ich Dich suchte. Auch in den Domen warst Du Meisterin des gehobenen Versteckspiels. Oft habe ich an meinen Sinnen gezweifelt, wenn ich die Dome zum xten Mal durchkämmte und Dich nicht fand. Und auch beim Rückweg aus dem Auslauf hatten wir beide oft unsere Versteck- und Kriegmichdoch-Spielchen. Und wenn Du dann unter dem Schrank sassest und ich Dich darunter herausbefördern wollte, dann setzte es fliegende Zähne. Wie oft habe ich Deinetwegen geblutet....
Und nun blutet mir das Herz, weil es zuende mit Dir ist. Weil ich Deinem Leben ein Ende gesetzt habe, auch wenn es vielleicht ein wenig vor der Zeit war: Vor 6 Wochen habe ich Dich operieren lassen, ein fieser harter Tumor seitlich an Deinen Rippen. Er war leider mit der Muskulatur verwachsen, so dass er nicht komplett entfernt werden konnte. In den letzten Wochen wucherte er dann wieder los und hatte nun eine beträchtliche Grösse erreicht. Du wurdest in den letzten Tagen immer zurückhaltender und konntest auch Deine Beine nicht mehr leicht bewegen. Von Wirbelwind war nicht mehr viel zu ahnen.
Mathilda, ich wollte nicht, dass Du Schmerzen leiden musst, ich wollte nicht warten, bis es zu spät sein würde, Dir rechtzeitig zu helfen. Deshalb habe ich mich entschieden, die letzte Liebestat, die ich Dir erbringen kann, lieber zu früh als zu spät zu begehen. Ich hoffe, Du verstehst. Ich hoffe, es war so in Deinem Sinn.
Mathilda, ich danke Dir für die schöne Zeit, die Du mir geschenkt hast. Für Dein Vertrauen, einen grossen Teil Deines Lebens mit mir zu verbringen. Ich habe Deine Freundschaft genossen.

Matsche, Matjes, mach's gut. Ich wünsche Dir eine gute Reise. Du behältst einen warmen Platz in meinem Herzen.

 

In Liebe, Dein Hartmut


 

 

 

 

Machs gut meine kleine halbwilde Prinzessin

 

Ich habe kein Bild, auf dem ich Dich wirklich erkennen könnte. Ich habe nur Bilder von Eurem Rudel...

Ich habe Dich in meinem Herzen begraben und Deinen Körper im Garten. Meine geliebte kleine, edle, stolze, wunderschöne Prinzessin. Ich hatte keinen Namen für Dich, weil ich Euch kaum lange genug und komplett genug zu sehen bekam, um Euch zu unterscheiden. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit habe ich Euch bewundert, wie Ihr stolz, edel und flink durch mein Zimmer saustet. Das heisst, Deine verbliebenen Schwestern, ebenfalls Prinzessinnen werde ich weiter bewundern. Aber Du wirst nicht mehr unter ihnen sein - Du wirst mir und Deinen Schwestern schmerzhalft fehlen.
Lange Zeit habe ich gehört, dass Du sporadisch Atemgeräusche machtest, mit Antibiotikum brauchte ich Dir nie zu kommen. Paste ja, aber sowie da etwas hineingemischt war, hast Du Dich mit Ekel abgewendet. Mehrmals habe ich versucht, Deiner habhaft zu werden und mit Dir einen Arzt aufzusuchen, aber Du warst immer flinker und flotter als ich und bevor wir eine grausame Jägerei veranstaltet hätten, habe ich dann von Dir abgelassen. Gestern bemerkte ich dann, dass Du etwas desorientiert warst, den Kopf leicht schief hieltst und eierig durch die Gegend liefst. Heute erwischte ich Dich - natürlich nach den Sprechzeiten der Tierklinik - in Deinem Haus und bin mit Dir schnell dennoch hingebraust. Was war es, Schatz? Ein Auge war auffallend nicht dort, wo es genau hingehört hätte, Dein Kopf leicht asymmetrisch und Dein Zustand bemitleidenswert. Wir beschlossen, Dich gehen zu lassen - nachdem Du immer so wild und eigenständig gelebt hast, wolltest Du sicher kein Pflegefall werden und wolltest nicht, dass der Affe Dir dauernd zu nahe kommt. Du solltest keine Schmerzen haben und Dein Leben nicht leidend beenden. Ich hoffe, Du hast es verstanden, dass ich in Bewunderung und Liebe zu Deinem ungezügelten und wilden Wesen meinte, in Deinem Sinn zu handeln.
Im Juni 2012 seid Ihr 5 wundervollen Prinzessinnen mit Euerer Mutter Izzy hier eingezogen. Ich habe mir alle Mühe dieser Welt gegeben, Euch Halbwilden Feenwesen alles zu ermöglichen, was in Euerer Natur liegt. Artgerecht wäre für Euch wohl nur die Freiheit gewesen - aber wir waren immer nah dran. Ihr habt meine Gegenwart geduldet, ich habe mich über Eure gefreut.... Manchmal haben wir die Grenzen niederreissen können und uns unsere gegenseitige Achtung und Freundschaft zeigen können.
Ihr Halbwilden seid so herrliche und stolze Wesen - elegant und schön wie Rehe, schreckhaft und doch neugierig, freundlich und bestimmt und sozial, schlau und anmutig in Eurer Blitzgeschwindigkeit.
Mein kleiner Schatz, ich danke Dir von ganzem Herzen für Deine Freundschaft, für die Erfahrung, halbwilde Freunde zu haben - den tiefen Blick in Euere Natur. Ich danke Dir für Dein Vertrauen. Du ruhst in meinem Herzen.....


Mach's gut. Meine Liebe ist bei Dir....

Dein Hartmut 

Lotte, Jade, Pia und Swattje - hier endet unser gemeinsamer Weg durch diese Welt

Es fiel mir unendlich schwer, die Entscheidung zu treffen, Euch gehen zu lassen. Immer wieder schwankte ich zwischen der Hoffnung, Euch doch noch ein wenig helfen zu können, und der Hoffnungslosigkeit und dem schlechten Gewissen wegen Eures Zustands. Ihr alle, alle 9 aus Eurer Familie, die Ihr bei mir gelandet seid, Lani, Ates, Schnute, Fee, Mia und Ihr 4 habt alle möglichen, erdenklichen fiesen Krankheiten durchlebt. Ihr habt Riesentumore gehabt, Ihr seid immer wieder operiert worden und immer wieder kamen neu Beulen. Lani, Ates, Schnute, Fee und Mia sind Euch bereits vorausgegangen, bis zuletzt war ich hin und hergerissen, Euch doch noch einmal operieren zu lassen. Euer Anblick beschämte mich und Mitleid und Schuld trafen mich tief in meinem Innersten. Ich weiss einfach nicht, was richtig, was falsch gewesen wäre oder ist. Ich weiss nur, dass keine langfristige Hoffnung mehr bestanden hätte und dass Ihr alle über kurz oder lang hättet leiden müssen. Leiden ohne echte Hoffnung auf eine Besserung.... Was soll es dann noch? Ich habe nun so entschieden, wie ich entschieden habe. Glaubt mir: ich habe in tiefer Liebe und in einem ohnmächtigen Gefühl von zuviel Verantwortung für Euer Wohl das getan, was ich letztendlich für die einzig richtige Entscheidung hielt und halte.

Lange habt Ihr meinen Weg begleitet. Ihr wart an meiner Seite, ich habe stets versucht, Euch im Rahmen meiner Möglichkeiten das zu bieten, was ich für ein schönes Rattenleben halte. Ich hoffe, es hat Euch gefallen. Ich wünsche mir, dass es ein gutes Leben war, dass Ihr immer wusstet, dass Ihr nur einfach Ihr sein müsst und dass Ihr immer meine aufrichtige Bewunderung, Liebe und Freundschaft hattet. Verwunden, kurvig, zufällig und unvorhersehbar sind die Wege des Lebens. Sie schneiden einander, winden sich, entfernen sich voneinander und führen wieder zueinander.... Ihr wuchst zusammen auf, dann trennten sich Eure Wege und doch kamt Ihr hier wieder unter einem Dach wenn auch nicht in einem grossen Rudel unter. Jade, Du kamst mit Deiner Truppe Ende April 2012 zu mir und Ihr drei, Lotte, Pia und Swattje seid dann im Februar dieses Jahres mit Schnute und Mia hier eingezogen. Für Euch war es ein grosser Teil Eures Lebens, den Ihr hier verlebt habt. Ich habe erleben dürfen, wie Ihr Euere ursprüngliche Scheu Stück um Stück ablegtet, wie Ihr immer mehr Vertrauen zu mir fasstet. Ich habe es so sehr genossen, Euch mit Eueren jeweiligen Eigenarten und Liebenswürdigkeiten, mit Eueren Vorlieben, mit Euerer Neugier, Euerem Zutrauen, Euerer Zuneigung um mich zu haben. Ihr habt mir sooooooo viel geschenkt, so viel gegeben, mich so an Euerem Leben teilhaben lassen. Dafür bin ich Euch unendlich dankbar. Auch wenn sich unsere Wege trennen, dann bleiben Eure Spuren doch in mir erhalten. Es bleibt die Wärme in meiner Seele, wie in einem frisch verlassenen Nest. Die wundervolle Freundschaft, die ich mit Euch erleben durfte, endet nicht mit Euerem Tod. Auch wenn wir unseren Kampf verloren haben, so habt Ihr mir doch immer wieder gezeigt, dass Liebe nie vergebens ist, dass es sich immer lohnt zu kämpfen. Die Kraft und die Selbstverständlichkeit, mit der Ihr den Widrigkeiten des Lebens getrotzt habt und dabei nie den Mut verlort, ist Bestätigigung und Ermutigung, sich immer wieder neu auf die Freundschaft und auf die Liebe einzulassen. Ihr wart grossartig und habt einen unermesslichen Schatz in meinem Leben zurückgelassen.

Meine Liebe begleitet Euch auf Eurer Reise. Ich danke Euch für Alles.
Ihr habt die Welt bunt und lebenswert für mich gemacht.......

Euer Hartmut

 

 

 

 

 

Fee - kleine Charakterprachtratte....

So lange hast Du nun meinen Weg begleitet, so lange habe ich den Weg mit Dir gehen dürfen. Du kamst im Ende April 2012 mit Jade, Ates, Zora, Hanni und Lani zu mir und Ihr wart so richtig echt und wirklich scheu. Am Anfang habe ich mich gefreut wie Bolle, wenn Ihr nicht von mir weg geflitzt seid wenn ich wagte mich zu bewegen. Dann habe ich mich gefreut, wenn Ihr es wagtet, einmal auf mich zu steigen. Es verging eine lange, lange Zeit, in der wir uns immer höchstens von Weitem sahen. Ihr seid mit der kleinen Wilden Zora gross geworden - da habt Ihr Euch wohl einiges an Menschenscheu abgeschaut.... Aber langsam, ganz langsam fasstet Ihr Vertrauen und Dich konnte ich irgendwann tatsächlich sogar fangen und festhalten. Bis zu letzt hast Du das nicht gerne gehabt, deswegen habe ich wohl auch die jüngste Entwicklung Deines Riesentumors am Bauch nicht schnell genug erkannt. Ich hatte Dich noch in der Wochenmitte in der Hand, da war Dein Tumor noch zwar riesig aber dennoch unauffällig. Gestern sah ich mit Entsetzen, dass er nekrottisch geworden war, sich geöffnet hatte, eiterte. Von oben sah man gar nichts. Klar, gut laufen konntest Du schon lange nicht mehr, aber das hinderte Dich ja nie daran, morgens die Erste am Napf zu sein. Es hinderte Dich nicht an Deinen Spazierenrutschgängen im Zimmer. Es hinderte Dich nicht, mir wenn ich das Zimmer betrat, entgegengerutscht zu flitzen immer in der Hoffnung, Multivitaminpaste ergattern zu können.... Auch Deine Atmung war schon lange angeschlagen und alle Behandlungsversuche halfen nicht wirklich weiter. In den 1 1/2 Jahren, die wir unser Leben teilten, hast Du stets einen unglaublich festen Willen, einen geraden Charakter und ein immer weiter wachsendes Vertrauen gezeigt. Es tat mir oft weh, zu sehen, wir Du immer älter wurdest und immer weiter abbautest.
Mit Deinem wachsenden Vertrauen hast Du mir so viel Freude gemacht, mit Deiner immer ausgewogenen, mässigenden Art hast Du einen wohltuenden EInfluss auf das Rudelgeschehen gehabt. Du warst ein Fixpunkt des Geschehens, ein Fels ind er Brandung, eine Konstante im Rudel, ein fester Bestandteil meines Lebens. Du warst eine prächtige, wunderschöne, stolze Kämpferin. Eine echte, wahrhaftige Prachtratte.
Es fällt so schwer, immer und immer wieder den Kampf gegen das Altern, den vergeblichen Kampf gegen diese ewigen Scheisstumore zu erleben, mitzukämpfen, zu verlieren und immer wieder und wieder Abschied von einer geliebten Freundin, wie jetzt von Dir, nehmen zu müssen. Ich hab Dich immer 'meine Lieblingsfee' genannt, jeden Abend war ich erleichtert und hocherfreut, wenn Du Dich irgendwann hast blicken lassen. Jeden Morgen warst Du eine der Ersten, die mich begrüsste. Das wird mir fehlen. Du wirst mir fehlen.
Ich habe Dich gehen lassen, auch wenn Du vielleicht noch eine kurze Zeit hättest weiterleben können. Vielleicht war das nun ein wenig zu früh, aber lange hätte es nicht mehr gedauert und das Leben wäre Dir eine Qual geworden.
Mein kleines Herzchen, meine Lieblingsfee, ich danke Dir für die schöne Zeit mit Dir, für Dein Vertrauen, für all das Gute, was Du mir gezeigt und geschenkt hast. Geh nun unbeschwert und lass mir all die warme Erinnerung an Dich zurück. Nimm meine Liebe mit auf Deine Reise......

Dein Hartmut

 

 

 

Mia - Lass Deine Seele fliegen

...frei und unbeschwert. Lass Deine Seele vom Wind tragen, so wie es Dein maroder Körper nicht mehr konnte.
Du warst eine echte Charakterratte. Unbeirrbar, stark, verfressen und doch auch zart und scheu, manchmal spröde. Am Ende warst Du aber vor Allem nur noch eines ganz besonders: lieb.
Die Tumore wucherten und wucherten und Dein Körper wurde immer beuliger. Zum Operieren bestand bei der Anzahl Beulen schon keine Chance mehr, als ich sie in Deinem Speck bemerkte. Nun blutetest Du auch noch aus der Scheide. Ob Infektion oder Tumor wollte ich gar nicht mehr feststellen lassen. Beidseitige, hartnäckige Bumbles machten Dir das Gehen eh schon schwer genug, Tumore die immer strammer wurden und bald zu platzen drohten und eine Gebärmutterentzündung obendrauf... Irgendwann überwiegt die Sorge um Dein Befinden jede Hoffnung auf Besserung. So habe ich Dich in Würde gehen lassen, bevor es noch schlimmer werden konnte. In Deinem letzten klaren Moment sasst Du auf meinem Arm und schlabbertest Paste. Zufrieden, gierig, in Deinem Element.
Mia ich kenn Dich nun schon so lange. Als junges Ding hab ich Dich kennengelernt mit Deinen Schwestern hab ich Dich in Empfang genommen, ich war dabei als Ihr zu Alienne zogt und ich hatte Euch zu Besuch. Und dann im Februar diesen Jahres seid Ihr ganz hier eingezogen. Ihr wart Fremden nicht wirklich aufgeschlossen und die Halbwwilden im Zimmer machten eine Integration weitestgehend unmöglich und so richteten wir uns darauf ein, dass Ihr im Flur Auslauf hattet und im Wohnzimmer in Eurer Voliere lebtet und die anderen eben im Zimmer.
Nach dem Einzug der Vechteranerinnen und der Romy-Ratten machten wir dann einen Anlauf, Euch Gruppen zusammenzusetzen und siehe da, in Euerer Altersweisheit konntet Ihr Euch auf die Neuen einlassen und so wurdet Ihr eine grosse, schöne, harmonische Gruppe.... die Du nun leider viel zu früh verlassen musstest.
Die Krankheit, die über Dich kam und mehr und mehr von Deinem Körper frass, ist einfach ungerecht. Sie ist fies und grausam. Aber Du hast stets das Beste aus Allem gemacht und ích glaube wirklich, Du hast gerne hier gelebt. Du hast überhaupt gerne gelebt. Du warst gerne inmitten Deiner Gruppe, Deines Rudels, immer mittendrin und gerne auch mal unter allen. Kuscheln mit den anderen war Dir stets lieb und Geselligkeit hast Du gesucht. Nicht mit mir aber mit den anderen Ratten. So soll es ja auch sein.

Mia, ich danke Dir für all die Freude, die Du mir gemacht hast. Ich danke Dir, für die Geduld, die Du mit mir hattest. Ich danke Dir für Dein Vertrauen und für Deine Zuneigung. Ich danke Dir für Dein Leben, an dem ich teilhaben durfte. Danke für die wunderschöne Zeit.

Und  nun geh, flieg kleine Seele. Mach's gut. Ich denke an Dich und lasse meine Liebe Dich begleiten.
In meinem Herz behältst Du Deinen Platz.
Dein Hartmut

 

 

 

 

 

 

 

Schlitzohr - Geh mit meiner Liebe

Schlitzi, Du hast Dich so tapfer gehalt, so wacker gekämpft, soooo viel Lebensmut gezeigt. Dein Wille war bis zu letzt ungebrochen, Dein Körper machte schliesslich nicht mehr mit.
Du kamst am 01. Juni dieses Jahres als letzte Überlebende Deines Rudels zu mir und solltest hier schnell Anschluss finden. Zunächst lerntest Du Hanni kennen und zogst schon sehr bald mit der alten kleinen Dame zusammen. Eure Integration mit Seetha und Hexe war nicht einfach, weil Seetha sich von ihrer borsteligen Seite zeigte. Schon bald verliessen erst Hanni und dann Hexe uns und Du lebtest eine gute Zeit mit der inzwischen  aufgetauten Seetha zusammen aber auch das endete dann mit Seethas Abschied. Lange habe ich versucht, Dich mit den Hudern zusammenzubringen, das ging auch im täglichen gemeinsamen Auslauf immer ganz gut, zusammenziehen konntet Ihr aber wegen der kleinen Streitigkeiten noch nicht. Als dann die Vechteranerinnen kamen, haben wir es mit denen versucht und alles verlief langsam aber harmonischer, so dass Ihr nach einer gewissen Zeit tatsächlich zusammenziehen konntet. Parallel zu den immer wieder wechselnden Rattenbekanntschaften verlief Deine Krankengeschichte - undramatisch aber stetig schlechter werdend....
Du kamst noch glatt und anscheinend gesund hier an, aber schon bald zeigten sich Beulen an Deinem Körper und als dieses immer grösser wurden, habe ich in einer Operation zwei grosse Tumore bei Dir entfernen lassen. Du erholtest Dich gut, aber ein Tumor war Dir zunächst geblieben und als auch der immer grösser wurde, liess ich auch den noch trotz Deines sich langsam entwickelnden Schiefkopfes noch entfernen. Du öffnetest die Naht und als ich Dich in die Notreparatur geben musste, ergab eine eingehendere Untersuchung die fatale Prognose. Tumoröse Veränderungen an Blase und Leber, Blut aus der Scheide und ein zunehmender Schiefkopf. Wo andere vielleicht aufgegeben hätten, nahmst Du den Kampf auf und erholtest Dich und zeigtest Kampfgeist und Lebenswillen. Zunächst musste die schlecht verheilende Naht noch abheilen, dann konnten wir endlich mit Cortison gegen den Verlauf Deiner Krankheiten gegensteuern. Doch am Ende half natürlich alles nichts.... Den heutigen Auslauf hast Du noch abgewartet, da stiefeltest Du kalt und schwach noch aus Deinem Häuschen um noch eine halbe Stunde in meiner warmen Hand zu liegen und Dich dann aufgewärmt auf Deinen weiteren Weg zu machen.
Schlitzi, Du hast mich tief beeindruckt, Du hast mir Zuneigung und Vertrauen geschenkt, Du hast mich so oft so nah an Dich herankommen lassen, mich viele Sachen mit Dir machen lassen, die Dir sicher oft unangenehm waren. Aber Du hast mir vertraut.
Kleine liebe Schlitzohr, ich danke Dir für Deine Gegenwart, für Deine Freundschaft und für Dein grosses Vertrauen. Du hast tiefe Spuren in meinem Herzen hinterlassen, kleine tapfere Kämpferin. Meine Liebe, die Dich im Leben umgab, geht mit Dir auf Deine Reise. Ich sende Dir Küsse und Liebkosungen und trage Dich in meiner Seele.

Mach's gut. In Liebe, Dein Hartmut

 

 

 

Izzy - eine kleine Königin hat sich auf den Weg gemacht

Heute erschienst Du nicht zu Deiner Zeit, eine der ersten jeden Abend. Du sasst nicht selbstbewusst vor meinen Füssen und wartetest auf Deine Portion Paste. Ich dachte zunächst nichts dabei, denn wir hatten Besuch und wenn Besuch da war, dann hast Du Dich schon öfter nicht herausbegeben, sondern in Deinem Versteck gewartet, bis der Besuch gegangen war um dann später aufzutauchen und Deine Paste einzufordern. Heute kamst Du auch später nicht und nun weiss ich, Du wirst gar nicht mehr kommen. Meine kleine Izzy, die Du mir mit Deiner Mischung aus Scheu, Freundlichkeit und Selbstbewusstsein immer wieder vor Augen gehalten hast, was für eigene Charaktere Ihr Rattens so seid.
Am 17.06.2012 zogt Ihr bei mir ein und habt mein Leben verändert. 1 1/2 Monate zuvor warst  Du im Tierheim aufgeschlagen, ein kleines zartes Mäuschen, das sich sehr schnell als gefüllt herausstellte. Zur Ausfzucht Deiner Kleinen zogst Du zu Catharina und wir begannen sehr bald zu ahnen, was Du für eine Brut in die Welt gesetzt hast, als Deine kleinen Kinderchen alle agoutifarben waren und kaum, dass sie die Äuglein öffneten scheu und flitzig und ganz und gar abweisend auf uns reagierten. Nun ja, da hattest Du Dir wohl einen wilden Kerl angelacht. Du zogst mit Deinen Töchtern dann zu mir und Deine Söhne suchten nach einem neuen Wirkungskreis. 3 von Deinen Söhnen sind jetzt in Koblenz, die anderen 3 sind bei Catharina geblieben. Deine Töchter entwickelten sich hier prächtig und sind für Halbwildenverhältnisse verdammt zutrauliche Schnuckis geworden, liebenswert ja allemal. Eines Deiner Töchterchen ist nun schon vor Dir gegangen.
Du warst eine unglaublich selbstständige und selbstbewusste Rattendame, eine Geniesserin, eine kleine Königin. Nahezu jedes Schlummerchen hast Du an einem anderen Platz im Zimmer gehalten, es war nie leicht Dich zu finden, weil Du immer warst, wo Du sein wolltest. Aber man konnte Dich rufen. Meistens kamst Du dann, manchmal auch niicht. Einer Königin befiehlt man ja auch nicht. Nun wirst Du nicht mehr kommen, wenn ich rufe. Aber wenn ich Dich in Gedanken rufen werde, wirst Du immer in meinem Herz erscheinen, da bin ich mir sicher....
Izzy, Du bist viel zu früh gegangen. Ich habe keine Ahnung warum. Du warst nie krank, hattest keine Tumore, keinen Schnupfen, warst immer aufgeräumt und gut gelaunt, interessiert und freundlich. Aber oft, sehr oft, hab ich mir eiine gefangen, wenn ich Dich streicheln wollte. Du kamst immer wieder an und stiefeltest auch auf mir herum, aber fürs Anfassen, gabs die Zähne. Ich habe trotzdem nie daran gezweifelt, dass Du mich magst. Königinnen fasst man eben nicht einfach so an.
Izzy, kleine Dame, liebe Freundin, ich wünsche Dir eine Gute Reise. Mach's gut. In meinem Herzen ist immer Platz für Dich.

Dein Hartmut

 

 

 

Ates - eine wilde Dame macht sich auf den Weg

Ates - Wildratten müssen nicht Agoutis sein, auch black hooded steht einer wilden Seele ausgezeichnet.... Du bist mit der wilden Zora gross geworden und hast Dir alles bei ihr abgeschaut, was eine Wilde Wildes an sich hat. Als es Dir noch besser ging und Du noch jünger warst, war es hoffnungslos für mich, Dich zu fangen. So habe ich Dich in unserer ganzen langen Zeit höchstens 20mal in der Hand gehabt, am öftesten in den letzten Tagen. Dir blieb mehr und mehr die Luft weg und auch der Besuch beim Nottierarzt am Sonntag Abend konnte nur einen kleinen Aufschub bringen. Ich sah Dich kaum leiden, dafür warst Du zu schnell weg, wenn ich in Deine Nähe kam, aber ich hörte Dich um Luft kämpfen und ich weiss, dass ich Dich nicht Dir selber überlassen durfte.
Ich musste die Entscheidung treffen, Dein Leben beenden zu lassen, weil ich mit der Entscheidung, es nicht zu tun viel grössere Schuld auf mich geladen hätte. Ach Ates, ich hoffe, Du hast begriffen, dass ich aus Liebe so entschied. Deinen kleinen Körper habe ich in der Klinik gelassen, Du brauchst ihn ja eh nicht mehr. Ein Blick in Deine Lunge offenbarte sehr viel zerstörtes Gewebe, eine Probe des Gewebes geht nun in die Pathologie. Nachdem vor  Dir schon Zora und Kralle eine ähnliche Erkrankung erleiden mussten, hilft Dein toter Körper nun hoffentlich, den Rest Deines Rudels zu schützen und festzustellen, was Dich dahingerafft hat.
Kleine wilde, biestige, scheue, geliebte Ates - viel wolltest Du noch nie mit mir zu tun haben, aber wir beide haben uns arrangiert. Die Halbwilden waren so ganz Deine Kragenweite und so glaube ich, dass es Dir hier -trotz meiner Gegenwart- recht gut gefallen hat. Ich habe jedenfalls mein Möglichstes gegeben, Dir ein schönes, buntes Rattenleben zu ermöglichen. Und lieben kann ich auch von Weitem!
Ich bin betrübt, Dir nicht grösseren Schutz geboten haben zu können, schockiert von der Rasanz mit der Dein Verfall vonstatten ging, verzweifelt vor Angst, es könnte etwas gefährliches, ansteckendes gewesen sein.
Noch vor zwei Wochen hätte ich nicht gedacht, dass Du so bald Deine Weiterreise antreten würdest.
Ates, kleiner Engel, es war schön, Dich um mich zu haben, Dich mit den Halbwilden toben zu sehen, eine wilde Seele in ihrem Element. Du hast mir viel Freude bereitet und dafür danke ich Dir aus ganzem Herzen. Es war eine schöne, wilde Zeit mit Dir. Sie hätte noch sooooooooooooo lange dauern dürfen....
In tiefer Liebe, Dein Hartmut

 

 

 

Kralle - ich konnte Dir nicht einmal mehr helfen

Kralle, meine wunderschöne Halbwilde, Prinzessin der Dämmerung, geliebtes kleines Wildtier, Zukerstück... ich habe mich höllisch erschreckt, als ich Dich eben sah, wie Du den Mund aufrisst und nach Atem rangst. Mir war klar, dass wir sofort zum Arzt müssen und ich ahnte, dass wir kaum etwas für Dich tun können würden. Keine Ahnung, ws geschehen war, Deine Atmung war ja schon seit Wochen nicht die beste, aber nachdem es mir gelungen war, Dir eine Woche lang Antibiotikum zu verabreichen, hatte es sich so gebessert und ich hatte mich so sehr gefreut und gedacht, gehofft, gewünscht, ich hätte Dir geholfen. Und nun... Ich weiss nicht, ob Du Dich verschluckt hattest, ob Du eine Infektion eventuell von Zora geerbt hast, ich weiss es nicht, ich habe es nicht kommen sehen. Und als ich bemerkte, wie schlecht es Dir ging, da war es viel, viel, viel zu spät.
Es ist so schwer, Euch Halbwilden zu helfen. Ihr lasst mich nicht an Euch herankommen, Ihr behaltet bei jedem Kontakt die Kontrolle, Kontakt ist ok, Anfassen aber geht gar nicht und fangen und zum Arzt fahren geht auch nur wenn Ihr schon geschwächt seid.
Ach scheisse, ich hätte Dich so gerne gerettet, Dir so gerne geholfen, Dich sooooooooooo gerne noch lange um mich gehabt. Dich kleinen braunen Schatten, der sich im Dunklen in den Rohren anpirscht und dann so selbstsicher Multivitaminpaste einfordert. Ihr habt mich immer im Blick, selbst wenn ich gar nicht ahne, wo genau Ihr gerade steckt. Für eine Halbwilde warst Du verdammt zutraulich, fast könnnte man sagen, Du hättest mir vertraut, hättest mich akzeptiert. Auf jeden Fall war es offensichtlich ok für Dich, das Zimmer mit mir zu teilen. Das war es für mich auch, mehr noch: Es war mir eine Riesenfreude, eine hohe Ehre, ein Quell der Verzückung, mit Dir und Deinen Schwestern zusammenzuleben. Du hättest noch sooooo lange bei mir bleiben sollen.....
Nur gut 1 1/4 Jahr bist Du nun alt geworden, ein kurzes, schnelles Leben. Und doch ein erfülltes, glückliches. Das merkte man Dir an. Das merkt man auch Deinen Schwestern an. Du hast Dich bei mir und mit mir wohl gefühlt, auch wenn ich beileibe nicht dike wichtigste Person in Deinem Leben war....
Alles kleine Babies lernte ich Euch kennen, gerade aus Euerer Mama - Izzy - geschlüpft. Schon bald wurden wir gewahr, dass etwas anders ist bei Euch, dass Eure Mama sich mit einem wilden Kerl eingelassen hatte. Kaum hattet Ihr die Augen auf, da wart Ihr schon nicht mehr zu fassen und zu halten. Ein kleiner Flohzirkus...
Ich hatte meine liebe Not in Euerer Kinderzeit und Jugend, Euch gerecht zu werden und Euch nach Eueren Ausläufen wieder in die Voliere zu bekommen.... Und ich hatte meine helle Freude an Euerer Entwicklung. An Euerer Frechheit und Verschlagenheit, an Euerer Selbstintegration, die mir so komplett aus dem Ruder lief und die (gerade deshalb???) trotzdem so reibungslos klappte.
Kralle, Zuckerstück, nun bist Du aufgebrochen. Du hinterlässt Deine trauernde Familie, Dein Rudel und einen zutiefst beeindruckten Affen, der weiss, was er an seinen halbwilden Freundinnen hatte und hat.
Ich habe Dich aufrichtig, tief und innig lieben gelernt. Du fehlst mir jetzt schon und hast Deine Spur in meinem Leben hinterlassen. Dafür und für Deine Freundschaft danke ich Dir. Unsere Herzen haben sich berührt.
Nun geh, spring ohne Atemnot, lauf Deines Weges. Ich gedenke Deiner in tiefer Liebe und Verbundenheit....

Dein Hartmut

 

 

 

 

 

 

Seetha - Küsse zum Abschied

Nun hat der Tod auch Dich geholt. Wer um die Toten trauert, trauert auch immer ein Stück um sich. Du warst die Einzige von meinem kleinen Freundinnen, die auch mal mit mir kuscheln mochte. Das werde ich vermissen, das wird mir fehlen, so wie mir auch Deine ganze offene, liebe, neugierige und doch bestimmte Art fehlen wird.
Ich hatte nicht geplant, dass Ihr zu mir kommen solltet. Schon Tera und Sookie waren nicht geplant. Aber die beiden erwiesen sich als so unnahbar und so verstört, dass sie Gesellschaft durch alte Rudelmitglieder haben sollten. Und so kamst Du und Hexe zu Tera und Sookie und zu mir.
Es war überhaupt nicht schwer, Dich ins Herz zu fassen, Dich zu lieben, sich an Dir zu freuen. Von Anfang an bei mir warst Du ein liebes Ömmchen. Lieb zu Menschen, lieb zu den Leuten in Deinem Rudel. Aber wehe, Du trafst auf Fremde. Da wurdest Du zur Borste. Die späteren Integrationen mit Mili und Aisha, mit Hanni und Schlitzohr gingen und gingen nicht voran, weil Du Dich einfach überhaupt nicht auf jemand fremdes einlassen wolltest. Es führte kein Weg daran vorbei.
Du hast Tera und Sookie überlebt, Mili und Aisha sind schon vor Dir gegangen, Vor 3 Wochen fand ich Hanni tot im Käfig, noch bevor ihr wirklich zusammenziehen konntet. Vor zwei Wochen verliess uns dann Hexe auch noch. Seitdem hattest Du Dich so schön mit Schlitzohr arrangiert. Es war so herzallerliebst Euch Omas zusammen zu erleben. Nun ist auch Schlitzohr wieder alleine. Sie trauert sicher auch um Dich.
Seetha, Du bist wohl sehr alt geworden. Als ich Dich vor einem Jahr bekam, hiess es Du seist 2 Jahre alt. Bis vor einer halben Woche merkte man Dir Dein Alter aber gar nicht so an. Sicher, Klettern ist was für Jüngere, auch toben wie die Halbstarken wolltest Du nicht in Deinem Alter, aber fit wirktest Du, interessiert, unternehmungslustig, neugierig. Gerne hast Du die Gelegenheit genutzt mit mir durch die Absperrungen zu wutschen und ein wenig zu schnuben, was auf der anderen Seite der Wand ist.
Seatha, Du hast mir so viel Freude geschenkt. Dich kennenlernen zu dürfen und Dich an meiner Seite zu wissen, war mir eine Riesenfreude und eine hohe Ehre. Ich danke Dir für Deine Freundschaft, für Dein Vertrauen, für Deine Zuneigung, für das Licht, das Du meinem Leben geschenkt hast.
Nun hast Du Dich auf die Weiterreise begeben, für die ich Dir alles nur erdenklich gute wünsche. Ich gebe Dir meine Liebe und tausend und mehr Küsse mit auf den Weg. Mach's gut, meine süsse, schöne, liebe, treue, sanfte kleine Gefährtin. Ich liebe Dich.

Dein Hartmut

 

 

 

 

 

Schnute - geliebter Wirbelwind

Ach Schnute, nun bist auch Du weitergezogen. Unangekündigt und unerwartet. Am Donnerstag wurdest Du operiert, hast alles gut überstanden, ein ganz klein wenig angeschlagen wirktest Du, aber ich sah keinen Grund zur Sorge. Apettit hattest Du - gerade gestern sass ich neben Dir im Flur und sah und hörte Dir zu, wie Du Hirse mampftest. Und eben, als ich Dir Deine Medizin geben wollte, da hattest Du Deinen Körper schon lange verlassen...

Schnute, Du warst eine wunderschöne Schönheit. So schön, wie eine Siamratte nur schön sein kann und kräftig, flink und wohlgeformt, immer wachsam, immer schnell. Eine Prachtratte, ein Wirbelwind, ein liebenswerter Fellball. Na gut, manchmal warst Du mit den Zähnchen schneller als mit dem Denken, aber was solls. Was ist ein Biss unter Freunden. Ich würde viel lieber gebissen, als auf Deine Gegenwart zu verzichten.

Ihr Huder seid ja alle nicht sooooo sehr auf menschliche Gesellschaft erpicht, das habt Ihr mit Eueren Verwandten im Zimmer gemein. Egal, mir sind alle Verhaltensweisen lieb und willkommen, Hauptsache nur Euch geht es gut. Und daran hatte ich auch und gerade bei Dir eigentlich keinen Zweifel. Ich hoffe sehr, ich habe nichts übersehen, bei dem ich Dir hätte helfen müssen. Aber ich habe bis zuletzt keine Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung bei Dir erlebt.

Ihr alle 10 kamt von MysticCrow und Ihr seid auf verschlungenen Pfaden schliesslich hier gelandet. Während Du, Swattje, Mia, Pia und Lotte als junge wilde Dinger zu Alienne kamt (schon damals karrte ich Euch durch die Gegend...), blieben Zora, Fee, Ates, Jade und Lani bei MysticCrow. Irgendwann dann kamen Zora, Fee, Ates, Jade, Lani und die alte Hanni zu mir und etwas später bekam ich Euch Huder von Alienne. Es würde lange dauern, das zu erzählen, aber Du weisst ja noch alles. Gerade heute noch haben wir darüber geredet, dass Ihr jetzt alle 2 werdet - Lani und Zora sind ja schon gegangen, nun hast auch Du uns verlassen.... Soviele Freundinnen sind inzwischen gegangen und doch bleibt mir die Erinnerung an die gorsse Liebe und die Freundschaft, die ich zu Euch empfinde und das Geschenk Eures Vertrauens. Die Kraft der erlebten Liebe überwindet den Schmerz des Verlusts.....

Schnute, es war ein schwerer Schlag für mich, Deinen leblosen Körper so unerwartet vorzufinden. Ich hoffe, der Tod war nett zu Dir und holte Dich schnell. Ich hoffe, Du warst Dir in Deinem letzten Moment hier meiner Liebe sicher, die Dich auch nun auf Deinem Weg begleitet.
Es bleibt mir nur, Dir traurig nachzuwinken und Deinen Platz in meinem Herzen warm zu halten. Mach's gut Du kleiner Wirbelwindgoldschatz....

Dein Hartmut

 

 

 

Hexe - Danke für Deine Freundschaft

Hexe, meine kleine, süsse Hexe. Fast genau ein Jahr ist es nun her, dass wir Euch in Delmenhorst übernahmen. Ich hatte eigentlich nicht vor, Ratten aufzunehmen, aber Tera und Sookie erwiesen sich als so problematisch, dass ich die beiden nahm, weil sie auf ihrer Pflegestelle, auf der auch Du un Seetha wart, einfach nicht zu handeln waren. Auch bei mir zeigten sich Tera und Sookie nur von einer Seite.... von hinten. In der Hoffnung, den beiden etwas Geborgenheit und Selbstvertrauen geben zu können, nahm ich gegen meine ursprünglich Absicht noch Dich und Seetha dazu und habe es auf gaaaaaaaaaaaar keinen Fall bereut. Ich wurde mit einem liebenswerten Quartett belohnt. Obwohl ihr 2 1/2 Wochen voneinander getrennt wart, war keinerlei Reintegration oder dergleichen nötig. Tera und Sookie entwickelten durch Eure Gegenwart ein ganz anderes Selbstbewusstsein und tauten total auf. Du wurdest mir eine geliebte kleine Freundin. Obwohl ich Dich und Seetha ja auch fangen und so vom Käfig zum Auslauf und zurück befördern konnte, gewöhnten wir uns wegen Tera und Sookie den Transport mit dem rosa Barbiebus an. Den brauchte ich nur vor Eueren Käfig zu halten und *schwupps* kletterten vier Ratten hinein. Nach dem Auslauf im Flur brauchte ich dann nur den Barbiebus ein wenig herumzutragen und wieder sprangt Ihr als kleine Passagiere freiwillig hinein und zurück gings in Euere Unterkunft.
Vitaminpaste lerntet Ihr lieben und Du liebtest sie stets am allermeisten von allen. Ja, meine kleine Hexe war immer richtig gierig.... Wir hatten eine schöne Zeit zusammen, sie hätte meinetwegen noch sooooooooooo lange weitergehen mögen, aber am Ende holte Dich das Alter mit grossen Schritten ein und es ging mit Dir bergab. Ich habe noch vieles versucht, Dir Deine letzten Wochen zu versüssen, aber man muss auch einsehen, wenn man den Kampf verliert, den alles Leben immer nur verlieren kann. Es war nun soweit und ich habe Dich schweren Herzens einschläfern lassen. Ich hoffe, dass Du Deinen kleinen Körper leicht hast loslassen können und Dich frohen Mutes auf die Reise machen konntest.
Von so vielem könnte ich erzählen, was ich mt Dir erlebt habe. Noch viel, viel mehr könntest Du erzählen. Du hast ein stattliches Alter erreicht - als Ihr vor fast einem Jahr zu mir kamt, hiess es, Ihr wärt 2 Jahre alt. Du hast also viel erlebt in Deinem langen Leben - und Du hast viel Liebe erfahren und auch viel Vertrauen und Liebe geschenkt. Ich danke Dir für die schöne Zeit. Ich danke Dir für Dein Vertrauen und für Deine Freundschaft. Du warst mir eine wundervolle, kleine Gefährtin.
Und nun zieh weiter. Meine Liebe begleitet Dich, unsere Freundschaft endet nicht mit Deinem Tod.......

Dein Hartmut

 

 

 

 

 

 

 

Hanni - meine kleine Sonne

Ich ahnte schon, dass es zu Ende gehen würde, als wir heute morgen zu meinen Eltern fuhren. Als wir eben wiederkamen, war mein erster Weg zu Dir, aber da war es schon zu spät. Dein totes Körperchen lag halb im Wassernapf und war schon steif. Dein kleiner ausgezehrter Körper, Haut und Knochen mit viel zu wenig Haaren. Deinen Körper hattest Du wirklich aufgebraucht und nun hast Du ihn hier zurückgelassen.
Hannichen, Du kleine zarte, freundliche und zuckersüsse Oma kamst als alleiniges Überbleibsel vor genau zwei Monaten zu uns. Schon da wirktest Du sehr alt und abgenutzt mit Deinem lichten Fell und Deinem mageren Körperchen. Aber Deine Augen funkelten und Du warst offensichtlich begeisterungsfähig. Die ersten Treffen mit Aisha, Hexe und Seetha waren niicht so erfolgreich, aber als auch Schlitzohr als alleiniges Überbleibsel hier einzog, da hatten sich auf Anhieb zwei einsame Herzchen gefunden und es war mir eine unendliche Freude, zu sehen, wie Ihr beide einander fandet und Euch aneinander festhieltet. So hoffe ich, dass Du die beiden Monate, die Du hier mein Leben bereichert hast, noch wirklich hast geniessen können. Du lerntest die Multivitaminpaste lieben und so konnte ich Dir immer wieder eine Freude machen. Auch Banane nahmst Du gerne. Es hat mich immer gefreut, dass Du Dich über angereichte Leckereien hast wirklich freuen können.
Von Anfang an war das Häuschen auf dem Tischchen im Flur Dein Lieblingsziel, wenn Du im Flur zum Auslauf warst. Am Anfang konnte ich noch staunen, mit welcher Kraft Du zielstrebig auf Dein Tischchen klettertest. Am Ende war das zu anstrengend geworden, aber ich wusste schon, dass Du nur auf den Lift wartetest, wenn Du zum Auslauf in den Flur kamst, zum Tischchen liefst und von unten nach einem Weg suchtest, in Dein Privatdomizil zu gelangen. Es war mir stets eine Freude, Dich zu Deinem Häuschen zu heben und zu sehen, wie Du es Dir darin bequem machtest.
Du warst mir ein genügsamer kleiner Sonnenschein, der manch einen hellen Strahl in mein Leben brachte. Schade, dass unsere gemeinsame Zeit so kurz war. Ich wusste ja, dass es nicht lange werden würde - dafür sind 2 Monate doch schon eine stolze Leistung.
Hanni, meine Süsse. Du hast mein Herz erobert - und nicht nur meins. Alle, die Dich kennenlernten, waren von Deiner Zartheit und Freundlichkeit sehr angetan.
Nun geh, flieg kleine Seele. Hab's gut. Ich wünsche Dir eine gute Reise. Die, die Du hier zurückgelassen haben, denken mit viel Liebe an Dich und insbesondere Schlitzohr und ich werden Dich sehr vermissen. Ich trage Deine Spur in meinem Herz.

Dein Hartmut

 

 

 

Zora - Du warst immer zu schnell für mich

Kleine Wilde. Was habe ich Dich immer bewundert, wenn ich Dich sah. Klein, unendlich vorsichtig, rasend schnell und huschig. Und unendlich süss und possierlich. Ich habe Dich recht selten zu Gesicht bekommen, Du warst immer eher in den Zeiten unterwegs, wenn keine Gefahr bestand, mir über den Weg zu laufen. Aber ich wusste, dass Du da bist, dass Deine kleinen schwarzen Knopfäuglein mich fest im Blick hatten, auch wenn ich Dich nicht zu Gesicht bekam. Du warst um mich und es war mir eine grosse Ehre, Dein Revier teilen zu dürfen.
Es muss Juli/August 2011 gewesen sein, dass Ihr drei kleinen Rattenbabies - die Augen noch geschlossen, in einem Stall gefunden wurdet. Auf der Suche nach einer Amme erklärte sich MysticCrow damals bereit, Euch 3 aufzunehmen und so wurdet Ihr in einer Alarmfahrt von Oldenburg nach Düsseldorf transportiert. Nur Du und eines Deiner Geschwisterchen überlebtet und so wurdet Ihr mit einem Farbiwurf zusammengelegt. Deine Schwester verstarb schon früh an Stress, aber Du hast Dich wacker integriert.
Bis zum Aril 2012 habe ich nur sporadisch von Dir gehört, Du warst weit weg aber wie ich wusste in guten Händen, in den besten Händen, die einer kleinen Wildratte widerfahren können.
Dann musste MysticCrow aus persönlichen Gründen ihre Tiere abgeben und so kamst Du mit Fee, Ates, Lani und Jade zu mir. Die nachfolgende Integration hast Du weitestgehend Lani, Jade, Fee und Ates überlassen und bist da so mit durch gerutscht. Immerhin, Du warst mit allen Freiläufern im Zimmer bekannt und es gab wohl mal Stress, aber im Grossen und Ganzen schien es mir, Du seist glücklich, Dich unter das Volx mischen zu können und Dich zumeist im Schatten und in den Ecken und Rohren fortzubewegen. Wenn ich das Zimmer säuberte, traf ich Dich stets mit anderen kuschelnd an - Du warst also gut aufgehoben und ich versuchte stets, meine Liebe über Dich leuchten zu lassen. Davon wolltest Du aber nie viel wissen. Du gingst, nein: ranntest mir aus dem Weg und das war für mich auch immer ok.
Seit ein paar Wochen hörte ich Dich ab und an mal irgendwo röcheln - mir war klar, dass ich Dir im Ernstfall nicht würde helfen können und so machte ich mir zwar Sorgen, war aber zum Nichtstun verdammt. Heute dann blieb Dir die Luft weg, ich sah, wie schwer Du leiden musstest und mir war klar, dass ich nicht zusehen würde, wie Du erstickst. Zum ersten Mal war ich gezwungen, Dich zu fangen und mit Dir zum ersten und zum letzten Male zum Tierarzt zu fahren. Du warst schneller als ich und anstatt, dass ich Dich packte, packtest Du meinen Finger. Nach einer Verbandspause gelang es mir, Dich doch noch zu fassen zu bekommen und so traten wir den schweren Weg an. Beim Tierarzt versuche ich, Dich mit der Tuchauspolsterung der Transportbox zu packen und wieder warst Du schneller. Noch nie hat sich jemand derartig in meinem Daumen verbissen. Während ich verbunden wurde, tatest Du Deine letzten Züge. So wie meine Finger bluteten, so blutet auch mein Herz. Es tut mir leid, dass mein letzter Liebesdienst, Dich so verängstigt hat.....

Zora, Du warst mir ein besonderer Liebling, ein Erlebnis der Extraklasse. Ich danke Dir für die Zeit, die ich mit Dir erleben durfte, die ich Dich an vielen Abenden verstohlen durch's Zimmer habe huschen sehen dürfen. Ich hoffe inständig, ganz tief in Dir drin hast Du meine Liebe gespürt, auch wenn Du mir nicht trauen konntest.

Und damit endet unsere gemeinsame Zeit. Zora, ich wünsche Dir eine gute Reise und eine grossartige Zeit ohne Bedrohungen und ohne Angst.
Mach's gut meine kleine, wunderschöne, wilde, zarte und grossartige Rattendame.

In Liebe, Dein Hartmut

 

 

 

 

 

 

 

 

Aisha - vielen herzlichen Dank für Dein ganzes Leben an meiner Seite

Aisha, kleiner Schatz, Ihr kamt am 03.03.2011 im Tierheim Oldenburg zur Welt. Und 14 Tage später, gerade als Ihr die Äuglein öffnetet zogt Ihr bei uns ein, damals noch zusammen mit Mama und Euren Tanten Thelma und Louise, aber auch Eure Tanten Kiki, Mili, Baika und Tjorven landeten über kurz oder lang alle hier bei uns. Ihr Babies wart ein entzückender Wuselhaufen, 14 wart Ihr und Ihr habt mir eine unglaublich freudige Zeit geschenkt. Die anderen Geschwister wurden alle vermittelt und nur Fatima und Du bliebt mir von den Babies erhalten. Nun warst Du die allerletzte von Deiner grossen Familie, auch Du hast mich heute verlassen.
Ich kannte Dich wirklich Deinn ganzes Leben lang und Du warst mir stets eine liebe kleine Freundin. Sooooo vieles haben wir in der Zeit zusammen erlebt. Ratten gingen, Ratten kamen und Du warst ein Fixpunkt im ganzen Rudel. Du warst immer dabei. Ich erlebte, wie aus dem Kind eine Jugendliche wurde. Aus der Jugendlichen eine reife Dame und aus der reifen Dame schliesslich eine Oma, der langsam die Kräfte schwanden. Du hast mir immer vertraut, wolltest nicht unbedingt viel mit mir zu tun haben, aber wenn es darauf ankam, konnten wir gut zusammen arbeiten. Mal warst Du in Kloppereien verwickelt, auch krank warst Du immer mal. Du gehörtest für Dein ganzes Leben in mein Leben. Und das ist nun vorbei. Ich habe Dich heute gehenlassen müssen, weil die Kräfte Dich verliessen, die Luft nicht mehr so wollte, wie sie sollte, weil es einfach an der Zeit war. Der letzte Zeitpunkt sozusagen, Dich gehen zu lassen, bevor Dein Leiden Dich wirklich allzu sehr belastet hätte. Wirklich gehen tatest Du schon lange nicht mehr, aber Du warst auf dem Bauch noch immer ziemlich mobil, in den letzten Tagen ging aber auch das nicht mehr so recht.
Aisha, wenn ich auf unser gemeinsames Leben zurückblicke, dann sehe ich unendlich viele Momente grossen Glücks, der Innigkeit, der Liebe. Okay, auch Momente der Sorge und des Kummers. Du hast viele geliebte Freundinnen verloren. Ich hoffe, Du fandst Dein Leben immer intensiv. Ich hoffe, Du warst gerne hier bei uns.
Als ich heute Deinen kleinen schlaffen Körper im Garten beerdigte, läuteten die Kirchenglocken. Es gäbe noch so unendlich vieles zu sagen - Du bist ein fester Bestandteil meines Lebens. Auch wenn Du nun gegangen bist - fort wirst Du nie wirklich sein.
Nun mach's gut. Ich wünsche Dir eine gute Reise.

In tiefer Dankbarkeit und Liebe, Dein Hartmut

 

 

 

Tera und Sookie - zwei Grand Dames der Extraklasse



In der Rattenhaltung kann man Schlachten gewinnen aber den Kampf ums Leben verliert man am Ende immer. Wir können nicht verhindern, dass wir verlieren. Wir können nur manchmal beeinflussen, wann wir verlieren....
Tera und Sookie, Ihr beiden grossartigen Damen, ich habe Euch heute morgen gehen lassen und es fiel mir sehr, sehr schwer, diese Entscheidung zu treffen, aber ich hoffe, dass ich richtig entschieden habe. Sookie, Du hast vor 10 Tagen schwere Atemnot gehabt und in für Dich sonst undenkbarer Weise hast Du mich um Hilfe gebeten. Wenn ein stolzes und scheues Wesen wie Du, dass man normalerweise nicht einmal ungestraft in die Hand nehmen darf, mir auf den Arm springt und sich widerstandslos berühren und streicheln und tragen lässt, dann ist höchste Not. Wir haben 10 Tage gewinnen können mit Cortison und Diuretikum, aber gestern abend wurde Dir die Luft wieder knapp. Ein Besuch beim Nottierarzt und die intramuskuläre Gabe von Cortison halfen auch nicht wirklich und so blieb mir keine andere Wahl als Dein Elend zu beenden.
Du, Tera, hieltest immer eine so enge Beziehung zu Sookie aufrecht. Seit dem durch meine Unachtsamkeit verursachten Unfall warst Du vom Pech verfolgt und bekamst nun seit Wochen schon alle möglichen Antibiotika - ohne dass wir grosse Erfolge erzielen konnten. Gestern abend rasselte Dein Atem und schon seit gestern morgen wolltest Du Dein Antibiotikum nicht mehr schlucken und nichts mehr essen, nicht herumlaufen. Vielleicht war es zu vorschnell, vielleicht auch gerade richtig: Ich habe beschlossen, Euch beide zusammen gehen zu lassen, wir hätten nur immer weiter an Dir herumgedoktort, ohne noch wirklich Hoffnung auf Erfolg zu haben.
Tera und Sookie, Ihr wart Grand Dames der Extraklasse. Im Sommer 2012 haben wir Euch beide mit einer grossen Menge anderer Ratten wegen einer Wohnungszwangsräumung in Delmenhorst aus einer sehr notbehelfsmässigen Unterbringung geholt. Eine von Euch beiden Damen hat dabei Märry arbeitsunfähig gebissen und als Ihr bei Märry untergekommen wart, seid Ihr bei jeder Gelegenheit aus dem Käfig getürmt und habt der guten Märry durch Kreischen, Fauchen und Drohen solche Angst gemacht, dass sie Euch nicht länger um sich haben wollte. So seid Ihr beide dann Anfang August zu mir gekommen. Anfangs wolltet und konntet Ihr nichts aber auch gar nichts mit mir zu tun haben, seid im Auslauf nur verschwunden, nahmt kein Leckerli, nichts davon.... Das wurde aber schlagartig besser, als Hexe und Seetha aus Eurem alten Rudel ebenfalls bei uns einzogen. Nun entwickeltet Ihr Selbstvertrauen, Mut und Zuversicht und wurdet immer aufgeschlossener. Euren rosa Barbiebus (eine rosa Cat-Cabrio Transportbox) habt Ihr immer geliebt, ich brauchte ihn nur vor den offenen Dom halten und - schwupps - wart Ihr beide drin. Und nach dem Auslauf im Flur ging es genauso retour. Nur den Bus hinhalten, rufen, dass der Bus nach Hause gleich geht.... und schwupps wart Ihr drin und tratet die Heimreise an.
Ihr wurdet zutraulicher, immer zutraulicher, hörtet auf Eure Namen, Ihr wurdet soooooo zutraulich, dass ich schon wieder an Euerer halbwilden Herkunft zweifeln wollte.
Leider habe ich dann am 23.02. ein einziges Mal nicht richtig aufgepasst und Euere Domtür nicht richtig verschlossen - erst sind Izzys Töchter bei Euch eingebrochen, dann bist Du, Tera, vor ihnen geflohen und dabei erst recht in Dein Unglück gerannt. Als ich nur eine halbe Stunde später wieder bei Euch reinkam, hattest Du eine ganze Reihe Bisswunden und liesst Dich von mir retten. Auf einmal durfte, ja, sollte ich Dich hochnehmen. Die Bisswunden entzündeten sich und ich behandelte die entstehenden Abszesse mit Antibiotikum, Spülungen.... Doch dann, als alles schon auf gutem Wege war, hat zu Deinem Unglück irgendwer aus Deiner Gruppe in Dein Fussgelenk gebissen. Und von nun an wurde die Behandlung mit Antibiotika exzessiv. Nichts half wirklich. Zwar hat sich Dein Fuss erheblich gebessert, aber von endgültiger Heilung waren wir noch ein gutes Stück entfernt. Als in dieser Situation noch die Atmung anfing, Probleme zu machen, musste ich mir eingestehen, dass ich Dir mit einer weiteren Behandlung keinen wirklichen Gefallen mehr tu.

Tera und Sookie, Ihr wart mir ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Ich habe Euch beide bewundert und sooooooo unendlich lieb gewonnen. Ich danke Euch aus ganzem Herzen für das Vertrauen, dass Ihr mir gegenüber entwickelt und gezeigt habt. Ihr habt mir eine wunderschöne Zeit geschenkt. Ihr gehört zu meinem Leben und ich werde Euch seeeeeeeeeeeehr vermissen. Habt Dank für Euere Gegenwart, für Euere Liebe, Euer Vertrauen.
Macht's gut Ihr schönen Süssen. Ich wünsche Euch eine gute Reise.
In tiefer Liebe, Hartmut 

 

 

 

 

Mili - ich danke Dir und wünsche Dir eine gute Reise

Mili, Du warst die letzte Deiner Generation. Im Februar 2011 wurdet Ihr 8 Mädels im TH Oldenburg abgegeben, angeblich ein Fund in einem Rucksack an einer Bushaltestelle. Mama war schwanger und kam mit Babies und Thelma und Louise zu mir, Du, Baika und Kiki zogt zu einer netten Frau, von der ich Euch aber im Juni dann doch wieder entgegennehmen konnte und Tjorven und Eure 8te Schwester zogen zu netten Leuten in Oldenburg. Tjorven ist dann letztes Jahr auch noch wieder hier gelandet. Alle anderen von Euch sind schon lange vor Dir gegangen und nur Du warst hier noch mit Deiner Nichte Aisha. Seit Wochen konntest Du das Alter nicht mehr verbergen und heute schliesslich lagst Du offensichtlich im Sterben - das musstest Du nicht bis zum bitteren Ende durchstehen und so liess ich Dich gehen. Ich bedanke mich bei Dir für Deine Gegenwart, für viele schöne Stunden, die ich Deine Gesellschaft erleben durfte - am Anfang und für lange Zeit warst Du so scheu, dass Du Dich nur selten zeigtest, aber mit zunehmendem Alter wurdest Du am Ende noch eine richtige Kuschelratz mit flauschig weichem Fell und einem unendlich charmanten und sanften Wesen. Eine liebe, zarte, süsse und wohl auch recht zufriedene kleine Oma.
Wassermelone liebtest Du und ich freue mich, dass wir für Deine letzten Tage noch haben eine Stück um Stück servieren können.
Die Kerze für Lani wurde mir immer wieder vom winterlichen Wind ausgeblasen und als ich sie eben wieder - diesmal auf der Fensterbank und drinnen - entzündete, da sollte sie ab nun Eueren beiden reisenden kleinen Seelen ein Signal sein, von wo Ihr Euch auf Euere Reise gemacht habt.
Mili, mein Schatz, es ist mir eine grosse Ehre, Dich kennengelernt zu haben und Dein Vertrauen gewonnen zu haben. Meine Liebe ist bei Euch allen, die Ihr Euch auf den Weg gemacht habt.
Nun mach's gut. Ich wünsche Dir eine gute Reise....

Dein Hartmut

 

 

 

 

Lani - in Deinem Herzen warst Du eine Wilde....

Lani, kleine Maus, Ihr kamt Ende April letzten Jahres zu uns, Du, Jade, Ates, Fee, Hanni und Zora. Alle bis auf Hanni wart Ihr ein scheues Gesindel, süss aber bestenfalls von weitem zu beobachten. Stunden sass ich mit Euch in der Absperrung und habe mir nen Ast gefreut, wenn Jade und Du es Stück um Stück mehr wagtet, mir aufs Bein zu steigen, etwas aus meiner Hand anzunehmen, nicht wegzulaufen, auch wenn ich mich bewegte. So richtig zutraulich seid Ihr nie geworden, aber das muss ja auch nicht.
Was war ich glücklich, als trotz der wilden Zora und trotz Eurer Scheuheit die Integration mit dem Rest der Zimmerbewohner abgeschlossen war. Leider hat Hanni das schon nicht mehr erleben dürfen. Ihr aber habt das Zimmer ziemlich bald ale Eures betrachtet - aber auch die Halbwilden habt Ihr dann ziemlich bald akzeptiert, kein Wunder vielleicht, denn in Eurem Herzen wart Ihr wohl auch immer Wilde - nicht zu bändigen und stolz.
Ich habe Dich oft tagelang nicht gesehen und Du hast auch nicht gerade Wert darauf gelegt, gesehen zu werden. Ich habe mich aber immer sehr gefreut, wenn ich Dich mal erblickte, ich mochte Dein wundervolles bitterschokoladenfarbiges Fell so gerne sehen. Du warst eine kleine Schönheit. Von Deiner zu allen anderen Ratten so freundlichen Art mal ganz zu schweigen. Ich habe nicht mitbekommen, dass Du mit irgendjemand nicht gut klargekommen wärst....
Dann bemerkte ich, dass zwischen Deinen Armen etwas wuchs, was da nicht hingehörte. Im Januar diesen Jahres liess ich Dich operieren. Du machtest mir die Nachsorge natürlich so schwer wie möglich un ich musste Dich manch ein Mal durch die gesamte Dome-Wand jagen nur um Dir Medizin aufzunötigen. Aber auch das haben wir geschafft.
Vor zirka 5 Wochen bemerkte ich, dass Du Dein rechtes Bein nicht mehr benutztes. Ich wartete ein paar Tage und als es nicht besser wurde, hab ich Dich zum TA geschleift. Das Röntgenbild versetzte alle in Erstaunen - an Deiner Hüfte war auf dem Bild kein Oberschenkelhals mehr zu sehen, einfach weg. Stattdessen ein Schatten auf dem Bild - das war das erste Mal, dass ich den Tumor wahrnahm, der Dich jetzt gekillt hat. Er wuchs und entzündete sich und heute sollte er mitsamt Deinem Bein entfernt werden. Die Narkose hat Dich aber aus dem Leben scheiden lassen und wahrscheinlich war es das Beste so, denn auf dem heute angefertigten Röntgenbild sah man Metastasen in Deiner Lunge und ein vergrössertes Herz.
Ach Lani, es tut mir so leid, vielleicht hättest Du gerettet werden können, hätte ich mich schneller zu dem radikalen Schritt entschieden, Dir das ganze Bein entfernen zu lassen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber das Hätte hilft Dir nicht weiter. Du bist jetzt von Deinem Leiden erlöst.
Dass Ihr süssen Tiere auch immer so schreckliche Krankheiten bekommt. Dass Ihr so fürchterliche Dinge erleben müsst. Die Welt ist grausam und Ihr seid doch nur so kleine, zarte, liebe, liebenswerte, bewunderungswürdige Tierchen.....
Ach Lani, nimm meine Liebe mit auf Deinem Weg. Du wirst ein süsser kleiner schwarzer und zickiger Engel.
Machs gut. Ich danke Dir für Deine Gegenwart, die mein Leben so sehr bereichert hat.
In Liebe, Dein Hartmut 

 

 

 

 

Aygül - aufrecht gingst Du Deinen Weg

Du kamst am 07.08.2011 aus dem Tierheim Oldenburg zu uns. Da warst Du als einzelnes Fundtier abgegeben worden. Du liessest Dich zwar von Hand umtopfen, aber es war sehr schnell klar, dass Du mit mir nicht viel zu tun haben wolltest. Dafür umso mehr mit Baumel und Isis und Osiris. Du passtest einfach dazu und es gab keinerlei nennenswerte Fremdelei und so hattest Du Deine erste Gruppe....
Mit der Gruppe zusammen bist Du dann auch relativ schnell mit in das Zimmer gezogen und das war für eine relativ lange Zeit das letzte Mal, dass Du mir freiwillig über den Weg gelaufen kamst. Irgendwann hattest auch Du einen Tumor und es wurde ein tägliches Drama, Dich irgendwo und irgendwie im Zimmer wiederzufinden und Dir Deine Medizin, die Du au allem Elend auch nicht mochtest. zu verabreichen. Du wurdest wieder gesund und noch unsichtbarer. Oft konnte ich erahnen, wo Du Dich gerade herumtriebst, richtig zu sehen oder gar zu fassen bekam ich Dich eher nicht. Aber es war gut so - einmal in der Woche, beim Grossputz konnte ich mich davon überzeugen, dass Du noch schnell und behende vor mir davon laufen konntest. Du kamst aber mit allen gut klar und hast viele Ratten kommen und gehen sehen und warst mir den meisten gut Freund.
Dann wurdest Du langsam älter und ich bekam Dich häufiger mal zu fassen und Du fandst das auch gar nicht mehr so schlimm und hast Dich sogar ganz gerne mal greifen lassen, wenn es denn Paste dafür gab.
Die kleinen Halbwilden haben Dich schliesslich etwas auf dem Kieker gehabt und Dich ab und an böse gepiesakt und so zogst Du mit Lara, Aisha und Mili in eine Alten-WG. Da hattet Ihr mehr Ruhe und Du hattest mit Lara auch eine gute Kuschelpartnerin. Ihr kanntet Euch ja nun auch schon eine lange, lange Zeit. Nachdem Lara uns bereits verlassen hat, habe ich noch angefangen, Euch mit Sookie, Tera, Hexe und Seetha zusammenzuführen, aber da warst Du bereits vom Alter gezeichnet, angeschlagen und nicht mehr aktiv beteiligt.
In den letzten Tagen schwanden Deine Kräfte, Du bekamst Koordinationsstörungen und weder das Essen, noch das Putzen, noch das Laufen wollten noch richtig funktionieren. Ihr sollt nicht leiden und so war es heute Zeit, Dir Deinen Abschied zu erleichtern. Mein Herz aber ist schwer. Mir ist es nicht leicht gefallen, Dich hinüberschlafen zu lassen. Nun hast Du Dich auf Deinen weiteren Weg gemacht und ich schicke meine Liebe mit auf Deine Reise.
Aygül, Du bist immer aufrecht Deinen Weg gegangen, hast ein selbstbestimmtes Leben gelebt. Ich habe immer versucht, Dir auf Deinem Weg meine Liebe und meinen Schutz zu geben. Ich hoffe, es hat Dir hier gefallen. Ich danke Dir für Deine Gegenwart, für Dein Vertrauen und für Deine am Anfang so verhalten und am Ende so offen gezeigte Zuneigung.
Augül, mach's gut. Ich wünsche Dir eine gute Reise.
Alles Liebe, Dein Hartmut

 

 

 

 

Lara - ein kleines Tier hinterlässt eine Riesenlücke

Lara, Du kamst am 18.12.2011 mit Liska und Inaya und Nasya hier bei uns an. Katharina war so lieb, Euch herzubringen und Ihr passtet hier auch sofort perfekt in die Fluri-Truppe. Die Integration mit Nisha und Estelle war nicht der Rede wert und Ihr habt auch Lilly, Luna, Paulina und Maya freundlcih aufgenommen und seid ohne grosse Probleme dann noch mit der Zimmer-Frauschaft warm geworden und wart ratz-fatz fester Bestandteil meines Lebens. Du warst unverwüstlich und der Reihe nach hast Du die kleinen Freundinnen verloren, die mit Dir kamen, die nach Dir kamen, die Du hier kennenlerntest. Nur Du schienst unverwüstlich, mit allen gut befreundet, Herrin in Deinem Modul, immer ganz versessen auf Paste und ein Blickfang erster Güte, meine kleine Schönheit. Auch die wilden und halbwilden und die scheuen Farbis, die noch einzogen, hast Du alle sofort akzeptiert und Dich mit allen gut gestellt.
Anfassen musste ich Dich stets mit Vorsicht. Die Geduld, die Du mit allen anderen Ratten hattest, hattest Du nicht mit mir und so habe ich nach mancher Diskussion mit Dir die Pflaster suchen müssen. Egal, Du durftest das. Ich habe mich zwar mal geärgert, aber meistens war ich irgendwie ja selber schuld. Und wer kann einer kleinen Charmeuse wir Dir schon böse sein.
Im festen Glauben, Du seist von Mai 2010 habe ich Dich vor einem Monat noch von einem Tumor befreien lassen, doch dann steckte mir Katharina, Du wärst im Mai 2010 im TH abgegeben worden, geboren seist Du im Februar.
Lara, Du hast die 3 Jahre noch geknackt und dann ging es auf einmal steil bergab mit Deinen Kräften. Heute warst Du nur noch ein wunderschöner, aber schlapper kleiner Schatten Deiner selbst. Ich habe Euch versprochen, dass niemand lange leiden muss und so war es an mir, Dich erlösen zu lassen.
Lara, Du warst mir eine wundervollle Freundin, ein Augenschmaus und ein zuverlässiger Launeverbesserer, wenn ich erschöpft von der Arbeit nach hause kam und Du schon auf mich (und die Paste) wartetest. Du hinterlässt eine Lücke in meinem Leben und für Dich wird immer ein warmer Platz in meinem Herzen reserviert bleiben. Mach's gut. Meine Liebe begleitet Dich auf Deiner Reise.....

In Liebe, Dein Hartmut

 

 

 

 

Fatima - Mach's gut!

Fatima, mein kleine süsse Maus, Du hast Deine letzte Kraft genutzt um zu mir ins Bett zu kommen. Als ich heute morgen erwachte lagst Du kalt und vollkommen schwach an meinem Bein und ich nahm Dich in den Arm, wo Du Deine letzten Minuten mit diesem Leben gekämpft hast. Schon lange wollte Dir das Atmen nicht so gelingen, wie ich es Dir gewünscht habe. Mit Antibiotika haben wir alles mögliche versucht, dann sahen wir auf einem Röntgenbild, dass Du etwas massives im Bereich des Herzvorhofs hattest. Ob es das Herz oder einer der Lymphknoten im Sternumbereich war... keine Ahnung. Du bekamst ein Diuretikum und Cortison und hattest noch über zwei recht unbeschwerte Wochen. Die aber endeten nun heute auch. Deine letzten Züge tatest Du da, wo Du in den letzten Momenten Deines Lebens hinwolltest - bei mir.
Fatima, Du kamst gerade nachdem Du die Äuglein das erste Mal auftatest, mit Deinen 9 Schwestern und 4 Brüdern und mit Mama, Thelma und Louise im März 2011 zu uns. Die alten und Du mit Deiner Schwester Aisha blieben und später kamen dann von Deiner Familie noch die Tanten Kiki, Mili und Baika wieder - Tjorven auch noch, aber Ihr habt Euch nicht mehr getroffen. Du warst stets eine selbstbewusste, freche Ratte, die durchaus öfter an Raufereien beteiligt war. Und Du warst immer sofort komplett entspannt, wenn man Dich dann aus dem Getümmel pflückte. Du hast mir grosse Freude bereitet, warst prächtig und durchtrainiert von Deiner Statur her und ein wunderschönes Binchen. Du hast viele Tiere kommen und gehen sehen und warst mit allen recht gut Freundin, so lange sie Deine gewichtigen Argumente für Deine Dominanz verstanden. Die Hawis habe Dir später dann den Rang etwas abgelaufen, aber es ist ja uch zu schwer, gegen diese Energiebündel zu bestehen. Du hast Dich aber immer wacker gehalten und warst allseits beliebt und akzeptiert.
Fatima, ich danke Dir für all die schöne Zeit, die Du mir geschenkt hast. Ich danke Dir für Dein Vertrauen und für die Zuneigung, die Du mir gezeigt hast. Nun musstest Du viel zu früh von uns gehen, nicht einmal 2 Jahre bist Du alt geworden. Aber es waren fast 2 Jahre, die wir beiden miteinander geniessen durften. Und die zumindest ich auch sehr genossen habe. Du doch auch, oder?
Fatima, wenn Du jetzt gehst, dann bleibt ein Platz in meinem Herzen Deiner. So wie Dich wünscht sich wohl ein jeder seine Ratten: selbstbewusst und stark aber auch lieb und zutraulich. Ich wünsche Dir nun eine gute Reise. Mach's gut - ich denke an Dich.....

In Liebe, Dein Hartmut


 

 

 

Stella - eine grosse Dame tritt ab

Im Oktober 2010 habe ich Dich mit Deiner Schwester Mia aus Schwanewede bei Bremen geholt um Dich an ein sehr liebes Mädchen zu vermitteln, die Gesellschaft für ihre übriggebliebene Ratte suchte. Ihr lebtet Euch gut ein und ich bekam immer mal wieder Mails mit Bildern von Euch - es ging Euch richtig gut. Doch dann starb erst Juna und dann Mia und Du warst alleine. So machten wir das Nächstliegende und Du zogst im Juni 2012 zu mir. Hier fandest Du recht schnell Anschluss, aber so richtig perfekt sollte es nicht werden. Ewigkeiten wohntest Du mit Deinem Häuschen in meinem Bett und ich habe viele, viele Nächte neben Dir geschlafen - Du im Haus, ich um das Haus herum....

Nisha zog dann irgendwann freiwillig mit in Dein Häuschen ein und wenn ich mich schlafen legte, kamt Ihr beide immer ersteinmal unter meine Decke und gingt dann irgendwann wieder in Euer Haus. Als Eure Beweglichkeit nachliess und es auch immer wieder Stress mit dem kleinen wilden Biest Zora gab, landete schliesslich ein Käfig für Euer Haus in meinem Bett und mein Schlafplatz wurde ziemlich eng. Aber wir haben uns immer gut arrangieren können. Eines Nachts dann aber - ich weiss bis heute nicht, was in Zora gefahren war, wurdest Du heftig attackiert und auch Nisha bekam einen Schnitt an der Schulter ab, der genäht werden musste. Da ihr beide durch Hinterhandbeeinträchtigungen schon ziemlich gehandicapt wart, zogt Ihr kurzerhand mit Eurem Käfig ins Wohnzimmer. Leider verlorst Du als Spätfolge der Verletzungen, die Dir Zora zugefügt hatte Dein linkes Auge, aber das hat mich wohl mehr getroffen als Dich, denn Dir hat man nie angemerkt, dass da etwas fehlte. So ganz geklärt werden konnte der Grund Deiner Augenentzündung auch nie, denn als das Auge entfernt wurde, wurde hinter dem Auge ein Tumor entdeckt. So lebtet Ihr beiden Omas dann friedlich miteinander vor Euch hin. Später zog noch Tjorven bei Euch ein, die leider nur so kurze Zeit bei uns bleiben konnte, weil sie eine Tumor-Operation nicht überlebte.
Als vor genau einem Monat Nisha starb, wurde es für Dich ziemlich einsam. Zwar bemühten wir uns, Dich zwischendurch immer wieder zu besuchen, herauszunehmen und zu betüdeln, aber Menschen sind einer Ratte nie die Gesellschaft, die ihnen andere Ratten sein können. Deine linke Hand schwoll an, Antibiotika halfen nicht und da Deine Beine eh schon den Dienst versagten, warst Du doch sehr in Deiner Bewegung eingeschränkt. Ich habe mich so oft gefragt, ob Du wohl noch so leben möchtest - aber dann zeigtest Du immer so einen Willen, soviel Freude und so einen Drang nach Futter, Streicheleinheiten, Leckerlis....
Stella, heute Nacht endete Deine Zeit in dieser Welt. Du hast eine Menge erlebt. Du hast Menschen getroffen, die Dich geliebt haben und Du warst stets ein freundliches, liebenswertes Wesen....
Ich danke Dir für all die schöne Zeit, die ich mit Dir verbringen durfte. Ich hoffe, Du hast Dich wohlgefühlt bei uns und ich hoffe, Du hast Dich stets beshcützt und geliebt gefühlt, auch wenn nicht immer alles so gewesen ist, wie ich es Dir gewünscht hätte.
Mit Dir ist nun eine grosse, weitgereiste Dame abgetreten, aber Du hast tiefe Spuren im Leben derer hinterlassen, die Dich kennen- und liebenlernen durften.
Mach's gut liebste Stella, Du wirst mir fehlen....

In Liebe, Dein Hartmut



 

 

Maya - bitte verzeih mir, wenn Du kannst



Mein Herz ist schwer und an meiner Seele nagt die Schuld. Als wir aus Emden kamen, fand ich Dich übelst zerbissen und schwer verletzt vor. Die Tierarztklinik nicht besetzt und warten konnten wir nicht mehr. Maya verzeih mir bitte die Angst und die Schmerzen, die ich nicht habe von Dir abwenden können. Verzeih mir die Angst und die Schmerzen, die ich Dir in Deinen letzten Minuten noch zusätzlich bereitet habe. Verzeih mir bitte, wenn ich Anzeichen übersehen haben sollte, die auf diese Eskalation mit Dir als Opfer hingedeutet hätten. Verzeih mir bitte, wenn ich Massnahmen zu Deinem Schutz vernachlässigt haben sollte, die ich hätte ergreifen müssen. Verzeih mir, wenn Du kannst.....
Maya, Du warst mir ein besonderer Liebling. Immer lieb, immer freundlich, nie aggressiv und immer hellwach und neugierig und von liebenswertestem Vertrauen, wenn es Leckerlies für Dich gab, wenn ich Dein Häuschen reinigte, wenn ich Dich nahm und streichelte. In Deiner Freundlichkeit und im besten Sinne Harmlosigkeit warst Du immer von ganz besonderer Engelhaftigkeit, ein besonderer Engel wirst Du auch jetzt sein....
Ein Jahr warst Du jetzt hier, warst in Bremen einfach in einem Hof aufgetaucht und Deiner Finderin in die Hand gestiegen. Und dann zogst Du hier mit in den Flur - kein Problem mit Niemand. Du warst auf einmal da und Du warst eine Bereicherung der Gruppe. Du zogst mit den anderen zusammen ins Zimmer ein und auch da gab es mit Dir nie Ärger.
Die kleinen Halbwilden haben Dich in letzter Zeit ab und an ein wenig gepiesackt, aber ich hätte mir nie vorstellen können, dass es zu so einer Beisserei kommen würde, wie der, der Du am 1ten Weihnachtstag zum Opfer fielst. Das war mit unvorstellbar. Maya, die Umstände Deines Todes werden mir noch lange Zeit übelst zu schaffen machen. Ich hoffe so sehr, dass Du davon nicht mehr alles mitbekommen hast. Für mich ist der Abschied von Dir und mein klägliches Versagen, Dir ein ein schnelles Ende zu gewähren, der bisher allerschwerste Moment in meinem Rattenhalterleben. Ich werde noch lange sehr damit zu schaffen haben, diese Erfahrung zu verwinden. Ich hoffe, ich werde mich auch irgendwann an die wunderschönen Momente mit Dir kleinem Engelchen erinnern können, ohne dass die schrecklichen letzten Momente dabei vor meinen Augen auferstehen.
Maya, ich danke Dir für Dein Vertrauen, für die Liebe, die Du mir entgegen brachtest, für Deine Begleitung und für die grosse Freude, die mir Deine Gegenwart stets gebracht hat. Maya, ich danke Dir für das Leben mit Dir und ich hoffe, Du kannst mir vergeben.
Ich schreibe erst jetzt, weil ich unfähig war, vorher Worte zu finden, mich von Dir zu verabschieden. Und auch diese Worte können nicht im Ansatz zum Ausdruck bringen, was im Innern meiner Seele vorgeht und welche zärtlichen Gefühle für Dich in meinem Inneren mit meiner Seelenpein ringen....
In tiefer Liebe und noch tieferer Schuld.

 

Dein Dich liebender Hartmut

 

 

 

 

 

Nisha - mein kleiner Sonnenstrahl

Nisha, Du bist im September letzten Jahres mit Estelle und Berti hier angekommen. Rilana musste Euch wegen einer schweren Erkrankung weggeben und hatte Dich und Estelle als unfreundliche Damen, Berti als bissigen Kastraten angekündigt. Scheu wart Ihr alle drei zunächst und bereits gesetzten Alters, aber die Wandlung, die ich bei Estelle und Dir erleben durfte war eines der wundervollsten Geschenke, die ich je bekommen habe. Ihr wurdet immer zutraulicher, wurdet richtig liebe, gar kuschlige kleine Grazien. Wunderschön wart Ihr ja eh alle beide aber wie freundlich Ihr beide wart, zeigte sich in immer weiterem Mass. Traumratten wart Ihr beide - Berti, der uns leider viel zu früh verlassen musste, natürlich auch.
Erst gestaltete sich die Integration wegen Berti und Osiris als unlösbare Aufgabe, aber als Berti nicht mehr war, wurde es nicht wirklich leichter, weil Ihr beide Euch einfach nicht für die anderen interessiert habt. Inerhalb weniger Wochen allerdings sammelten sich um Euch herum im Flur lauter Neuzugänge, mit denen Ihr Euch prima verstanden habt und so konntet Ihr schliesslich als richtig grosse Gruppe (Lara, Liska, Lilly, Luna, Paulina, Maya, Inaya, Nasya, Karla und Ihr beiden) ins Zimmer zu den anderen gezogen. Dort habt Ihr Euch eigentlich mit allen immer gut verstanden.
Lange Zeit wart Estelle und Du auf Euren Dom-Etagen und habt Euch dort nicht wegbewegt. Doch eines Tages fingst Du an zu wandern, warst immer irgendwo anders im Zimmer und immer freundlich, lieb und kuschelig.
Es sind so viele gegangen und auch ein paar hinzugekommen.... Und Du wurdest älter, älter, älter und auf einmal warst Du alt. Du warst ein Fixpunkt in meinem Leben, ein Bezugspunkt, ein scheinbar unverrückbarer. Immer überall dabei und immer freundlich und mir zugewandt.
Die letzte Zeit warst Du mit Stella ein Klapper-Oma-Päärchen und Du hast die abendliche Kraulerei genossen. Beulen hier und dort, lahme Beine, ein blindes Auge. Das Leben hat Dir mitgespielt, aber ich hatte bis zuletzt den Eindruck, dass Du das Leben geniessen konntest.
Heute abend fand ich Dich tot in Eurem Häuschen. Ich hoffe, der Tod kam im Schlaf und hat Dich schnell mitgenommen. Stella ist nun ganz alleine....
Nisha, Du weisst, wie sehr ich Dich liebe und geliebt habe. Du warst mein kleiner Sonnenstrahl und hast mein Herz gewärmt.
Nisha - mein ganz besonderes kleines Mäuschen, mach's gut. Ich wünsche Dir eine gute Reise. Denk mal an mich.... Ich danke Dir für die wunderbare Zeit.

In Liebe Dein Hartmut

 

 

 

 



Tjorven - die Zeit war viel zu kurz....

Tjorven, Du warst nur gerade 1 1/2 Monate bei mir und doch ist es nun schon vorbei. Hätte ich geahnt, dass die Narkose schieflaufen könnte, ich hätte Dir noch eine schöne Zeit mit Deinen Tumoren gegönnt. So habe ich gehofft, die beiden kleinen Beulen problemlos entfernen lassen zu können, auf dass Du noch eine lange, unbeschwerte Zeit verleben mögest. Aber es läuft nicht immer alles so, wie man es sich vorstellt. Es tut mir unendlich leid, dass Du nun, fern von Deinen Dir inzwischen vertrauten neuen Gefährtinnen alleine in der Klinik hast sterben müssen. Ich hoffe, Du hast das alles gar nicht wirklich mitbekommen.
Du kamst anfang September zu uns, wie ein verlorenes Kind. Deine Familie war auf verschiedenen Wegen bereits bei mir und Du warst die fehlende Schwester, die nun auch im Alter von 2 Jahren noch bei mir landete. Von Deinen Schwestern sind schon die meisten vor Dir gegangen und Du bist ihnen nun viel zu früh auch noch gefolgt. Du hattest Dich soooooo schnell eingelebt und mit Nisha und Stella eine harmonische kleine Wohngruppe gegründet, alles lief eigentlich so gut und Du wirktest recht glücklich und zufrieden. Ich wollte Dir ein langes, schönes und glückliches Altwerden ermöglichen, deswegen wollte ich die beiden Tumore, die recht schnell grösser wurden, seit ich sie bemerkt hatte, entfernen lassen. Ein Routineeingriff, nix Grosses - und dann doch Dein verfrühtes Ende. Es tut mir leid, Du weisst, ich habe es mir anders vorgestellt und ich habe es wirklich von Herzen gut mit Dir gemeint. So gerne hätte ich Dich noch länger um mich gehabt, etwas scheu und dennoch mutig, zurückhaltend und fast ein wenig stolz. Meine Süsse, es ist ein Jammer, dass sich unsere Wege hier trennen. Ihc wünsche Dir eine gute Reise und gebe Dir 1000 Küsse mit auf den Weg. Und Multivitaminpaste, soviel Du willst. Und Drops....
Glaube mir bitte, dass ich Dir nur mit tiefer, echter Liebe begegnet bin und dass mein Handeln stets voll des besten Willens war. Auch wenn die Zeit so viel zu kurz war, hoffe ich doch, dass Du die Zeit bei mir geniessen konntest.....

Nun geh, ich danke Dir für Deine Gegenwart, für Dein Vertrauen, für Deine freundliche, zarte, kleine Persönlichkeit, die ich erleben durfte.
In Liebe, Dein Hartmut



 

 

Louise und Mama - macht's gut, Ihr beiden

Louise und Mama, Ihr wurdet Ende Februar 2011 im Tierheim abgegeben, zu acht. Mama war rund und dick und schon am 03.03. kamen 14 kleine Ratten im TH Oldenburg zur Welt. Am 14.03 war ein Vermittlungstermin, an dem 5 von Euch 8 an andere Leute vermittelt wurden, Du Louise und Thelma bliebt über und so konnte ich nicht umhin, Euch mit zu mir zu nehmen. Dich, liebe Mama und Deine Kleinen kamen ebenfalls mit hier her. Du warst den Kleinen eine absolut grossartige Mutter und zwischendurch durftet Ihr 3 (Louise, Thelma und Mama) im Flur herumtoben. Es dauerte gar nicht lange - gerade als Ihr 3 mit 2 von Mamas Töchtern (Aisha und Fatima) im grossen Zimmer integriert wart, da kamen auch schon Baika, Mili und Kiki zurück. Ihre damalige Halterin fühlte sich mit den 3 überfordert und so wart Ihr auf einen Schlag wieder 6 von den damlas gefundenen - es sollte noch über ein Jahr dauern, bis auch Tjorven - die Überlebende der beiden restlichen, ihren Weg hierher fand.
Viel zu früh sind mittlerweile Kiki, Baika und Thelma schon von uns gegangen. Nun an diesem traurigen und tristen Tag seid Ihr beide, Mama und Louise den Vorausgegangenen gefolgt. Louise, Deine Tumore waren so nekrotisch und Deine Gebärmutterentzündung war so unheilbar, dass ich nicht mehr warten wollte, bis ein schlimes Ende eintreten würde. Und Du, Mama, warst bereits so kraftlos, so sehr ein schwacher Schatten Deiner selbst geworden, dass ich Dir den letzten Weg in dieser Welt ebenfalls erleichtern wollte.
Ihr wart Traumratzen, lieb, selbstbewusst und kuschelig, kraftvoll, gross, strahlend und wunderschön. Ihr habt mit Euerer Gegenwart Licht in mein Leben abgestrahlt, mein Herz erfreut und mir manche schöne Stunde geschenkt. Ihr habt mein Leben berreichert und ich danke Euch von ganzem Herzen, dass Ihr Euer Leben mit mir geteilt habt.
Es war ein unendlich schwerer Entschluss, Euch beide gehen zu lassen, aber es war leider nötig geworden und ich hätte nur noch Tage warten dürfen. Ich hoffe, Ihr habt das in Eurem letzten Moment verstanden und geht nun in der Gewissheit meiner tiefen Liebe.
Ich liebe Euch und ich nehme nun mit Kummer Abschied, wie schon von viel zu vielen vor Euch, mit denen Ihr nun wieder vereint seid.
Als ich Euch begrub, läuteten die Glocken. Geht nun, ich wünsche Euch eine gute Reise.
In Liebe, Hartmut 

 

 

 

Estelle - ein neues Häuschen wolltest Du nicht mehr...

Estelle, am 4.9. letztes Jahr bin ich nach Hamburg gefahren um einen "bissigen Kastraten" (Berti) und "zwei unfreundliche Damen" (Dich und Nisha) abzuholen. Ihr wart sehr verschüchtert und ich habe Eure Irritation ratzfatz ausgenutzt und Berti, Nisha und Dich zusammengesetzt, gerade als ihr hier angekommen wart. Ihr habt Euch auf Anhieb gut verstanden und so musste Berti nicht noch lange alleine sitzen und auf Gesellschaft warten. Ihr wart ein Dreiergespann, als wärt Ihr schon immer zusammen gewesen. Und Berti merkte man an, wie glücklich er mit Euch beiden gar nicht so unfreundlichen Schnuckis war. Scheu wart Ihr alle drei und es war ein langer, zäher Kampf, Nähe zu Euch herzustellen. Vor allem Du, mein kleiner Schatz hast stets geschrien wie am Spiess, wenn ich Dich in die Hand nahm. Und hast versucht, mir irgendwie zu entkommen. Trotzdem hab ich Dir einen Tumor entfernen lassen. Die Medizinierung war kein Vergnügen - nicht für mich und nicht für Dich. Und dann passierte auch noch ein dummes Missgeschick. Du hast Deinen Fuss so unglücklich unter eine Absperrung bekommen, dass Dir jemand von der anderen Seite beherzt einen Zeh abbiss. Die Entzündung war sehr schwer in den Griff zu bekommen und immer wieder hab ich Dir Antibiotika aufnötigen müssen, Deinen Zeh-Stumpf mit Rivanol und Beta-Isodonna Salbe behandelt... Alles half nix. Als letzten Akt der Verzweiflung habe ich Deinen Zeh und den Nachbar-Zeh nochmal operieren lassen, sonst hätte das Bein ab gemusst. Es geschah ein Wunder und der entfernte Stumpf verheilte und Du konntest Dein Bein behalten und warst von dem ganzen Gefangenwerden und behandelt werden so mürbe, dass Du die Scheu vor mir verlorst.
Berti hat uns schon viel zu früh verlassen und Ihr beide interessiertet Euch so wenig für andere Ratten, dass sich die Integration mit den Zimmerbewohnern ewig hinzog. Stattdessen gesellten sich zu Euch immer weitere Flurbewohner. Die Integrationen mit den Neuaufnahmen waren völlig unspektakulär und so wart Ihr eine stolze Truppe (Du, Nisha, Lara, Liska, Inaya, Nasya, Lilly, Paulina, Luna und Maya) als die Integration mit den Zimmerbewohnern endlich, endlich klappte.
Du wurdest im Zimmer sehr ruhig und hast Dir eine Etage im Dom für Dich ausgesucht, auf der Du eigentlich immer wohntest. Mit Nisha, Nasya und Inaya... Nasya und Inaya leben nun auch schon nicht mehr und Nisha ist auf die alten Tage zur Wanderratte geworden. Du aber bliebst Deinem Haus und Deiner Etage treu, warst immer freundlich, kamst mir immer zum Etagenrand entgegen wenn ich nach Dir rief.
Morgen wollte ich Euch neue Häuser geben, die sind heute fertig geworden... Das wolltest Du nicht mehr. Ich fand Dich eben, kalt in Deinem geliebten Haus.
Süsse, Du warst jetzt wohl deutlcih über 2 Jahre alt, ich nehme an 2 1/2 aber ich weiss es nicht genau. Du hast sicher viel erlebt von dem ich gar nichts weiss. Aber wir hatten zusammen eine tolle Zeit. Estelle, Du wirst mir fehlen, kleiner zarter Schreihals. Ich liebe Dich und meine Liebe begleitet Dich auch jetzt auf Deiner nächsten Reise.

In Liebe, Dein Hartmut 

 

 

 

 

Lilly und Osiris - mir fehlen die Worte

Lilly und Osiris, ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Ihr beide habt unabhängig voneinander letzte Woche abgebaut und wart beide recht träge. Bei Dir, liebe Lilly habe ich mir Sorgen gemacht, weil einfach Dein Allgemeinzustand abnahm, Du nicht - wie gewohnt - dominant durch die Gegend sprangst... Als das nach 3 Tagen nicht besser wurde, habe ich Dir einfach mal prophylaktisch Baytril gegeben, dass etwas nicht stimmt, habe ich gemerkt, aber weder zeigtest Du irgendwie Schmerzen, noch hattest Du Atemprobleme, kein gesträubtes Fell, nichts. Als ich gestern an Dir roch begann ich mir Sorgen zu machen, dass Du eine Gebärmutterentzündung entwickeln könntest - Antibiotikum hatten wir ja schon angefangen; so nahm ich mir vor, heute mit Dir zum Tierarzt zu fahren und Dich, lieber Osiris gleich mitzunehmen, weil Du mir in den letzten Tagen als ungelenk und tapsig aufgefallen warst. Aber auch bei Dir habe ich keine Alarmsignale wahrgenommen, die mich zur höchsten Eile getrieben hätten. Ihr beiden, was habe ich übersehen? Habe ich Euch im Stich gelassen? Ich bitte Euch für meine Fehler um Entschuldigung. Nachlässigkeit würde ich mir nict erlauben, dass wisst Ihr, dazu habe ich Euch alle viel zu lieb.

Osiris, Du bist mit Tristan und Isis Ende letzten Julis zu uns gekommen, warst also fast auf den Tag ein Jahr bei uns - es hätte so viel länger sien dürfen. Stets habe ich Deine ruhige, liebenswerte Art geliebt, kleiner Knuddelbär. Du hast bei mir mit Berti, Clyde und Baumel turbulente Zeiten erlebt und Du hast sie überlebt. Es war in letzter Zeit ruhiger, man hat Dich akzeptiert, keiner mehr da, der Dich provozieren wollte. Mein kleiner dicker Freund, Du wirst mir fehlen, Du gehörtest so fest zum Team, dass ich gar nicht glauben mag, Dich nicht mehr anzutreffen....

Lilly, Du kamst mit Paulina und Luna im Februar zu uns und obwohl Ihr 3 immer sehr präsent wart und glücklich wirktet, stand Euere Zeit bei uns nicht unter dem besten Stern. Paulina und Luna sind Dir schon vorausgeeilt und nun bist auch Du abgereist. Lilly, ich werde Dich vermissen, Du kamst mir immer schon entgegengeeilt wenn ich das Zimmer betrat. Arme kleine Maus, ich hoffe, ich habe Dein Leiden nicht übersehen.

Meine Liebe begleitet Euch, ich danke Euch für die schöne Zeit, die Ihr mir geschenkt habt. Einen grossen Teil Eueres Lebens habt Ihr mir Euere Gesellschaft geschenkt, Ihr habt Euer Leben mit mir geteilt. Die Erinnerung an Euch ist ein Schatz, den ich auf immer in meinem Herzen verwahren werde. Danke!

In tiefer Liebe, Euer Hartmut 

 

 

Thelma - mein kleiner Fels in der Brandung

Thelma, als Du im März letzten Jahres bei uns einzogst, warst Du noch nicht ausgewachsen. Ihr wurdet zu acht angeblich in einem Rucksack gefunden. Nachdem sich für die anderen Interessenten gefunden hatten und Mama ihre Babies bekommen hatte, zogt Ihr als ganzer Schwung hier bei uns ein. Du, Louise und Mama mit Deinen Nichten Fatima und Aisha seid geblieben, später kamen auch Kiki, Mili und Baika wieder zurück (statt ins Tierheim direkt zu uns). Baika und Kiki sind Dir nun schon voraus gegangen und auch bei Dir war leider alles vorgezeichnet seit wir die Diagnose Lungentumor hatten. Ich hoffe, Du hattest noch eine schöne letzte Zeit hier, wir haben gewartet, solange es noch ging. Nun aber hiess es Abschied nehmen. So wie Du Dich noch gegen die Narkosebox gewehrt hast, so sträubte sich in mir alles gegen diesen Schritt. Aber es bestand einfach keine Hoffnung mehr. Ich hoffe, Du verstehst.......
Thelma, Du warst mir eine verlässliche, liebe kleine Freundin. Nie gross im Vordergrund, aber immer dabei. Ruhig und friedlich und einem guten Bissen stets zugetan. Ich habe mich an Dir gefreut, wenn ich Dich sah, rund, zufrieden, ruhig, freundlich, kuschlig. Ich wollte, Du hättest noch so viel länger bleiben können.
Mein Herz, für Dich ist immer ein Platz in meiner Seele frei, Du warst oft unbeteiligt und mir dennoch stets nah.
Liskas Kerze ist noch nicht verloschen und ich habe eine für Dich daneben stellen müssen. Das schmerzt, mein Schatz.

Mach's gut, meine geliebte kleine Thelma. Ich wünsche Dir eine gute Reise.
Irgendwann sind wir wieder eins.

In Liebe, Dein Hartmut 

 

 

Liska - ein unvergleichlicher Charakter

Liska, mein kleiner Schatz. Als ich Dich das erste Mal live sah, drückte ich meine Nase an die Gitter Deines Käfigs und bissest rein. Es war Liebe auf den ersten Biss. Du warst einfach unvergleichlich. Keine Scheu, keine Angst, die reinste und purste Selbstverständlichkeit bestimmte Dein Verhalten. Du warst mir so nah und kamst mir auch so nah. Du kamst zum Gestreicheltwerden, zum Leckerlis abstauben, nur mal so, aus Neugier, auf Patrouille. Du warst überall dazwischen, immer die Erste, wenn es etwas zu erkunden gab. Du hast einige Menschen für Ratten begeistern können - einfach nur indem Du warst, wie Du warst. Dich konnte ich ohne Bedenken zu Neuen setzen, Du gingst ja auch selber hin, mal Tach sagen. Ich habe nicht einmal erlebt, dass Du irgendeinen Zank angefangen hättest, Du schienst mir immer so verständig, fair, freundlich, kuschlig, lieb... und schön. Wunderschön. Ich liebe Agouti-Fell. Ich habe Deine Eleganz immer bewundert, Du warst eine der besten Kletterinnen, die ich je erlebt habe. Brave Mädchen kommen in den Himmel, Liska kam überall hin.
Ich könnte stundenlang von Dir schwärmen, meine Liebe zu Dir war so tief und meine Bewunderung so gross. Es gehörte zu meinem Tagesablauf, nach der Arbeit erst einmal zu schauen, wo Du steckst und wie es Dir geht.


Du kamst mit Lara aus Bielefeld, ursprünglich sollten Inaya und Nasya herkommen, dann waren dort im TH noch zwei Einzelratzen, Du und Lara. Kurzerhand habe ich Euch beide mitgeordert und es nicht eine Sekunde je bereut. Am 18.12 seid Ihr hier angekommen. Du bist erst im Dezember 2010 geboren, also nicht einmal 2 Jahre alt geworden - und hast dennoch so tiefe Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen, die Dich - mein Schatz - so sehr lieben gelernt haben.
Eine Lungenentzündung hast Du nicht richtig überwinden können, Antibiotika und Cortison haben wir in allen denkbaren Varianten durchprobiert, am Ende wurde Dir die Luft so knapp, dass Dein Leben zur Quälerei geworden ist - und ich konnte nichts mehr für Dich tun, bis zum letzten Schritt, gegen den Du Dich so gewehrt hast. Liska, es tut mir unendlich leid, aber es musste sein. Meine Liebe begleitet Dich und es schmerzt mich unendlich tief, Abschied von Dir nehmen zu müssen. Wenn je ein Mensch eine Ratte aufrichtig und ehrlich geliebt hat, so trifft es auf mich und Dich zu.
Liska, ich wünsche Dir eine gute Reise, in meinem Herzen bleibst Du hier.

Mach's gut.

Dein Dich liebender Hartmut

 

 

 

 

Inaya - meine Friedensratte

Inaya, Ihr kamt im Dezember 2011 zu uns, Du und Deine Schwester Nasya, sowie Liska und Lara, die Euch ihre Anwesenheit hier verdanken. Nasya hatte einen riesigen Tumor und sollte eigentlich im TH eingeschläfert werden. SpringenderPunkt gelang es Euch da trotzdem vermittelt zu bekommen und Nasya operieren zu lassen und Euch dann herzubringen. Wo ich Euch eh schon nehmen wollte hab ich dann einfach gesagt, pack noch 2 Tiere drauf.... So bekamen Liska und Lara von Euch den Freifahrtschein.
Nasya und Du, Ihr beide wart einfach Häuschenratten. Immer sasst Ihr beide in Eurem Häuschen - weite Wege zu laufen war nicht Euers. Als Nasya uns dann viel zu früh verliess, bliebst Du Deinem Häuschen treu. Ich konnte Dir auch beim allerbesten Willen nie ein anderes Häuschen andrehen - keine Chance. So sasst Du tagein, tagaus in Deinem Häuschen und wartetest auf besondere Leckereien, die Du mir stets gierig aus der Hand rupftest. Du hast die Etage in dem Dom-Modul, in dem Dein Haus stand, nie freiwillig verlassen, eine so stationäre Ratte habe ich noch nie kennengelernt. Du bist durch Deine Konstanz ein kleiner Fixpunkt in meinem Leben geworden - es wird sehr schwer zu ertragen sein, Dein kleines gelbes Haus ohne Dein herausschauendes Köpfchen anzusehen. Immer warst Du zu allen friedlich und freundlich, die an Deinem Haus vorbeikamen und ich glaube jede von den anderen hat Dir irgendwann mal etwas geklaut. Ich hörte Dich so oft piepsen und wusste dann, dass Du schon wieder beklaut worden bist und jetzt Nachschub brauchst. Du wirktest nie vergrämt, immer sanft und immer ausgeglichen. Die nette Oma am Fenster, die man immer beim Vorbeilaufen freundlich grüsst und die dann ein paar nette Worte für einen hat....
Gestern gab es noch ein Yofu-Festessen auf Deiner Etage, eben beim Saubermachen, fand ich Dich kalt und steif in Deinem Häuschen; im April bist Du 2 Jahre alt geworden ....
Inaya, kleine süsse Oma, wer wacht jetzt am Kopfende meines Bettes über meinen Schlaf? Ich werde Dich vermissen - Du aber bist jetzt mit Nasya wiedervereint. Grüsse sie und richte ihr meine Liebe aus....

Mach's gut, kleiner Engel; ich hoffe, ich konnte Dich so glücklich machen wie Du mich....

In Liebe, Hartmut 

 

 

Luna - Du bleibst in meinem Herzen

Luna, was für ein Schock. Nichts Böses erwartend kam ich nach hause, ging zu Euch, wollte Euch Möhrengrün geben, dass ich Euch mitgebracht hatte. Da lagst Du - tot. Ich weiss nicht, was Dir gefehlt haben könnte, Du warst das blühende Leben. Ich hoffe, es ging schnell, als es über Dich kam. Ich hoffe Du bist friedlich gestorben, direkt neben dem Futternapf.
Du warst ein wirklich entzückendes Tier, eine geliebte Freundin, ein kleiner Sonnenschein, mein Augenstern. Sanft und lieb zu allen, kuschelig mit mir. Ich habe mich immer besonders gefreut, Dich zu sehen, ein Musterbeispiel, wie man sich seine Rattenfreundinnen nur wünschen kann und dann auch noch wunder-, wunderschön.
Mir ist leider stets nur zu bewusst, wie kurz die Zeit mit Euch ist, dennoch - mein kleiner, lieber Schatz - die Zeit mit Dir war einfach wundervoll. Ihr - Du, Lilly und Paulina - seid im Februar hier eingezogen. Leider ist Paulina inzwischen auch schon von uns gegangen....
Von vornherein warst Du kuschelig und zutraulich. Ach Luna, ich hätte noch Jahre mit Dir verbringen mögen.
Hoffentlich hast Du die Zeit hier so sehr geniessen können, wie ich die Zeit mit Dir genossen habe. Du wirst mir so sehr fehlen. Ich danke Dir für Deine Freundschaft und gebe Dir meine Liebe auf den Weg.

Ein Platz in meinem Herzen bleibt für Dich reserviert, mein kleines Kuschelchen.
Nun mach Dich auf, geh Deinen Weg, setz Deine Reise fort.

In Liebe, Dein Hartmut 

 

 

 

 

 

 

 

Karla - das Ende eines bewegten Lebens.

Du warst ein Geschenk. Du hast mir gezeigt, warum ich alte Tiere aufnehme. Im Januar kamst Du zu mir. Da hattest Du schon sooooo viel erlebt.
Deine Geburt und Deine Ursprünge liegen komplett im Dunkel. Du wurdest bei einem Wohnugsumzug zurückgelassen. Zu Deinem Riesen-Glück gerietst Du an liebevolle Menschen, die Dich aufnahmen, Dir ein Zuhause gaben, die Dir später neue Gesellschaft besorgten. Auch diese Gesellschaft hast Du überlebt. Als Du wieder alleine warst und nicht noch wieder neue Ratten angeschafft werden sollten, zogst Du kurzerhand zu mir. Hier hast Du innerhalb bemerkenswert kurzer Zeit all Deine Scheu abgelegt und wurdest eine kleine Grazie, die ich sogar in die Hand nehmen durfte. Das hätte selbst ich am Anfang nicht mehr für möglich gehalten. 5 lange Monate hast Du es Dir hier richtig gemütlich gemacht und es Dir gut gehen lassen. Du kamst immer mit allen gut zurecht, sie mochten Dich, weil Du so freundlich und unkompliziert warst. Gleich am Anfang Deines Aufenthalts bei mir habe ich Dir einen Tumor aus der Leistengegend entfernen lassen - er wuchs rasend schnell. Ich hatte Bedenken, wie ich es hinbekommen würde, die Medikamentenversorgung bei einem Tier, dass ich nicht greifen durfte, zu bewerkstelligen. Du hast mich erstaunt, weil Du auf einmal alles mitgemacht hast. Du hast wohl wirklich begriffen, dass das alles zu Deinem Besten geschah.
Wir haben oft über Dich lachen müssen, weil Du so gierig auf alles stürztest, was man Dir hinhielt. Oft, ohne Dich richtig um Deinen Halt zu kümmern. Und so hat Dich die Aussicht auf lecker Paste manch einmal irgendwo herunterpoltern lassen. Du hast sogar gelernt, dass man die Paste vom Finger lecken kann und das der Mensch in aller Regel "Aua" ruft, wenn man den Finger mit der Paste mitzunehmen versucht.
Ich habe Dein Vertrauen und Dein Interesse an mir wirklich genossen. Karla, Du warst eine wirklich grossartige kleine Dame. Du standst als Empfang immer auf Deiner Kiste im Kletterbaum, wenn ich nach hause kam. Das und so vieles mehr wird mir sooooo fehlen.
Am Schluss raffte Dich die Atemnot dahin. Nichts half, kein Antibiotikum, kein Cortison, einfach gar nichts. Heute morgen haderte ich noch mit mir, doch dann beim Tierarzt haben wir realistisch Deine Perspektiven durchgedacht. Vielleicht hätte ich Dich noch ein paar Tage am Leben lassen können. Ich weiss aber nicht, ob das das Richtige gewesen wäre.
Nun habe ich Dich auf die Reise geschickt. Ich verabschiede mich von Dir in tief empfundener Liebe. Mach's gut, kleine Ratte. Wir sehen uns....

Dein Hartmut 

 

 

Paulina - so hart gekämpft und doch verloren....


manchmal schmeckt das Leben sehr, sehr bitter. Paulina, Du hast so hart gekämpft und am Ende doch verloren. 3 lange Wochen haben wir Antibiotika durchprobiert, Dir wurde das rechte Auge entfernt, Du bekamst Cortison. Es ging immer mal kurz bergauf um kurz danach weiter bergab zu gehen. Es tut mir nicht nur leid, dass alles nicht geholfen hat, es tut mir auch so leid, dass Du unter den Rettungsversuchen noch hast so leiden müssen. Hinterher weiss man es. Es hätte ja auch helfen können. Wenn man im Umgang mit Euch zauberhaften Wesen keine Hoffnungen hat, dann kann man alles aufgeben.
Du warst noch so jung, so kräftig. Dein Kreislauf wollte eben auch überhaupt nicht aufgeben, aber der Rest von Dir wollte und konnte nicht mehr.
Am 04.02.2012 bist Du mit Luna udn Lilly hier eingezogen. Sofort habt Ihr Euch mit den damaligen Fluris vertragen. Ihr habt mit Eurer unbekümmerten und aufgeschlossenen Art die ganze langsam festgefahrene Integration beschleunigt und konntet - zack - mit dem ganzen Fluri-Rudel ins Zimmer ziehen. Für Euch folgte eine wunderschöne Zeit. Ich habe immer wieder bewundernd mich gefreut, wie selbstbestimmt Ihr Euer Leben führtet. Du warst zwar keine Handratte, aber stets freundlich und interessiert und lieb und wunderschön mit Deinen Sprenkeln.
Und dann auf einmal ging es ohne Ankündigung mit Dir bergab.

Paulina, Du hinterlässt ein Loch in dieser Welt. Deine Lebensfreude und Deine Nähe werden mir sehr fehlen. Du warst ein wundervolles Wesen und ich danke Dir von ganzem Herzen für die wunderschöne Zeit, die Du mit mir geteilt hast.
Nun mach es gut. Ich wünsche Dir eine gute Reise.

Dein Hartmut 

 

 

 

 

 

 

Kiki - es tut weh, Dich gehen zu lassen

Kiki, über Dein Leben vor dem 22.Februar 2011 weiss ich gar nichts. An diesem Tag erfuhr ich, dass Ihr 8 beim TH Oldenburg in einem Rucksack abgegeben worden seid. Ihr wart zu acht und Mama war schwanger. Als sich für Dich und Mili und Baika eine Interessentin fand und zwei weitere von Euch vermittlet wurden, nahm ich Mama mit ihren Babies und Thelma und Louise zu mir.
Doch Ihr drei und Eure Futtergeberin wurdet nicht warm miteinander und so wollte sie Euch wieder zum TH zurückgeben, weswegen Ihr dann auch noch zu mir kamt. Ab diesem Tag, dem 22.6. - vor einem Jahr - haben wir zusammen gelebt. Du wolltest nicht allzu viel von mir wissen, aber das war immer ok. Ich fand es zwar ein wenig schade, aber wer nicht will, der muss auch nicht.
Dann kamen irgendwann die ersten Tumore und Du wurdest operiert. Alles war immer ok, durch die Medikamentengabe kamen wir uns sogar ein wenig näher, so nahe, dass Du sogar bisweilen zu mir kamst. Nicht kuscheln, nein, nur Leckerli abholen....
Und jetzt auf einmal bautest Du ab und ich konnte Dir beim besten Willen nicht mehr helfen. Am Ende hast Du wirklich meine Nähe gesucht. Und das letzte, was ich für Dich tun konnte, war Dein Ende zu beschleunigen. Kiki, mach's gut.
Ich habe stets Deine freundliche, sanfte Art bewundert und mich an Deiner strahlenden Schönheit erfreut. Du bist mir - trotz allem Abstand - sehr, sehr ans Herz gewachsen und es ist schwer für mich, Dich, meine schwarze Schönheit nicht mehr zu finden, wenn ich Dich suche.
Kiki - ich habe Dich geliebt und die Liebe bleibt mit allen schönen Erinnerungen an Dich. In meinem Herzen ist ein Platz für Dich.
Nun wünsche ich Dir eine gute Reise....

Dein Hartmut 

 

 

 

Hanni - die Zeit steht niemals still....

Hanni, Du warst gerade erst einen Monat hier bei mir und hast nun Deine Weiterreise angetreten. Du kamst aus Flensburg, bist von dort nach Barssel gezogen und dann weiter nach Düsseldorf um schliesslich mit Deiner Begleitung bei mir zu landen. Hier endet Deine Reise durch diese Welt, auf der Du einige wirklich tolle Menschen hast kennenlernen dürfen. Du hast RedTeufel kennengelernt und Du hast die längste Zeit Deines Lebens bei MysticCrow verbracht. Beides Menschen mit einem grossen Herz, die Dir die Dir gebührende Liebe gegeben haben. Du warst eine grossartige und liebe Oma als ich Dich kennenlernte, die zwar nicht immer den Unterschied zwischen Essen und Mensch erkannte, die es aber nicht böse meinte und die auch wusste, wie Kuscheln geht. Ich habe Dich in mein Herz geschlossen, Dich weitgereiste, lebenserfahrene, kleine Rattendame. Dein genaues Alter, deutlich jenseits der 2 1/2 Jahre liegt in den Nebeln der Vergangenheit verborgen und Deine Geschichte kann ich nicht erzählen, die kennen andere besser als ich. Du selbst kennst sie mit Sicherheit am Genauesten und ich hoffe inständig, dass es für Dich eine schöne Geschichte war.
Hanni, Du warst die einzige zutrauliche Dame des zusammengewürfelten Haufens, der vor einem Monat hier einzog. Deine freundliche Neugier wird mir fehlen, Dein zartes Wesen, Deine freundliche Art.
Ich wollte, ich hätte Dich länger um mich haben können - aber Reisende soll man nicht aufhalten.
Mach's gut. Ich denke mit viel Liebe an Dich....

Dein Hartmut


 

 

 

Bonnie und Clyde - Ein Tierversuch namens Liebe

Ihr beiden kamt mitte April 2010 zu mir. Tiere in Not Ennepetal hatte Euch von einem Labor übernommen und wir hatten eine ganze Fuhre von Euch zur Weiterverteilung in Pappkartons übernommen und ausgeliefert. Die letzten beiden in meinem Auto wart Ihr. Euer ganzes Leben wurde zu einem Versuch, der zeigte, was Liebe bewirken kann....
Am Anfang wart Ihr so scheu wie nix Gutes. Im Laufe der Jahre aber sind wir dicke Freunde geworden und ich habe Euch jeden Moment Eures Daseins geliebt. Ihr habt die Wohnung, das Zimmer, das Rudel erobert. Ihr habt Euch ein Leben in Liebe und in Würde erobert. Ihr habt gekämpft und doch auch genossen. Und als Ihr erst so richtig begriffen habt, dass Euch von mir keine Gefahr droht, da haben wir ein Leben im Luxus gegenseitigen Vertrauens geführt. Du, Bonnie warst immer zu allen lieb. Ein so freundliches kleines Wesen wie Dich trifft man nicht so oft. Und Du Clyde, warst immer eine richtige Ganovin, eine Bandenchefin. Ich weiss nicht wieviele Pflaster ich deinetwegen verbraucht habe in der schönen, langen Zeit mit Euch.....
Es gibt so unendlich vieles über Euch zu sagen. Ein bisschen davon habe ich ja schon einmal angefangen aufzuschreiben.
Ihr beiden seid mir der Beweis, dass man mit Liebe, Liebe und noch mal Liebe auch ganz scheue Tiere zu echten Kuschlern machen kann.
Ich danke Euch für die wundervolle Zeit, die wir zusammen verbringen konnten. Doch nun ging es einfach nicht mehr. Clyde, Du warst so schwach, hast seit Wochen nur immer auf Deinen Brei gewartet. Und Bonnie, mein Herzchen, Dein Tumor war so gross und hart, wie ich es noch nie bei einer anderen Ratte erleben musste. Es war Zeit.....
... und ich hätte noch sooooooooooooooo lange mit Euch leben wollen.
Nun macht es gut, meine Liebe begleitet Euch. Ich wünsche Euch eine gute Reise.

In Liebe, Hartmut

 

 

 

 

Isis - der Tag musste irgendwann kommen....

...aber das hätte doch noch Jahre Zeit gehabt. Die Atmung war rauh und Du bekamst immer schlechter Luft. Alle Selbstmedikation, alle Tierarztbesuche konnten Dir nicht mehr helfen. Heute haben wir geröntgt. Dein Herz war massiv vergrössert und drückte auf die Bronchien - keine Chance mehr. Bevor es immer schlimmer geworden wäre, bevor Du hättest immer mehr um Luft kämpfen müssen, habe ich beschlossen, Dich gehen zu lassen. Leiden soll bei mir keiner.
Es passt irgendwie. Du hast immer ein riesengrosses Herz gezeigt, warst zu allen immer lieb und eine grossartige Gefährtin.
Isis, ohne Dich ist wie Regenbogen ohne Rot. Wie Meer ohne Blau, wie Frühlingswiese ohne Grün. Wie Blütenpracht ohne Gelb. Wie Nacht ohne Schwarz. Wie Tag ohne Licht..... Du wirst mir immer und überall fehlen, wenn ich alleine unter meine Decke schlüpfe. Wenn ich nach hause komme und Du nicht um meine Füsse wuseln wirst. Wir haben Dich so unendlich geliebt. Du kleine, grosse Persönlichkeit, Diva, Zicke, Freundin und Partnerin.
Du hinterlässt ein Loch in meinem Leben.
Isis, mach's gut. Die Götter werden Freude an Dir haben....

Ich liebe Dich, Hartmut 

 

 

 

Baika - meine grosse Kaempferin

Baika, Du warst ein stolzes und starkes Maedel und als Kaempferin werde ich Dich auch in lieber Erinnerung behalten. Im Februar vor einem Jahr seid Ihr zu acht im TH Oldenburg abgegeben worden. Deine Schwester Mama war schwanger, Ihr anderen 7 nicht. Du und Kiki und Mili seid zunaechst an eine Frau in Oldenburg vermittelt worden,ich nahm Mama mit den Babies (zur teilweisen Vermittlung), Thelma und Louise mit zu mir. Du warst wohl auf Dauer ein wenig zu frech und zu selbstbewusst, so solltet Ihr drei wieder ins TH zurueckgegeben werden. Also durftet Ihr 3 auch noch zu mir kommen. Bei mir warst Du zwar selbstbewusst und frech bis dreist, aber solche wie Dich finde ich einfach grossartig und so schloss ich Dich ganz fest in mein Herz. Diese Zuneigung beruhte wohl auf Gegenseitigkeit, denn Du warst zu mir eigentlich immer sehr freundlich und als Du nicht mehr ganz der junge Feger warst wie zu Anfang, nahm ich Dich gerne mal zum Druecken und Knuddeln hoch. Und Du liesst das auch immer gerne mit Dir machen. Du machtest nie die geringsten Anstalten, mir zu entkommen.
Du warst ein Tier, dass man Leuten zeigen kann um sie von Binchen zu ueberzeugen: gross, kraeftig, selbstbewusst und freundlich zu Menschen, auch wenn die anderen Ratten oft von Dir gezeigt bekamen, wo der Hammer haengt.
Du bekamst heute auf einmal Atemnot und wir fuhren zum Not TA. Das Roentgenbild sah gar nicht gut aus und die Prognose war sehr verhalten. Ich wollte nicht, dass Du bei einer solchen Prognose noch fuer Stunden mit Atemnot kaempfen musst und dann am Ende doch keine Moeglichkeit mehr bleibt um Dir zu helfen. Also liess ich Dich schweren Herzens gehen. Atemnot ist grausam....
Ich hoffe, meine liebste Baika, Du verstehst die Entscheidung und ich hoffe noch viel mehr, dass sie in Deinem Sinne war. Nur fuer Dich habe ich sie so getroffen.
Baika, Du wirst mir als grosse, weisse, stolze Ratte in Erinnerung bleiben. Einen  Platz in meinem Herzen wirst Du immer behalten. Ich liebe Dich und wuensche Dir eine gute Reise.

Dein Hartmut

 

 

Es tut mir so leid, Quiek!

Auch die tiefe Einsicht und das Wissen um die Unausweichlichkeit machen es mir nicht leichter. Quiek, mein Schatz, ich musste Dich heute töten lassen, auch wenn Deine Lebensenergie noch so stark war, Dein Wille ungebrochen....
Der Tumor war inzwischen so gross, dass man eine passable neue Ratte aus ihm haette formen koennen. Du warst gross, fuer eine kleine Ratte haette der Tumor durchaus gereicht. Ich habe so lange gewartet, wie ich irgendwie meinte, verantworten zu können, aber nun find die sowie so schon blanke Haut über Deiner Riesenbeule an, lila zu werden und die Schleifkratzer an dem Monstrum entzündeten sich. Es hätte nicht mehr lange gedauert und der Tumor wäre geplatzt. Also, Zeit zu Handeln. Aber glaube mir, selten ist mir der Gang zum Tierarzt schwerer gefallen.
Du hast Dich noch gewehrt, hast versucht, aus der Narkosebox wieder herauszukommen, aber ich habe Dich hineingedrückt.
Quiek, Du bist am 19.08.2009 bei mir als nacktes Würmchen mit Mama Luna, Tante Zora und Deinen 10 Geschwistern eingezogen - nun warst Du die Allerletzte, die ging.
Ich kann nicht beschreiben, wieviel Freude Ihr mir gemach habt, meine kleine, fiese, braune, fremdenfeindliche Bande. Frech wart Ihr wie nur was und alle zutraulich. Quiek, ich habe mich über Deine Gesellschaft so sehr gefreut, als junges Ding, als Ihr die Welt erobertet - später als Ihr wie die Derwische das Zimmer mit Beschlag belegtet. Dann als reife Dame, der die jungen Dinger bisweilen viel zu wild erschienen (und dabei waren die ruhig verglichen mich Euch wilder Bande damals). Schliesslich als Oma, die sich über einen kleinen Bissen extra freute und ansonsten eher mal ein Schläfchen mehr nahm....
Nun habe ich Dich wieder auf den Weg geschickt - tritt nun die Reise an ohne den Riesentumor, der Dir in letzter Zeit doch immer nur im Weg war. Mach's gut, meine geliebte, kleine Maus. In meinem Herz bleibt ein Platz für Dich frei.

In Liebe, Dein Hartmut



 

 

Gute Reise, Ehec!

Ehec, kleiner Mann. Am 03.03.2011 bist Du mit Deinen 13 Geschwistern im TH Oldenburg geboren worden und 2 Wochen später mit Mama und Deinen Geschwistern bei mir eingezogen. Ihr wart nur 4 Jungs - alle niedlich zum Ablutschen. Ihr wuchst heran, wart richtig tolle, liebe Rattenbabies und als die Zeit gekommen war, Euch von Mama und den Schwestern zu trennen, zogt Ihr zu Susann.
Du hast ein Jahr in Liebe gelebt und wurdest auf einmal schwerst krank. Als ich Dich am Freitag wiedersah, ging es mit Dir schon ziemlich dem Ende entgegen. Trotzdem hat Susann das Wochenende noch versucht, alles zu tun, um Dich in dieser Welt zu halten - aber es hatte keinen Sinn mehr. Also habe ich Dich gestern gehen lassen. Du hast Dich nicht mehr gross verabschiedet, lagst in meinem Arm und liesst Dich streicheln, derweil Du die letzten Atemzuege in dieser Welt tatst.
Ich hoffe sehr, dass der Abschied fuer Dich friedlich war, dass Du in dieser Welt alles zum Abschluss bringen konntest und dass Du die Zeit hast geniessen koennen, dass Du die Liebe gespuert hast, die Dir zu Teil wurde.
Nun bist Du wieder auf der Reise. Mach's gut kleiner Mann. Du nimmst die Liebe mit Dir, sie wird Dich auf Deinem Weg begleiten.
Ich denk an Dich, kleiner Mann. Versprochen!

Hartmut

 

 

Baileys - ohne Dich ist alles anders

Baileys, Du bist am 23.10.10 bei uns eingezogen. Da warst Du jung, vielleicht 3-4 Monate. Du hattest Milben und einen fiesen Schnupfen und Dein fieser Schnupfen hat Dich ein Leben lang begleitet.
Du hast alle Herzen im Sturm erobert, aufdringlich unbedarft, neugierig und naseweis - so warst Du und so wirst Du mir in Erinnerung bleiben. Auf alle bist Du immer offen zugegangen, hast Fremde und Freunde gleich freundlich begruesst. Und Du hast fuer Deine offene und freundliche Art oft genug welche kassiert von denen, die nicht so freundlich und dauerlieb waren und sind wie Du.
Immer wieder hast Du Antibiotika wegen Deines Schnupfen bekommen muessen und jetzt am Ende hat Deine Atemwegserkrankung Dich ratz-fatz hingerafft.
Ob ich in den letzten Tagen zuwenig auf Dich geachtet habe oder ob es wirklich so schnell ueber Dich kam - ich kann nur raetseln und werde es nie wissen.
Bis heute morgen war mir nichts besonderes an Dir aufgefallen, heute morgen aber warst Du schwach, atmetest schwerer und hattest das Fell hochgestellt.
Ich hab Dir noch Metacam gegeben und bin sofort nach der Arbeit mit Dir zum Arzt. Lunge voll, Dein Atem roch schlecht, trotzdem wollte ich Dir noch die letzte Chance geben.
Noch mal Synulox, aber es hat nicht mehr gereicht. Eben hast Du in meiner Hand die letzten Atemzuege getan.
Baileys, ich haette so unendlich gerne noch viel, viel Zeit mit Dir verbracht. Du warst mir stets eine ganz besonders gute Freundin, meine Allroundwaffe in Integrationen, mein Kuschelchen.
In meinem Herz bleibt ein Platz ganz fuer Dich alleine reserviert.
Und nun mach's gut, kleine Seele. Setz Deine Reise fort. Ich habe die Zeit mit Dir wirklich und wahrhaftig genossen.
In Liebe, Hartmut















Nasya - mein liebes kleines Ommchen

Du bist erst am 18.12.2011 hier angekommen. Nicht ganz zwei Monate warst Du hier. Eine kurze Zeit. Und dennoch eine lange Zeit. Die Laenge der Zeit haengt so sehr vom persoenlichen Erleben ab....

Freundin K. berichtete mir von einer kleinen Ratte, die einen grossen Tumor habe und im TH nicht operiert werden wuerde. Ok, ich willigte ein, die Kosten der OP zu uebernehmen und die kleine Ratte dann aufzunehmen. Natuerlich zusammen mit ihrer kleinen Partnerin. Auf einmal hiess es von TH Seite, die kleine Dame sei nicht operabel und werde eingeschlaefert. Freundin K. hat darum gekaempft, das Tier dennoch uebernehmen zu duerfen. Und so wurde das kleine Tier ausgehaendigt, operiert und gepflegt und zog dann nach Oldenburg. Richtig, Nasya, dieses kleine Tier warst Du. Wir haben um Dich gebangt und wir haben einiges unetrnommen, um Dir noch ein paar schoene Wochen schenken zu koennen....

Du kamst her und legtest trotz Riesen-Naht schnell zu, fuehltest Dich offensichtlich auch recht wohl - nur Deine Hinterbeinchen wollten nicht so recht. Nun ja, man kann als Ratte wohl auch ganz zufrieden sein, ohne durch die Gegend springen zu koennen. Fuer interessierte Ausfluege reichte es ja. Ihr Neuankoemmlinge habt sofort mit Nisha und Estelle ein feines kleines Rudelchen gegruendet, wurdet freundlich aufgenommen und wart auch zu den anderen sehr freundlich. Auch als das Laufen Dir immer schwerer fiel, schienst Du mir doch immer noch recht gut gelaunt. Dass dann noch Dein rechtes Auge erblindete, stoerte Dich nicht merklich. Immer sasst Du mit Deiner kleinen Partnerin Inaya in Eurem Haeuschen und hast Dir gerne Leckereien und Deinen geliebten Babybrei reichen lassen.

Jetzt zum Ende hin wurde es langsam schwierig, Du wolltest Dir Dein Baeuchlein nicht so gerne waschen lassen, aber selber pflegen ging auch nicht mehr. Und dann ging es seit gestern so rapide bergab, dass ich Dich heute habe erleosen lassen muessen. Ich hoffe mein Schatz, ich habe nicht zu lange gewartet.

Maeuslein, Du wirst mir fehlen, zwei Monate sind eine lange Zeit, wenn man immer morgens und abends als erstes nach Dir schaut. Sie sind eine lange Zeit, in der es zur Routine wird, Spezialessen zu servieren, das Papier im Haus zweimal taeglich zu wechseln. Aber sie sind eine kurze Zeit, wenn man Gesellschaft wie Dich um sich hat.

Liska, Lara udn Inaya koennen Dir und Deinem Leidensweg dankbar sein, denn ohne Dich waeren auch sie wohl nicht hier gelandet. Ich bin Dir dankbar, dass Du sie hergefuehrt hast.

Es gaebe noch so viel zu sagen.... Ich hoffe, ich bin Dir gerecht geworden, habe Dich nicht zu lange leiden lassen. Und habe Dir dennoch auch Deine Wuensche erfuellt....

Und nun geh mit meiner Liebe. Setze Deine Reise fort. Machs'gut.


 

 

Liebe kleine, unbekannte Ratte

... es haette so schon werden koenne mit uns zwei. Gestern rief mich die TA-Klinik an, Du seist bei ihnen als Fundtier abgegeben worden mit einem grossen Tumor am Bauch, der kurz vor dem Platzen sei. Ansonsten aber seist Du fit und kregel. Wenn sie keinen faenden, der Dich haben moechte, muessten sie Dich einschlaefern.
Ich sagte, natuerlich seist Du mir willkommen und die Kosten fuer die OP uebernehme ich gerne.
Heute morgen hab ich die Transportbox fuer Dich ins Auto gestellt und mit zur Arbeit genommen, sehr gespannt darauf, Dich nachher abholen zu koennen und in Dein neues Heim bringen zu duerfen.
Aber es sollte nicht so kommen. Eben rief mich die Klinik an, dass Du die OP nicht verkraftet haettest. Dass Du Dich auf gemacht hast, auf und davon, auf die Reise ohne den Ballast Deines tumoroesen Koerpers, der viel zu lange unbehandelt geblieben war. Vielleicht war das eine gute Entscheidung, ich weiss es nicht. Kleine Maus, wir haetten noch so viel Freude haben koennen, so aber bleibt mir nichts, als Dir eine gute Reise zu wuenschen.
Mach's gut, vielleicht treffen wir uns ja woanders mal, in einem anderen Leben, in einer anderen Welt. Ich wuensche Dir auf jeden Fall von ganzem Herzen alles Gute. Moege Dich meine Zuneigung, Achtung und Liebe noch auf Deiner Reise erreichen.....

Hab's gut, Hartmut


 

 

Fiep - Agouti Engelchen

Liebste Fiep, ich habe Deine Seele aus Deinem kleinen, schiefen, verbeulten und schwachen Koerper gerissen und auf die Weiterreise geschickt. Ich hoffe, das war richtig. Seit Monaten wuchsen die Beulen an Deinem Koerper an den verschiedensten Stellen. Mitte Dezember kam ein Schiefkopf dazu, fuer den es keinerlei Entzuendungsursachen zu erkennen gab und der auch trotz Antibiotikum langsam immer staerker wurde. Obwohl Du noch einiges an Lebenswillen zeigtest hatte ich so grosse Angst, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen, dass ich Dich heute auf die Reise schicken musste. Wenn es zu frueh war, hoffe ich, dass Du verzeihst....

Fiep, Du warst ein zuckersuesses Agouti Engelchen. Immer in der Bande Deiner Schwestern unterwegs, freundlich und lieb. Jedenfalls zu mir. Fremden Ratten gegenueber konntet Ihr ganz schoen stinkstiebelig sein. Aber sowie sie dazu gehoerten, warst Du immer ein freundliches, kleines Rudeltierchen.
Meine Gedanken gehen zurueck in die "gute, alte Zeit", als Ihr noch alle 9 durchenander wuseltet. Ich kenne Dich vom ersten Tag Deines Lebens und habe Deinen letzten Tag ebenfalls erlebt. Ihr wart, Ihr seid ein Teil meines Lebens. Ein wunderschoener Teil. Euer Leben bei mir zu verbringen war das schoenste Geburtstagsgeschenk, dass ich je erhalten habe. Aber die Zeit steht niemals still....
Schings Kerze ist gestern erst erloschen und heute musste ich Deine Kerze anzuenden. Machs gut, kleine Fiep, ich habe Dich geliebt und werde in meinem Herzen stets Platz fuer Dich behalten.

In Liebe, Dein Hartmut


 

 

 

Sching - kleine Piratin

Ihr kamt am Tag Euerer Geburt, der auch mein Geburtstag war, klein, nackig und piepsend unter Eurer Mutter Luna zu uns. Luna war von Anfang an eine grossartige Mutter und Zora war Euch eine liebevolle Tante. Ihr wuchst und gediehet und als Ihr Euer zartes Fell bekamt und die Aeuglein oeffnetet, zeigte sich, dass eine von Euch eine leicht missglueckte Husky-Zeichnung hatte, auf der einen Seite der Huskyzacken ums Auge herum und auf der anderen Seite weisses Fell. Piratin nannten wir Dich und Du warst von Anfang an besonders mutig, keck und draufgaengerisch. Du bliebst mit Deinen 8 Schwestern bei uns, Deine zwei Brueder zogen zu einem guten Freund.
Sching, ihr seid die erste Generation von Ratten, die von klein auf bei uns war. Tiere, die Kaefige nur als Zufluchtsort kennengelernt haben, die so gut wie nie in ihrem Leben eingesperrt waren. Das war Euch entsprechend anzumerken: das Zimmer war Euers, die Welt gehoerte Euch und Fremde durften nur nach sehr langer Eingewoehnungszeit mit in das Zimmer ziehen, Ihr habt Euer Revier stets tapfer verteidigt, manchmal auch gegen mich.
Natuerlich wurdet Ihr und auch Du im Alter ruhiger. Kuschlig und lieb und sozial mit Eurem Rudel und auch mit mir wart Ihr ja immer schon, aber nun wurdest insbesondere Du auch sehr viel haeuslicher. Fast ein halbes Jahr - bis zu ihrem Tod - hast Du mit Schong auf Eurer Etage im Dom gelebt, hast Du mit Schong zuverlaessig immer im selben Sputnik gelegen. Es muss Dir einsam geworden sein, als Schong nicht mehr da war, zwar hast Du Dich auch gut mit den juengeren vertragen, aber eine allerbeste Freundin-Schwester ist doch etwas anderes.
Sching, Du warst eine grosse Dame, wir haben soooooooooo vieles miteinander erlebt, wir haben Dein ganzes, kleines Rattenleben - immerhin bist Du 2 1/3 geworden -  miteinander verbracht. Auch von meinem Leben war das eine lange und grossartige Zeit. Es war nun Zeit fuer Dich, dieses Leben zu verlassen, aber Du bleibst in meiner und nicht nur in meiner Erinnerung eine geliebte Gefaehrtin und eine grossartige Freundin. In meinem Herz ist fuer immer ein Platz fuer Dich....

Dein Hartmut


 

 

 

 

 

 

Berti - es war weit mehr als Freundschaft

Aus meinen Ratten-Notizen: "02.09 Habe mich bereit erklaert einen 'bissigen' Kastraten (Berti) und zwei "unfreundliche Damen" aufzunehmen. Bin gespannt."

Und dann kamt Ihr 3. Ein schissiger grosser Junge und 2 genau so aengstliche Maedels. Ich habe Euch am 2ten Tag Eurer Anwesenheit hier zusammengesetzt und Ihr habt Euch sofort vertragen. Ihr wart wohl froh, mit Euerer Angst nicht so alleine zu sein. Ihr habt den Flur bekommen und konntet Euch bald mit den Zimmerbewohnern beschnuppern. Dein erstes Zusammentreffen mit Osiris war ne Katastrophe und endete fuer mich sehr blutig, weil ich schnell genug war um abzubekommen, was fuer Osiris gedacht war. Osiris Revanche am naechsten Tag hab wieder ich abbekommen - wieder wars recht blutig.
In der Folge reichte es schon, wenn Osiris auf meinem Fuss gesessen hatte, dass Du herzhaft zugebissen hast. Einmal hast Du die Vene meines grossen Onkels erwischt und der Flur schwamm im Blut.
Du wurdest sicherer und der Flur als Revier war fuer Dich so ok, dass ich die Absperrung vom Zimmer aufmachen konnte, wie ich wollte. Interessierte ausser Nisha niemanden auch nur die Bohne. Na dufte, so hatte ich zwei Rudel mit aneinander grenzenden Revieren.
Ich habe Dich in der kurzen Zeit, die Ihr jetzt hier seid, fest in mein Herz geschlossen und Du bist so ruhig und freundlich geworden, hast soviel von Deiner Angst verloren, dass Du ein richtiger Schmuser geworden bist. Ein so liebenswerter, huebscher kleiner Kerl....
Berti, mein Schatz, ich habe mir ueberhaupt nichts dabei gedacht, als Du heute morgen nicht auftauchtest. Man hat ja mal Tage, an denen man laenger schlafen moechte. Heute morgen war es allgemein recht ruhig. Als Du aber eben auch nicht angelaufen kamst, wie es Deine Art geworden ist, hab ich angefangen, Dich zu  suchen. Ganz unten in der Kiste mit Holzwolle habe ich Dich gefunden, stocksteif. Keine Ahnung, mein Schatz, was Dir gefehlt haben mag. Gestern haben wir noch zusammen (alkoholfreies) Bier getrunken.....
Berti, ich hoffe, es hat Dir hier gefallen und Du hast ein wenig das finden koennen, was Dir zuvor versagt war. Ich jedenfalls habe Dich so fest in mein Herz geschlossen, dass es mir sehr weh tut, so ueberraschend Abschied von meinem kleinen, schissigen, geliebten Freund zu nehmen, der Du mir geworden bist.
Nun lauf, mein Schatz, setze Deine Reise fort.

Dein  Hartmut


 

 

 

 

Schong - als Du gingst, laeutetendie Glocken

Die Glocken begannen zu laeuten, als ich die TA Praxis verliess und hoerten auf, als ich Deinen toten Koerper in das Loch im Garten legte.
Schong, Du bist mir mit Deinen Geschwistern quasi in die Hand geboren worden und Du verliessest aus meiner Hand diese Welt. Am Tag Eurer Geburt seid Ihr bei uns eingezogen, Du warst mir 2 1/4 Jahr eine liebe, treue Freundin. Schon frueh zeigte sich bei Dir, dass Du eine Seele von Ratte warst, ruhiger als die anderen meist, ein wenig runder auch und immer freundlich, lieb und kuschlig. Du warst aber immer dabei, wenn es daran ging, Neues zu erkunden, neue Ratten kennenzulernen. Krawall brauchte ich bei Dir eigentlich nie zu befuerchten, Du warst immer zu allen lieb. Spaeter, als Eure Kraefte weniger wurden und Ihr eigentlich am liebsten eine ruhige Kugel schieben wolltet, bist Du mit Sching in Euren Sputnik gezogen, wo ich Euch monatelang immer zuverlaessig zu zweit gefunden habe, wenn ich Euch suchte.
Du hast viel erlebt in Deinem kleinen Rattenleben und Du hast mir sooooo viel Freude gemacht. Ich danke Dir aus ganzem Herzen, dass Du Dein Leben mit mir geteilt hast. Kleine, geliebte Schong. Es tut weh Euch eine nach der anderen gehen zu lassen. Euren Platz in meinem Herzen aber behaltet Ihr sowieso.
Schong, gestern war alles ein wenig hektisch, aber ich habe immerzu an Dich denken muessen und ich werde auch weiter gerne an Dich denken.
Ich wuensche Dir eine gute Reise, Du kleiens sanftes Baellchen.

Dein Hartmut


 

 

 

 

 

 

Black - mein kleines Ottertier

An einen kleinen Otter hast Du mich immer erinnert, wenn Du in gebueckter Dumbohaltung und mit viel, viel ungelenker und polteriger Kraft durch unser Zimmer hoppeltest. Das Hoppeln ging jetzt schon laenger wegen Deines grossen, fiesen Bumbles nicht mehr, aber die kraftvolle, ungelenke Art hast Du Dir noch lange erhalten. Jetzt am Schluss ging gar nicht merh viel und dennoch ist es mir unendlich schwer gefallen, Dich aus dieser Welt zu schicken. Ich hoffe, Du verstehst, dass ich meine Entscheidung aus echter, tiefer Liebe getroffen habe...
Du bist im Februar 2010 mit Deiner Schwester Beauty bei uns eingezogen. Schnell hast Du angefangen, die Scene zu beherrschen. Nicht mit Gewalt und niemals fies jemand anderem gegenueber, immer mit grosser Selbstverstaendlichkeit... Dir konnte einfach niemand wirklich etwas anhaben. Chef sein war Dir aber glaube ich egal, nur in Ruhe gelassen werden und Dein eigenes Ding durchziehen. Dabei waren wir Menschen dann auch eher als Zuschauer geduldet, sonderlich viel mit mir wolltest Du eigentlich nie zu tun haben. Umso fieser dann, dass ich Dich in der letzten Zeit immerzu wegen Deines Bumble-Fusses mit Medizin und Eincremen, Festhalten nd Untersuchen nerve musste. Der doofe Fuss wurde und wurde nicht besser und gerade dann, als der Fuss eigentlich auf dem besten Wege war, fingen Deine Kraefte an Dich zu verlassen.
Black, ich habe Dich immer bewundert. Du warst eine Schoenheit mit ganz eigener Anmut, eine kleine Heldin und eine grossartige Freundin. Dein Auftritt wird mir fehlen, Deine sanfte, bestimmte Art. Wie sehr habe ich mich immer gefreut, wenn ich Dich irgendwo herumbutschern sah.
Black, Zeiten werden nie wieder sein, wie Zeiten einmal waren. Die Zeit bleibt niemals stehen udn Du musstest weiter...
Meine Liebe begleitet Dich, gruess mir die Anderen...

Dein Hartmut

 

 

 

Fluffy - treue Gefaehrtin

Du kamst im Mai 2010 zu mir, warst mit Nullpunkt zur "Urlaubsbetreuung" in Oldenburg. Leider hatte sich bei der armen Nullpunkt ihre Atemnot so entwickelt, dass ich sie gehen lassen musste. Statt Dich an MysticCrow zurueckzugeben, durfte ich Dich bei mir behalten und so konntest Du zu Deinen Schwestern Black und Beauty, die schon seit Februar bei uns waren. Die Integration zu den anderen damaligen Flurbewohnern war ein Kinderspiel, Euch alle mit dem Zimmerrudel zu vereinen, war deutlich schwieriger. Vor allem Luna und Du habt Euch staendig belagert und als alles andere schon geregelt war, sassest Du immer noch oft in einem Haeuschen, Tunnel, sonstigen Versteck - Luna davor - und hast gepiept.....
Trotz aller anfaenglicher Schwierigkeiten seid Ihr dann doch irgendwann ins Zimmer mit eingezogen und dort hast Du ueber ein Jahr gelebt - mit allen anderen in einer schoenen, grossen Gruppe, in der Du Dich hoffentlich immer wohl gefuehlt hast.
Wenn man aelter wird, kommen irgendwann die Schwierigkeiten... Du warst immer mal wieder ein Patient beim TA: erst mit einem schwierigen Abszess, dann mit einem erbsenrunden, vollgebluteten Ohr, das spaeter wie ein welkes Salatblatt schrumpelte. Ein Auge hast Du durch einen Tumor eingebuesst, die Atmung machte immer mal wieder Schwierigkeiten, Du bekamst Tumore und die Beine wollten nicht mehr so.
Bei alledm hast Du aber auch sehr glueckliche Zeiten im Rudel verlebt, viel in einer grossen Gruppe gekuschelt und warst mein kleiner Sonnenschein. Da Du schon lange Cortison wegen Deiner Tumore bekamst, brauchte ich meistens nur Deinen Namen zu rufen, wir beide kannten das Medizin-Ritual in- und auswendig...
Du warst immer eine liebe, freundliche, wunderschoene kleine Dame. Fluffy, Dir hat die Sonne in Deinem Leben nicht immer nur geschienen. Du hast mich ein grosses Stueck auf meinem Weg begleitet und ich hatte Dich sooooooo gerne um mich.
 Nun ging es einfach nicht mehr weiter und ich habe Dein Leben in dieser Welt beenden lassen. Du fehlst mir und wirst immer Deinen Platz in meinem Herzen behalten. Ich wuensche Dir eine gute Reise. Mach's gut.

Dein  Hartmut

 

 

 

Imelda - alte Ganovin

Du kamst genau morgen vor einem Jahr mit Esmeralda und Jimini zu uns. Deine beiden Begleiter haben uns schon lange verlassen. Du warst prima in dem grossen Rudel integriert und hast Dich eigentlich nie besonders fuer uns Menschen interessiert. Meist sah ich Dich nur von weitem, wenn Du irgendwo um die Ecke lugtest. Schon bei Deinem ersten Anblick sagte Trude damals, Du haettest einen ganovenhaften Blick. Ein wenig schael, mit leicht zugekniffenen Augen....
Aber Du warst immer eine ganz liebe, etwas scheue, aber ueberaus freundliche Ratte. Du hast Dich durchgesetzt und das war auch gut so. Aber auch ich habe Dich gerne zaertlich "meine Ganovin" genannt, obwohl Du ueberhaupt keine warst.
Du warst immer unterwegs und im Kaefig hast Du Dich so gut wie nie aufgehalten, sasst immer eher in einem Haeuschen irgendwo in der Zimmerecke.
Dann wurden auch Deine Kraefte weniger und Du solltest mit Fluffy, Kiwi, Mona udn tabsy eine Alten-WG starten, da Deine Hinterbeine nicht merh so recht wollten und die fiesen Jungmaedels Dich immer oefter einfach umrannten. Leider hat Aygül Dir dann wohl in Deinen Fuss gebissen. Das Gelenl entzuendete sich und wir haben alles nur Denkbare versucht, aber die Entzuendung wollte nicht nachlassen, der Keim war multi-resistent. Seit wir beschlossen, Dich mit keiner weitere Medikametierung mehr zu quaelen und Dir nur noch Metzcam zu geben, sind nun 2 Wochen vergangen; Zeit, die Du hoffentlcih noch genossen hast. Heute dann lagst Du ganz entkraeftet in Deiner Ecke, als ich nach Hause kam. Ich habe noch versucht, mit Dir den Arzt zu erreichen, aber der Tod ritt schneller und holte uns unterwegs ein.
Meine suesse, kleine Imelda, ich hoffe, Dir hat die Zeit hier mit uns so gut gefallen, wie sie mir gefallen hat. Du warst eine besondere, selbstaendige kleine Dame. Nun bist Du fort und wirst mir fehlen.
Meine Liebe begleitet Dich auf Deiner weiteren Reise. Ich danke Dir fuer die schoene Zeit, die Du mit mir geteilt hast.

Tausend Kuesse sende ich mit Dir auf Deine Reise........

Machs gut.

Dein Hartmut

 

 

 

 

 

Mach's gut, suesse Baumel

Liebe Baumel, Du hast es den Menschen, die Dich liebten nicht immer leicht gemacht.
Du kamst im Juni zu uns. Nachdem Du eine lange Zeit mit einem Kastraten zusammengelebt hattest, hattest Du einer Rudelvergroesserung nicht zugestimmt und Dich gegen die Neuen und auch wohl gegen Deinen alten Partner gewandt und wurdest wegen dieser Schwierigkeiten weggegeben. Bei uns warst Du die erste Zeit fuerchterlich scheu, anfassen wolltest Du nicht und Du hast auch lange allen Versuchen, Dich zu integrieren, standhaft widerstanden. Als dann im Juli Isis und Osiris zu uns kamen, war Dein Eis ratzfatz gebrochen und Du hattest auf einmal wieder ein Rudel zu dem Du gehoertest. Auch Aygül habt Ihr drei dann einfach mit aufgenommen und so wart Ihr zu viert, als Ihr Euch der Integration mit dem grossen Rudel im Zimmer stelltet. Da Du und Isis die Voliere nicht wirklich verlassen wolltet, seid Ihr eben mit der Voliere zu den anderen ins Zimmer gezogen. Du bist der Voliere bis zuletzt treu geblieben und hast nur selten einen Erkundungsgang durchs Zimmer gemacht. Aber immerhin bist Du mit dem Rest der Baggage ganz gut zurecht gekommen....
Dich anzufassen oder einzufangen blieb bei Dir so einfach wie bei einem haarigen Stueck feuchter Seife. Ich glaube, in der ganzen Zeit, die Du bei mir wohntest, habe ich Dich nicht zehnmal zu fassen bekommen.... Aber Leckerlis durfte ich Dir schon geben und Du bist auch vorsichtig und scheu zu mir gekommen. Ich habe mic ueber jedes kleine Zeichen Deines Vertrauens sehr gefreut.
Seit ein paar Tagen habe ich gesehen, dass bei Dir etwas nicht ganz stimmt und gestern zeigtest Du Anzeichen von Atemnot. Wir haben noch mit der AB Behandlung angefangen und ich wollte Dich verschaerft im Auge behalten. Dass muss ich nun nicht mehr, heute morgen lagst Du tot vor der Voliere.
Liebe kleine Baumel, man muss sich nicht koerperlich beruehren um sich zu moegen. Liebe kann man auch beim entfernen Betrachten empfinden. Ich hoffe so sehr, dass ich Dir habe gerecht werden koennen und dass Du Dein Leben bei uns hast geniessen koennen.
Baumelchen, fuer mich hast Du fest zu meinem Leben gehoert. Dein Platz in meinem Herzen bleibt immer fuer Dich frei......
Mach's gut, ich wuensche Dir eine gute Reise.

Dein Hartmut

 

 

 

 

Mona - kleine Oma

Du warst nicht lange hier, aber Du warst kein Gast. Hier war Dein Zuhause, Dein letztes Zuhause. Schon in den Sommerferien warst Du damals noch mit Molly und Mobi fuer 3 Wochen hier und wir haben uns gefreut und gestaunt, was fuer einen Lebenswillen Ihr 3 zeigtet. Dein genaues Alter kenne ich nicht aber schon im Sommer warst Du locker 3 Jahre alt. Im September mussten dann Molly und Mobi diese Welt verlassen und die kleine Hanna fragte aus Liebe zu Dir, ob Du nicht hier Deine letzte Zeit in Gesellschaft verbringen koenntest. So kamst Du dann zu Fluffy, Kiwi und Tabsy. Kiwi und Tabsy mussten viel zu frueh gehen, so kam Imelda dann noch zu Euch beiden und Ihr wart meine Altengruppe. Verstanden habt Ihr Alten Euch alle auf Anhieb und lieb wart Ihr auch immer. Du kleines, sonniges Gemuet hast Dich ueberall eingepasst, warst kuschlig, friedlich, freundlich.
Leider liessen Deine Kraefte so sehr nach, dass acuh Du heute diese Welt verlassen hast, die ohne Dich wieder ein unersetzliches Stueck verloren hat.
Kleine Mona, Du bist sehr alt geworden und ich hoffe, ich habe Dir in Deinen letzten Tagen noch meine Liebe geben koennen, auch wenn die Zeit immer zu kurz war und ich mich im Wesentlichen darauf beschreankt habe, Euch ein friedliches, gemuetliches Zuhause zu bieten. Geh mit meiner Liebe, ich werde an Dich denken......

Meine kleine Oma, Persoenlichkeiten wie Du erwaermen die Welt und lassen sie funkeln und glaenzen und scheinen in Eurer Pracht. Mach's gut. Ich wuensche Dir eine gute Reise.

Dein Hartmut

 

 

 

Kiwi - Du bist fort und bleibst mir doch so nah

Kiwi, meine liebe, kleine Kiwi, nun bist auch Du gegangen. Ich habe es mir nie vorstellen moegen und koennen, aber der Zeitpunkt ist gekommen fuer ein Leben ohne Kiwi. Nicht ganz ohne, denn Du bleibst in meinem Herzen, aber trotzdem bist Du nicht mehr hier.
Vor ziemlich genau einem Jahr bist Du mit Djuka, Grisu, Naju und Tabsy zu mir gekommen und hast so gut Du es konntest, mein Leben auf den Kopf gestellt. Du warst immer eine Kuschlerin, zutraulich bis zum Geht-nicht-mehr. Alle unsere Gaeste konntest Du im Nu um den Finger wickeln, hast viele Menschen von den unbedingten Vorteilen der Rattenhaltung ueberzeugen koennen. Oft hast Du bei mir im Bett geschlafen, hast mich erwartet, wenn ich heimkam, bist auf mir herumgeturnt (und nicht nur auf mir....). Du warst eine Koenigin des Bunkerns, selbst (oder gerade?) Hirsekoerner hast Du Dir in Sicherheit gebracht. Du warst verlaesslich lieb zu allen und die meisten auch zu Dir.
Du warst nie wirklich krank, Du warst ja auch noch recht jung mit Deinen gerade mal eineinhalb Jahren. Und dann bautest Du ab, ich konnte nichts fuer Dich tun, obwohl ich es so gerne getan haette. Du wurdest schwaecher und schwaecher und bist am Ende auf dem Weg zum Nottierarzt in meinem Shirt gestorben.
Kiwi, meine Herzkoenigin, Du gehst mit meiner Liebe. Ich haette so gerne noch soooooooo viel Zeit mit Dir verbracht. Aber es sollte nicht sein.
Du hinterlaesst viel Tarurigkeit und hast uns doch auch so schoene Erinnerungen an Dich hinterlassen. Mach es gut, ich hoffe, wir treffen uns irgendwann wieder.

Dein Dich liebender Hartmut


 

 

 

 

Tabsy - Ich danke Dir fuer das schoene Jahr

Fuer Dich war es Dein halbes Leben, fuer mich ein wundervolles Jahr.
Du kamst am 27.08 als letzte Ueberlebende Deines Rudelchens zu mir, alleine, aengstlich. Am selben Tag zogen auch Kiwi, Grisu, Djuka und Naju ein und Du geselltest Dich einfach so dazu. Kompliziert warst Du eh nie, eine kleine, auffallend freundliche Ratte, die sich mit allen gut verstand und die mit zu allen stets freundlich war.
Gleich am ersten Tag fiel uns auf, dass Du den Kopf schief hieltst. Du warst kein NutriCal gewoehnt, kanntest mich nicht und so half alles nichts, die Medizin gab es unter Zwang aus der Spritze in den Mund. Keine sehr vertrauensfoerdernde Massnahme, ich weiss. Aber Du hast Dich trotzdem an mich gewoehnt, hast auch immer mehr Vertrauen zu mir gefunden. Ein leichter Schiefkopf aber blieb Dir erhalten.
Du warst oft mein Trumpf bei Integrationen: "Tabsy ist lieb, die tut niemandem etwas und ist aufgeschlossen...". So warst Du dann auch mit Bonnie und Baileys die Ersten, die Baumel willkommen hiessen.
Vielleicht haette ich schon stutzig werden muessen, als Du von Schings und Schongs Etage auf den Boden gezogen bist und Deinen Wirkungskreis auf den Tuerbereich beschraenkt hast. Als es mir aufgefallen ist, warst Du wohl schon ziemlich krank, leicht orientierungslos und schlapp. Hammerdroehnungen Chloramphenicol sollten die vermutete Hirnhautentzuendung bekaempfen, Du hast sie artig aus der Spritze genuckelt. Allein, es half nicht mehr. Was es auch war, ein Tumor, eine doch schwerere Erkrankung, ich konnte nur noch zusehen, Dir Babybrei und Medizin einfloessen. Ich haette Dich gestern schon erloesen sollen, aber ich hoffte so sehr auf die Medizin - es tut mir sehr, sehr leid. Heute morgen dann haben wir den Weg zum TA gewaehlt. Du warst am Ende Deiner Kraefte.
Tabsy, mein kleiner Schatz, Du wirst mir fehlen. Du bist mir eine gute, kleine Freundin gewesen. Ich hoffe, Du hast meine Liebe in jedem Moment - aber auch besonders in Deinen schweren, letzten Stunden  - gespuert.
Ich wuensche Dir eine gute Reise, Du wirst fuer immer ein Teil meines Lebens bleiben....

Dein Hartmut

 

 

 

Husch, Schang und Quietsch - Ich lache mit den Lebenden und weine um die Toten

Husch, Schang und Quietsch - am ersten Tag Eurer kleinen Rattenleben habe ich Euch als nackte, hilflose Wuermchen zusammen mit Euren 6 Schwestern, 2 Bruedern, Eurer Mama Luna und Tante Zora zu uns geholt. An meinem, an Eurem Geburtstag. Am letzten Tag Eurer kleinen Rattenleben habe ich Euch - eine nach der anderen - in die Narkosebox gesetzt. Adieu meine geliebten, treuen, kleinen Freundinnnen.

Es gibt nur eine Belastung fuer mein Gewissen, die schlimmer waere, als das Gefuehl, Euch zu frueh gehen gelassen zu haben: Das Wissen darum, wenn es zu spaet gewesen waere.

Ihr 9 kleinen Maedels seid damals bei mir geblieben: Sching, Schang, Schong, Husch, Zisch, Quietsch, Quiek und Fiep. Eure beiden Brueder sind zu Holger gezogen. Ihr wart ein fideler Haufen, der mir so unendlich viel Freude bereitet hat. Und dann, im Alter von nur 3 Monaten bekamst Du, meine Quietsch, eine Beule - Fibrosarkom. Prognose infaust sagte man mir damals. Man muesse rund um den Tumor ca. 3cm wegschneiden, um sicher zu gehen, den Tumor entfernt zu haben. Nach Deiner ersten OP waren die Klammern noch nicht gezogen, da war die Beule wieder da. Also nochmal und soviel wegschneiden, wie man bei einer 3 Monate alten Ratte wegschneiden kann..... Du musstest alleine sitzen, Du bekamst einen Klebesreifen um Deinen zarten Leib, damit Du nicht an die Wunde gehst. Seit dieser Zeit, meine liebe Quietsch, hast Du mir nicht mehr wirklich ueber den Weg getraut. Seit dieser Zeit hatte ich oefters Deine Zaehnchen in meinen Fingern wenn ich Dir zu nah kam. Aber es hat geholfen. Der Tumor blieb weg und kam nicht wieder. Die TÄ meiner TA-Klinik, in die Du nicht mehr wieder wolltest, fragten mich noch lange immer wieder nach Dir. Und ich konnte immer strahlend sagen: "Quietsch ist gesund".
Nun aber warst Du alt und klapprig, wegen eines entstehenden Tumors am Kiefer konntest Du seit Tagen wohl nur noch den Brei essen, den ich Euch Alten vorsichtshalber immer hingestellt habe. Ich hoffe sehr, dass ich Dein Leiden nicht zu lange uebersehen habe. Heute jedenfalls hat es ein Ende.

Vor langen 4 Monaten, im Anfang Mai, entdeckte ich bei Euch Schang, Husch und Eurer schon gestorbenen Schwester Zisch dicke Lymphknoten - Operation sinnlos wurde mir gesagt, Lymphdruesen tumorös wurde mir gesagt, Cortison bis an Euer Lebensende. 4 lange Monate habt Ihr jetzt Prednisolon und Tamoxifen bekommen. Jeden Abend wartetet Ihr schon an der Tuer auf Eure Medizin mit NutriCal. Ein kleines Fest an jedem Tag fuer Euch... Ich haette nie geglaubt, dass Ihr beide so lange durchhalten wuerdet, die Beulen wuchsen, Ihr wurdet gleichwohl immer weniger. Es haette noch einige Zeit so weitergehen koennen, aber meine Sorge, dass es Euch ploetzlich sehr schlecht gehen koennte wuchs mit Euren Tumoren. Es mag ein wenig zu frueh gewesen sein, doch ist es besser so, als Euch zu spaet erloesen zu lassen, wenn Euch die Krankheit unertraeglich quaelt.

Meine suessen, geliebten Tiere, ich haette noch Ewigkeiten mit Euch verbringen koennen und wollen; nun seid Ihr fort und hinterlasst ein grosses Loch in meinem Herzen. Ich gehe jetzt gleich zu den Lebenden, aber ich werde an Euch denken und Euch in meinem Herzen tragen.

Geht in Frieden, ich wuensche Euch eine gute Reise.......
Euer Hartmut

 

 

 

Esmeralda - Ein Engel warst Du schon im Leben...

Was soll da also noch eine Steigerung moeglich sein. Du warst so sanft und lieb und freundlich... Kleine Maus, es tut mir so leid.

Du kamst mit Jimini und Imelda ueber ein Notfallvermittlungsangebot zu mir. Eure damalige Halterin, die Euch ehrlich liebte, musste Euch weggeben, weil sie ein Kind bekam. Mit Dir wollte und sollte ich besomders vorsichtig sein - kleine Spastikerin, die immer wild zappelte, wenn es irgendwie stressig wurde. Jimini ist leider schon sehr frueh gegangen, aber Du fandest Anschluss bei den anderen ruhigen, aelteren Tieren. Viel aus Deinem Haus bist Du nie gegagngen, Deine Spasmen waren wohl eine grosse Einschraenkung.
Es war stets eine verlaessliche Groesse, Dich in Deinem Haeuschen auf der Futteretage vorfinden zu koennen. In Deinen spaeten Tagen bekamst Du taeglich Cortison; wir haben uns koestlich amuesiert, wenn Du aus Deinem Haeuschen geschossen kamst, Dir den Loeffel schnapptest und *wutsch* mit ihm in Deinem Haeuschen verschwandest. Ueberhaupt hast Du so oft daneben geschnappt, wenn wir Dir etwas leckeres hinhielten: Immer erst in die Finger hapsen, dann schliesslich im dritten oder vierten Versuch auch das Angebotene erwischen. Wie oft hast Du am FInger gezerrt, um ihn in Deinem Eifer in Dein Haeuschen zu bekommen. Trude hat sich immer fuerchterlich erschreckt.
Heute morgen hast Du Dein Haeuschen verlassen und kamst in mein Bett gekrochen als ich gerade am Aufwachen war. Minuten spaeter warst Du tot. Ich konnte Dich noch ein letztes Mal streicheln.... auch diese Zeit war zu kurz, wie die ganze Zeit mit Dir zu kurz war.
Esmeralda, meine Suesse, ich habe Deinen Koerper unter dem Walnussbaum begraben, Deine kleine Seele ist jetzt frei und nicht mehr gefangen in dem gehandicapten Koerper, der nicht immer ganz Dein eigener war. Ich wuensche Dir von ganzem Herzen alles Gute. Reise weiter, Dein Andenken lebt hier weiter.
Suesse, kuschelige Maus, ich werde Dich sehr vermissen.
Dein Hartmut


 

 

 

 

Djuka - meine scheue Grazie

Als Du mit Kiwi, Naju und Grisu vor ziemlich genau einem Jahr zu uns kamst, war ich voellig fasziniert. Eine so schoene Husky-Ratte wie Dich hatte ich noch nie gesehen. In Deiner Willkommenspanik hast Du Dich durch ein Loch in ein Haeuschen gezwaengt, durch das Du vorher und hinterher nie gepasst haettest. Den Anblick werde ich nie vergessen. Die Integration mit Fluffy, Black, Bonnie, Clyde und Tabsy, die am selben Tag zu uns kam, war voellig problemlos. Du bliebst eine Schoenheit, die ich v.A. aus der Ferne beobachten durfte.
Wenn es darauf ankam, nach Deiner ersten Operation (bei der ein hartes, broeseliges Gewaechs mit Deinem Ellenbogen verwachsen war...) hast Du Dich aber sehr kooperative verhalten. Aber mit mir zu kuscheln war nun mal nicht Dein Ding. Vor einem Monat musste auf der anderen Seite wieder ein Tumor entfernt werden.
Ob diese OP zuviel fuer Dich war oder etwas ganz anderes war, werde ich nie erfahren. Auf jeden Fall wurde Dir vor einer Woche die Luft knapp, Du bekamst ein Entwaesserungsmittel, aber nichts wurde besser. Heute wurdest Du noch geroentgt und es war kein Hohlraum in Deiner Lunge mehr zu sehen - Du warst schlapp und kalt und Deine Kraefte hatten Dich schon so sehr verlassen.....
Djuka, bei mir soll niemand leden muessen und so haben wir beschlossen, Dich von Deinem Koerper zu befreien und weiterreisen zu lassen. Diese Entscheidung war mir nicht leicht - so gerne haette ich Dich gefragt.
Djuka, liebes, wunderschoenes Tier, Du warst mir eine gute Freundin und es war mir Ehre und Freude, Dich um mich zu haben. Stets warst Du sanft mit allen anderen. Immer lagst Du unten im Stapel.... Naju und Grisu sind schon lange fort. Nun bist auch Du gegangen und hinterlaesst ein Loch in meinem Leben, eine Wunde in meinem Herzen.
Mach's gut geliebte Freundin, ich danke Dir fuer Alles.
Ich denke voller Liebe an Dich, Hartmut

 

 

 

Agathe - Danke fuer die schoene Zeit.

Agathe, heute hast Du Deinen letzten Atemzug getan, er fiel Dir nicht mehr leicht. Die Spritze machte dann Deinem Kampf um die Luft ein Ende. Und hier geht das Leben weiter. Deine Schwestern Sching und Husch warteten bereits auf ihre Medizin. Der Abend begann, Deinen Koerper habe ich im Garten bei all den anderen vergraben, und das Leben Deines Rudels geht weiter....
Dein kleines Herz tat heute seinen letzten Schlag, die anderen haben wohl noch gar nicht gemerkt, dass Du nicht mehr bei uns bist. Ich habe Dich auf Deine Reise geschickt, Dich mit Kuessen und Traenen verabschiedet. Deine Atemnot liess keine Hoffnung auf Besserung mehr zu - Antibiotika hatten wir jetzt alle gaengigen durch und selbst Cortison half Dir am Schluss nicht mehr weiter. Und jetzt bist Du fort, eine Schwester weniger und das Leben hier geht weiter....
Agathe, Du gehoerst immer noch dazu in meinen Gedanken. 11 nackte Babies wart Ihr als Ihr mit Zora und Luna, Eurer Mama, an Eurem Geburtstag, an meinem Geburtstag zu uns kamt. Ihr 9 Toechter seid hier geblieben und habt mir unendlich viel Freude geschenkt. Zisch ist bereits vor Dir gegangen, heute bist Du gegangen und uch beiden werden noch so viele folgen.
Agathe, ich danke Dir fuer die wunderschoene Zeit, fuer Dein Vertrauen, fuer Deine Zuneigung. 2 lange Jahre, die so schnell vergangen sind.
Suesse, kuschelige, borstelige, kleine Ratte. Meine Liebe begleitet Dich, in meinen Erinnerungen seh ich Dich, ...., Dein Rudel lebt weiter....

Gute Reise, Kuesse und Liebe fuer Deinen Weg, Hartmut

 

 

 

 

Tristan - mein sanfter kleiner Kerl

So kurz warst Du nur hier, nur fuer Deine letzten Stunden. Ihr seid erst am Donnerstag zu uns gezogen, nachdem Deinem Mensch das Sterben, der Kummer und die Abschiede zu sehr aufs Leben gedrueckt haben. In kurzer Zeit waren 3 von Euch 6 gegangen und nun wurdest Du auch noch krank. Ein Mensch, der Euch liebt, hat es manchmal unertraeglich schwer...
Auch mein TA konnte nicht sagen, was Dir fehlt. Und Du konntest es ja auch nicht beantworten. Ich hatte erst Hoffnung, weil Du Deine Kraft zusammen genommen hast, Deine neue Welt bei uns zu erkunden, aber dann ging es doch wieder bergab mit Dir. Waehrend wir fruehstuckten, bist Du davon geschlafen. Tristan, es tut mir so leid, dass ich nichts mehr habe fuer Dich tun koennen. Du warst doch noch so jung.
Du bist mir so schnell vertraut geworden, so sanft und duldsam und so kuschlig weich. Fuer Isis und Osiris, die mit Dir zu uns gekommen sind ist sicher auch nicht leicht, in so kurzer Zeit ihr ganzes Rudel zu verlieren. 
Was immer Dir den Atem geraubt hat, nun macht es Dich nicht mehr schwach. Du hast Deine Reise angetreten, zu der ich Dir alles Gute wuensche. Wenn auch Deine Zeit in dieser Welt kurz war, so hast Du doch das Gefuehl kennengelernt, innig geliebt zu werden, umsorgt, betuedert, gehegt und gepflegt zu werden.
Nun setze Deine Reise fort, mach's gut. Wir hier in dieser Welt werden noch lange an Dich denken, kleiner Mann.....

LG, Hartmut

 

 

 

 

 

 

Zisch - eine Aera beginnt zu enden

Es faellt mir schwer Dich gehn zu lassen
Die Groesse des Verlusts zu fassen
Die Erinnerung an schoene Stunden
ist Trost und Pflaster fuer die Wunden
Am Ende war der Kampf vergebens
Es nagt der Tod am Baum des Lebens
Doch dort, wo der Tod den Zahn reinhieb
kommt bald ein frischer, gruener Trieb
Neues Leben kann nur da entstehen,
wo alte Seelen von uns gehen

Zisch, ich habe Deinen toten Koerper heute morgen in einem Haeuschen im Zimmer gefunden. Du sahst friedlich aus und erst dachte ich, Du schlaefst. Dass Du die erste sein wuerdest, die uns verlaesst, haette ich nicht gedacht. Aber nun ist es so gekommen. Seit Wochen wurden Deine Lymphome groesser, seit Wochen bekamst Du Deine 'Chemotherapie'. Gestern standest Du nicht mit denanderen Patienten fuer Dein Loeffelchen an, da hab ich mir schon gedacht, dass Du Dich zureuckgezogen hast.....

Ein Anruf rief mich an meinem Geburtstag 2009 von der Kaffeetafel. Nackt und schrumplig habe ich Euch zu mir geholt. Am selben Tag wie ich habt Ihr Geburtstag, ich habe Euch wachsen und gedeihen sehen, alt werden und die ersten Anzeichen des nahenden Endes bei Euch erlebt. Ich hatte damals gesagt, die Maedels duerfen bei mir bleiben. Da ahnte ich noch nicht, dass ihr 9 Maedels wart und nur 2 Jungs. wart. Dein ganzes kleines Rattenleben hast Du mit Deinen Schwestern bei mir verbracht, was hatten wir fuer eine Freude....
Euch 6 Agoutis habe ich nie auseinanderhalten koennen, aber das machte ja auch nix. Ich habe Euch eh alle gleich lieb und ausserdem hattet ihr Euren Auftritt ja eh immer als Nazi-Bande (braun, hinterhaeltig und fremdenfeindlich....)
In den letzten Monaten hab ich Dich von weitem an Deinem Tumor erkennen koennen.urueckhaltend warst Du, etwas scheu und doch so kuschlig und freundlich, wenn Du zu mir kamst.
Zisch, mein Herz, ich vermisse Dich - nie wieder wird die ganze Schwesternschar durch mein Zimmer flitzen....
Meine Suesse, ich wuensche Dir eine gute Reise und ich danke Dir fuer die wunderschoene Zeit.

Hartmut

 

 

 

Grisu - liebe, ruhige, kleine Freundin

Liebe Grisu,
nun war es Zeit, Dich zu verabschieden. Du kamst im August letzten Jahres mit Naju, Djuka und Kiwi am selben Tag wie Tabsy hier an. Die Integration war eine Sache von Stunden und - zack - wart ihr feste Teammitglieder.
Du warst nie eine der lauten, aufdringlichen. Immer ein wenig im Hintergrund verfolgtest Du Deine Plaene. Auch wenn Du nicht viel mit mir zu tun haben wolltest, hatte ich Dich doch stets im Blick - Du warst ein ruhender Pol der Truppe. Nie zaenkisch, fast immer ausgeglichen und uns allen eine verlaessliche Freundin. Immer neugierig, und mit sicherer Distanz ueberall dabei, wo gerade was los war.
Die ersten Tumore kamen schon letztes Jahr und zwei Operationen hast Du ueberDich ergehen lassen muessen. In letzter Zeit wucherte es immer mehr und Du hast lange taeglich Deine Medizin bekommen. Waehrend die anderen Kranken ihren Loeffel auf meinem Arm leerschlabberten, musstest Du unbedingt auf meinen Schultern sitzen. Ein paar mal Schlabbern, dann Schulterwechsel, dann paar mal Schlabbern, dann....
Grisu, meine Schulter ist jetzt leer, ich werde Dich nicht mehr suchen brauchen, um unser taegliches Ritual zu leben. Du fehlst mir und Du wirst im Rudel fehlen, wo Du immer ueberall Deine Nase reinstecken musstest.

Mach's gut meine kleine schwarze Schoenheit, meine kuschelige Grisu. Ich wuensch Dir eine gute Reise, befreit von Deinem krebszerfressenen Koerper. Meine Liebe begleitet Dich. Ich danke Dir fuer die schoene Zeit, die Du mit mir verbracht hast.

Hartmut


 

 

 

Naju - ein Bild von einer Ratte

Liebe Naju,
Freude und Leiden liegen so dicht beieinander. Als die Kleinen hier einzogen und sich das Leben eroberten fingst Du an Deins zu verlieren. Du wurdest immer ruhiger, Deine Atmung wurde angestrengt und Du nahmst ab. Die Kleinen fingen an die Welt zu erkunden und legten immer mehr zu. Als Deine Atmung mir Sorgen machte bekamst Du ein Antibiotikum und Cortison - zwei einhalb Wochen in denen Du trotzdem immer weniger wurdest.... Heute haben wir Dich erloest, Dein Koerper war innerlich voller Knoten. Ich hoffe, Du konntest verstehen, dass das aus tiefer Liebe geschah.
Du kamst im August 2010 mit Kiwi, Djuka und Grisu zu uns, am selben Tag zog auch noch Tabsy bei uns ein. Damals warst Du ungefaehr ein Jahr alt. Schnell war mir klar, dass Du -ein Bild von einer Ratte, staemmig, kraeftig, zart und schoen- eine besondere Freundin werden wuerdest. Du warst immer ruhig, ausgeglichen, lieb und gingst ganz selbstverstaendlich Deiner Wege. Auch wenn wir gar nicht so oft miteinander zu tun hatten, warst Du immer in meinem Blick. Ein paar Zaertlichkeiten hast Du gerne ueber Dich ergehen lassen und dann war's auch gut. Keine grosse Schmuserin, aber verlaesslich, freundlich und neugierig.
Neuen gegenueber warst Du ebenso freundlich und ausgeglichen wie mir gegenueber. Isabella, Baileys, Esmeralda, Imelda und Jimini hast Du beim Ankommen hier freundlich zur Seite gestanden. Und auch bei der ewigen Integration mit der schwierigen anderen Bande warst Du immer ein Ruhepol.

Naju, Du warst eine einfach grossartige Ratte. So schade, dass Du gehen musstest, ich haette Dich so gerne noch lange um mich gehabt.
Geliebte Naju, die Erinnerung an Dich bleibt bei mir. Ich liebe Dich.

Hartmut



 

 

Isabella - das Leben kann so hart sein

Kleine Isabella,

Du bist am 21.10.2010 bei uns eingezogen. Damals warst Du angeblich ein 3/4 Jahr alt, ich glaube Du warst aelter. Rabenschwarzer Engel und ich hatten unabhaengig in den eBay Kleinanzeigen entdeckt, dass Du zu verschenken warst. Als ich Dich abholte erfuhr ich, dass Du als Einzeltier im Zooladen gekauft worden bist, der spaetere Wunsch der Halterin, fuer Gesellschaft fuer Dich zu sorgen wurde von dem Verkaeufer dort mit der Aussage beantwortet, man koenne keine Gesellschaft zu Dir setzen, da Ihr Euch sonst totbeissen wuerdet....
So warst Du dann die laengste Zeit Deines Lebens alleine in Deinem Kaefig mit Drahtetagen. Auslauf hast Du nach dem verstaendlichen Versuch vom Sofa zu huepfen und das Zimmer zu erkunden nicht mehr bekommen. Dann wurde die Allergie der Halterin gegen Dich so stark, dass Du in eine Ecke in der Kueche verbannt wurdest.

Als ich in den Kaefig griff, um Dich herauszuholen, warst Du verstaendlicherweise nicht sehr erbaut. Zwei Tage nach Deinem Einzug habe ich Baileys fuer Dich als Gesellschaft geholt. Wenn  man auch nicht blitzintegrieren soll, so habt Ih beide durch Euer Verhalten bewiesen, dass Ratten sich in der Regel nichts sehnlicher wuenschen als Gesellschaft. Euere Vergesellschaftung mit dem zusammengewuerfelten Rudel war ebenfalls nicht der Rede wert.
Dann kamen die weiteren Schicksalsschlaege ueber Dich, Atemwegsleiden, Entzuendungen am Ruecken, schliesslich schlagartig ein heftiger Schiefkopf, den Du nicht wieder losgeworden bist, obwohl wir sofort mit der Behandlung begonnen haben. Du warst ein haeufiger Gast beim Tierarzt....

Als Esmeralda bei uns einzog, habt Ihr Euch zu einem Gurkentruppenpaerchen zusammengetan - ein Spasti und ein Schiefkopf. Seitdem habt Ihr kaum Minuten ohne einander verbracht. Nun hat Dich die Kraft verlasssen, die Luft wurde knapp und Du wolltest weder Babybrei noch NutriCal. Die Zeit fuer Deine Weiterreise war unwiderbringlich da.
Noch nachdem Du das letzte Mal in meinen Haenden nach Luft gejappst hast, musste ich feststellen, dass ich Haarlinge und eine recht heftige Zahnfehlstellung bei Dir uebersehen habe - Ein Gefuehl des Scheiterns und Versagens, wenigstens fuer eine schoene allerletzte Zeit gesorgt zu haben.

Isabella, Du warst wahrlich nicht vom Glueck verfolgt. Ich hoffe, dass Du die Schicksalsfuegung, bei mir gelandet zu sein, als Glueck empfinden konntest.
Kleine Maus, Du wirst mir fehlen. Dein unendliches Vertrauen, das Du zu mir aufgebaut hast, hat mich tief geruehrt. Eine wie Dich wird es nicht wieder geben.....

Dich begleitet meine tiefe Liebe auf Deinem weiteren Weg. Ich hoffe, wir treffen uns unter gluecklicheren Umstaenden wieder.

Dein Hartmut


Luna - treusorgende Mutter und tapfere Kriegerin

Du kamst zu meinem Geburtstag vor 1 1/2 Jahren mit Deinen 11 nackten Babies und Deiner Schwester oder Freundin Zora zu uns. Schon vorher hatten wir geholfen, einen Wurf von Dir zu vermitteln und dann hast Du noch einmal geworfen. Wie es dazu kommen konnte war allen ein Raetsel, aber fuer Euch war das definitiv der Grund hier einzuziehen. Du hast mich daran teilhaben lassen, wie Deine kleinen von nackten Wuermern zu kleinen Ratten wurden. Du hast sie verteidigt, aber warst so cool, mir so sehr zu vertrauen, dass ich am Werden Deiner Familie habe Anteil nehmen koennen. Deinen Kindern ahbe ich blind versprochen, dass die Maedchen bleiben duerfen. Nur 2 von 11 haben sich entschieden, trotzdem Jungs zu werden. Der Rest ist mit Dir und Zora und den anderen Alten hier als Rudel geblieben.
Luna, Du kannst stolz sein auf Deine Brut. Alle sind prima Ratten geworden. Ihr alle zusammen seid auch meine Familie.
Du hast Dir einen hohen Platz im Rudel erkaempft, konntest biestig sein und warst doch immer ein guter Chef.
Und jetzt musstest Du gehen. Alles fing an mit Geroechel, es wurde immer schlimmer, weder Baytril, noch Chloramphenicol haben geholfen - auch Cortison konnte Dir nicht mehr helfen. Heute habe ich Dich gehen lassen - ich konnte nicht mehr mit ansehen, wie heftig Du um Luft kaempfen musstest. Selbst jetzt im Tod hilft Dein Koerper noch dem Rudel. Dein Koerper wird obduziert, um herauszufinden, was Dir die Luft zum Leben nahm - und um den anderen helfen zu koennen, sollte auch bei ihnen so etwas anfangen....
Luna ich habe Dich geliebt und ich liebe Dich ueber Deinen Tod hinaus. Du warst eine wunderschoene, praechtige, liebe und stolze Ratte.
Wo Du jetzt hingehst, braucht man keine Atemluft. Ich wuensche Dir eine gute Reise, mach's gut.
Ein Teil von Dir lebt in Deinem Rudel und in meinem Herzen weiter hier bei uns.



 

Zora - meine weisse Prinzessin

Es ist ein rabenschwarzer Tag fuer mich. Ich wollte nur einen Abszess bei Dir oeffnen lassen und dann hast Du die Behandlung nicht ueberlebt. Es ist so bitter, Dich in Deinen letzten Minuten gequaelt zu haben, bis Du einfach aufgegeben hast und davon geeilt bist. Es tut mir so leid und ich kann doch nichts ungeschehen machen.

Zora, mein Herz, Du kamst als Tante mit Lunas ganzem Wurf an meinem Geburtstag hier an. Ich habe noch nie ein schoeneres Geburtstagsgeschenk bekommen als Euch wilde Bande reizender Tierchen. Du hast Dich liebevoll mit um den Wurf gekuemmert und warst den Kleinen, die nun auch schon 1 1/2 Jahre alt sind bestimmt die tollste Tante, die man sich nur wuenschen kann.
Dein liebes Wesen hat uns immer geruehrt, auch bei den alten kranken warst Du immer eine gute Gesellschaft, hast gekuschelt, geputzt und gewaermt. Mir hast Du regelmaessig und zuverlaessig beim Saubermachen geholfen, auf dem Besen gesessen, mir den Lappen abgenommen, wenn Du meintest, ich haette genug gewischt....
Meistens warst Du antizyklisch unterwegs. Wenn alle anderen unterwegs waren, hattest Du Dein ruhiges Plaetzchen, und gingst dann spazieren, wenn die anderen schliefen. Dich konnte ich auch zu neuen Ratten als Integrationsvorboten setzen ohne dass es je nennenswert Aerger gebeben hat. Zum rumzicken warst Du viel zu lieb

Zora, kleine liebe Schoenheit, ich werde Dich nicht vergessen. Du wirst mir fehlen und ich werde immer gerne und voller Liebe an Dich denken. Danke, dass Du mein Leben bereichert hast. Danke, dass Du einen Teil meines Weges mit mir gegangen bist.

So freundliche Lebewesen sind leider viel zu selten und hinterlassen ihre Spur im Leben derer, die sie kennenlernen durften.
Nun lass Dich nicht aufhalten, geh Deinen Weg. Ich wuensche Dir eine gute, unbeschwerte Reise.

 

 

 



Jimini - meine Liebe begleitet Dich

Meine suesse, liebe, kleine Jimini. Du kamst gerade erst im November im Alter von ungefaehr 18 Monaten mit Imelda und Esmeralda zu uns und hast nicht einen Moment gezoegert, das Zimmer mit Beschlag zu belegen und alles und jeden zu erkunden. So neugierig und zutraulich wie Du warst, konnte ich kaum mal einen Schritt im Zimmer machen, ohne Dich auf den Fuessen sitzen zu haben, am Bein haengen, oder Dich sonstwo auf mir herumturnen zu haben. Eine anhaenglichere, zutraulichere und freundlichere Ratte als Dich kann man sich eigentlich nicht vorstellen. Der Aufwand, Euch in das zusammengewuerfelte Rudel zu integrieren war ueberhaupt nicht der Erwaehnung wert. Eine kurze, freundliche Vorstellung, einmal beschnuppern, das wars dann auch schon.

Du bist in der kurzen Zeit so fest in mein Herz gewachsen, dass ich mir Dich gar nicht mehr wegdenken kann. Jetzt muss ich aber auf einmal ohne Dich auskommen. Erstaunlich, wie selbstverstaendlich Deine Gegenwart mir in den zwei Monaten geworden ist. Es scheint mir, als haetten wir einander schon viel, viel laenger gekannt. Und ich hatte so sehr gehofft, dass wir noch eine lange, glueckliche Zeit miteinander haben wuerden. Dagegen haette ja auch gar nichts gesprochen. Die Operation heute sollte eigentlich nur eine Routine-Tumor-Entfernung sein. Doch Du bist nicht wieder aufgewacht. Und ich steh da, sprachlos, traurig, ohne Dich.

Du wirst mir nicht mehr die Nase ins Ohr bohren, nicht mehr mein Bein im Vorbeigehen anspringen, um an mir hochzuflitzen. Du wirst mir nicht mehr entgegengerannt kommen, wenn ich da Zimmer betrete.... Und ich kann Dich nicht mehr schubsen, wenn Du Dich auf meinem Schoss putzt. Jimini, mein Schatz, das tut weh. Ich wollte mich noch lange nicht von Dir verabschieden muessen. Zu vertraut ist es mir inzwischen, dass Du mit Baileys und Kiwi auf mir herumtobst. Du wirst mir sehr, sehr fehlen.

Jetzt bleibt mir nichts mehr, als Dir von ganzem Herzen eine gute Reise zu wuenschen. Meine Liebe begleitet Dich.



 

 

 

 

Marie - Eine wie Dich ...

... wird es nie wieder geben. Stark warst Du, zielstrebig, selbstbewusst, geradlinig, Respekt gebietend. In allen Integrationen konnte ich mich darauf verlassen, dass Du selbstbewusst und fair auf die Neuen zugehst. Alle Menschen hier und Dein Rudel hatten Respekt vor Deiner Autoritaet. Und wir haben Dich alle geliebt und werden Dich nicht vergessen. Eine wie Dich wird es nie wieder geben!

Du kamst im Februar 2009 mit Deiner Schwester Lilly im Alter von einem Jahr aus dem Tierheim Oldenburg zu uns. Dort hatte man grossen Respekt vor Euch und bezeichnete Euch als bissig - was Ihr beide ganz und gar nimmer nicht wart. Selbstbewusst habt Ihr noch am ersten Abend Eure Erkundungsrunde hier gemacht und wart von dem Moment an fester Bestandteil meines Lebens. Legendaer war Deine Beharrlichkeit, die Heizung hochzuklettern um auf meinen Schreibtisch zu gelangen. Papierknueddelchen auf der Heizung dienten mir wochenlang als Alarmanlage... Wenn die Knueddel auf den Boden kloeterten, dann warst Du wieder auf Deinem Weg ueber alle Absperrungen. Du warst ein Sockenbeisser, in den Klamotten-Buddler, wo Du hinwolltest, da kamst Du irgendwann auch an. Brav sein ist was fuer Maedchen...

Auch nachdem Lilly schon so frueh von uns gegangen ist, warst Du immer eine Leitfigur in Deinem Rudel. An Marie fuehrte kein Weg vorbei. Kaefig reinigen war nur moeglich, wenn man Dich vorher von der Etage weggelockt hatte. Ein paar Male hab ich das vergessen und jedes Mal eine kassiert.

Du wurdest alt und ruhiger - eine Operation verlief mit boesen Komplikationen. Davon hast Du Dich nicht ganz erholt. Aber Dein Wille - nunmehr kleine Oma - blieb stark. Wenn man nicht laufen kann, dann muss man eben robben. In den letzten Tagen warst Du trotz allem immer schneller unter meiner Decke als ich. Ich werde nicht vergessen, wie schoen es war, neben meiner schnarchenden Marie zu schlafen.....

Marie, ich gebe Dir meine Liebe mit auf den Weg. Ich danke Dir von Herzen fuer die lange, schoene Zeit, die ich mit Dir erleben durfte. Ich danke Dir fuer Deine Zuneigung und Dein Vertrauen. Danke, dass ich von Dir soviel ueber das edle Wesen der Ratten habe lernen duerfen. Nun mach's gut. Ich wuensche Dir eine gute Reise.
Dicken Knutsch, Hartmut



 

 

 

Kleine Elvira, Elvchen,

verzeih mir bitte, ich weiss nicht, ob ich Dir bei Deinem Abschied aus der Welt zu viel oder zu wenig, zu frueh oder zu spaet geholfen habe. Seit Monaten habe ich zugesehen, wie Du schwaecher wurdest, wie Du mehr gerobbt als gelaufen bist, bist Du dann nur noch gerutscht bist. Immer wenn ich dachte, ich sollte Dich gehen lassen, hast Du alle Kraft zusammen genommen und mir gezeigt, dass soviel Wille in Dir ist.... Ein paar Tage haettest Du noch geschafft aber Dein Koerper wollte nicht mehr so wie Dein keiner Kopf.
Du bist mit Klara und Emma zu Weihnachten 2008 bei uns eingezogen und warst immer eine zarte Seele auch wenn man das Deinem runden Koerper nicht ansah. Ich habe Dir versprochen, dass ich Dich immer beschuetzen will - ich hoffe diesem Versprechen bin ich in Deinen Augen nachgekommen. Einige Integrationen hast Du auf dem Ruecken liegend hinter Dich gebracht, warst immer schuechtern und zurueckhaltend, hast Dich nie gewehrt. Ein kleiner zarter Engel vom Wesen her, eine runde weisse Kugel von der Gestalt her.
Elvira nun bist Du erloest von irdischen Leiden. Ich wuensche Dir von ganzem Herzen eine gute Reise. Ich erinnere mich Deiner in tiefer Liebe und wuensche mir so sehr, dass Du Dein Leben lebenswert empfunden hast. Mach's gut!
 



 

Geliebte Klara,

ich wolltes so gerne eine schwarze Ratte haben. Und dann warst Du mit Deinen Schwestern Elvira und Emma auf einmal zur Vermittlung angeboten. Ich habe Trude bekniet, gebettelt und gebeten und dann haben wir Euch drei am 28.12.08 aus Siegen zu uns geholt. Ihr drei wart mir das schoenste und teuerste Weihnachtsgeschenk. Damals wart Ihr ca. 6 Monate alt.
Dein Vertrauen zu gewinnen war - weiss Gott - nicht einfach. Neugierig warst Du ja, aber eben auch ziemlich scheu. Und vor allem auch nachragend. Man konnte sich bei Dir sicher sein, dass Du bei einer unerwuenschten Annaeherung (und dazu zaehlte am Anfang JEDE Annaeherung) zunaechst die Meile machtest, nur um spaeter umzukehren und Deiner Meinung Ausdruck zu verleihen.....
Dieses Bild habe ich damals von meinen Fingern gemacht...

So sahen sie damals wochenlang aus. Taeglich floss mein Blut.

Zum Glueck war die Integration mit TicktTack und Nanni (Olga hat das leider nicht mehr erleben duerfen) absolut problemlos und Ihr wurdet mehr und mehr die Besitzer meines Zimmers.
Klara, mir fehlen der Platz, die Zeit, die Worte um all die schoenen Erlebnisse mit Dir zu beschreiben. Mit wachsendem Vertrauen wurdest Du immer mehr zu einem erwachsenen Maedel, dass auch gerne mal nur so und zum Kuscheln kam. Du warst ein Kern des heutigen, immer mehr gewachsenen Rudels, eine gute Seele im Chaotenhaufen. Und leider wurdest Du auch langsam alt.....
Zwei Tumor-Operationen hast Du im Maerz/April 2010 gut weggesteckt, aber der Zahn der Zeit nagte auch an Dir wie Du an meinen Sachen.
In den letzten Tagen ging es rapide bergab mit Dir. Es gehoert mit zu meinem Liebesversprechen, dass niemand unnoetig leiden soll, wenn ich es verhindern kann.
So hab ich Dich denn heute auf Deine Weiterreise geschickt und ich weiss genau, dass es nicht mehr so sein wird wie frueher. Du kleiner schwarzer Kobold wirst mir fuerchterlich fehlen.
Nun geh unbeschwert auf Deine Weiterreise, ich wuensch Dir alles Gute dieser Welt und viel, viel Hirse. Wir alle werden einst wieder vereint sein...

In tiefer Liebe, Hartmut 

 

 

 

 

 

 

Tschuess Beauty,

Kleine Beauty, bitte verzeih mir, dass ich Dich nicht habe gestern schon gehen lassen. Zu gross war meine Hoffnung, dass Dich das Cortison noch wieder auf die Beine bringen wuerde. Es sollte nicht sein.

Du bist am 20.2 mit Deiner Schwester Black bei uns eingezogen. Scheu wart ihr, aber neugierig genug Euch mit uns abzugeben. Nach nur kurzer Zeit konntet Ihr zu den Krawallis mit ins Zimmer ziehen. Obwohl Ihr Euch behauptetet, ist nie so richtig Friede eingekehrt, so dass ich Euch Anfang Mai mit den Laboris in den Flur habe ziehen lassen. Durch traurige Umstaende gesellte sich auch noch Eure Schwester Fluffy zu Euch und endlich wart Ihr in einer scheuen, aber harmonischen Gruppe, in der auch Du Dich richtig wohlfuehltest. Leider waehrte die Freude nicht lange. Voellig ueberraschend fuer mich bautest Du auf einmal ab und als die Tieraerztin die Diagnose Lymphom aussprach war es schon fast zuende mit Dir. Meine unbedarfte Suesse, ich haette soviel dafuer gegeben, Dir ein langes, schoenes Leben zu ermoeglichen........ Es sollte einfach nicht sein. Viel zu kurz nur war die Zeit, die ich mit Dir verbringen durfte. Du bist nicht einmal ein Jahr alt geworden.

Wo Du nun hingehst bist Du frei von Schwaeche, von Deinem kranken Koerper befreit. Beauty, ich wuensche Dir eine gute Reise, alles Gute und Schoene der anderen Welt. Meine Liebe begleitet Dich.

Ich danke Dir von ganzem Herzen. Du hast mir sehr viel Freude geschenkt...

Traurige letzte Gruesse, Hartmut


 

 

Moonlight - meine Wuensche haben sich nicht erfuellt

Moonlight es tut mir so leid. Ich wusste, dass jede Operation ein Risiko birgt. Mir war heute morgen schon recht mulmig, aber es musste sein. Du hattest einen noch recht kleinen Tumor in der Anal-Region, der Dir das Leben verleidet haette, waere er weiter gewachsen. Du hast die Narkose-Einleitung nicht ueberlebt und die Versuche, Dich wiederzubeleben haben nicht mehr gefruchtet.

Ich weiss so wenig ueber Dich. Ich habe Dich am Montag mit Shadow aus dem TH Lingen geholt, weil man Dir da die Operation und damit Deine Chance verweigert hatte. Nach der Operation solltet ihr beiden nach Hude ziehen, wo ein schoenes Lebenvor Euch gelegen haette.
Ich weiss nur, dass Du im April 2009 geboren wurdest und dass Du eine verdammt suesse kleine Ratte warst. Du haettest es so gut haben sollen....
Ich habe Dich wundervolles Tierchen viel zu kurz gekannt.
Shadow weiss noch nichts von dem Unglueck, sie wird Dich schrecklich vermissen.

Es tut mir leid, dass meine Wuensche fuer Dich nicht in Erfuellung gegangen sind. Nun bleibt mir nur noch, Dir eine gute Reise zu wuenschen und Dir meine Liebe auf den Weg zu geben.

Mach's gut.

Traurige Gruesse, Hartmut

 

 

 

Emma - Eine grosse Dame musste gehen.

Emma, Du hast bis zuletzt Dein Leben nicht loslassen wollen, hast bis zuletzt an Deinem Koerper festgehalten, der doch nur noch Haut, Knochen und Tumore war. Ich habe Dich aus Deinem Koerper, aus Deinem Leben getrieben und hoffe, dass es nicht zu frueh und vor allem nicht schon viel zu spaet dafuer war.

Weihnachten 2008 haben wir Dich und Klara und Elvira im Alter von ca. 6 Monaten bei Siegen von Yu-ki abgeholt. Und Ihr seid mir wirklich ein praechtiges Weihnachtsgeschenk gewesen. Anfangs wart ihr schrecklich scheu, Du warst die erste, die vorsichtig auf uns herumkletterte. Du hast von allen am schnellsten begriffen, dass ich Euch nichts Boeses will und Du hast gelernt mir zu vertrauen.
Stets ein liebes Tier mit unbeirrbarem Willen hast Du Dich mit allen gut verstanden und auch gegen alle durchsetzen koennen. Es mag Dir nicht immer gepasst haben - manch ein Loch hast Du mir in die Finger gezaubert - aber mir hat das Schmusen mit Dir grosse Freude gemacht.
Ich hoffe sehr (und glaube es auch), es hat Dir hier gefallen in Eurem Reich, zumindest dem Essen hier warst Du durchaus zugetan. In Deinen besten Zeiten hast Du ein Kampfgewicht von 600g erreicht und warst dabei doch immer stark und wendig und hast uns das durch Deine Kletterkunststuecke auch immer wieder gezeigt.
Vor genau einem Jahr wurde Dir der erste Tumor entfernt, 2 weitere Operationen folgten. Nach der letzten um Weihnachten 2009 hast Du lange Zeit Tamoxifen und Cortison bekommen, aber was wir auch versuchten, die Beulen ergriffen von Deinem Koerper Besitz....bis Du jetzt am Schluss einen herzerweichend erbaermlichen Anblick botest. Ein halbes Jahr lang hast Du morgens auf mich gewartet, wenn ich mit der Medizin fuer Dich kam. Wenn Du noch nicht da warst, hab ich nur rufen muessen und Du kamst zuverlaessig an.
Es hat mir viel bedeutet, mit Dir zusammen gegen Deine Krankheit zu kaempfen, bis zuletzt hast Du nichts als Lebenswillen gezeigt. Es gelingt mir nicht, Dich wieder nur als junges, keckes Ding zu sehen, auch Dein Alter und das Leiden gehoeren zu meiner Erinnerung dazu. Wo Du jezt hingehst bist Du wieder frei von Deinem geplagten Koerperchen, bist frei von Leid und frei von Schmerzen.
Emma, Du wohnst tief in meinem Herzen, Du hast meine Seele beruehrt. Ich behalte Dich und Deinen ganzen liebenswerten Charakter immer in bester Erinnerung.  Meine tiefe Liebe begleitet Dich. Du fehlst mir und im Rudel fehlst Du auch.

Mach's gut.
Sehr traurige letzte Gruesse, Hartmut

 

 

 

Nullpunkt - Worte auf den Weg

Nullpunkt, ich bin nicht der, der Deinen Nachruf schreibt, ich moechte Dir nur ein paar Worte mitgeben auf Deine Reise, auf die ich Dich geschickt habe....

Es tut mir unendlich leid, ich wollte die Entscheidung nicht treffen, aber ich habe sie getroffen, gegen Dich, fuer Dich. Ich hoffe, Du bist befreit. Ich hoffe, meine Entscheidung war richtig.
Nullpunkt ich glaube an einen Ozean aus Seele, aus dem wir alle entnommen werden und in den wir alle wieder eingehen, um neues Leben zu beseelen. Wir alle sind der Geist, die Seele der Welt. Wir alle sind EIN Leben. Du bist nun zurueck in unser aller Ursprung ein Teil von Dir lebt in uns allen weiter.

Du warst zur Pflege hier und ich habe stellvertretend entschieden. Es tut mir leid, Schuldgefuehl und Erleichterung sind in mir. Ich wuensche Dir eine gute Reise.

traenenreiche letzte Gruesse, Hartmut 

 

 

 

Lilly - Du warst ein Licht in meinem Leben

Das Leben in dieser Welt ist ein Kommen und Gehen und Du bist ein Teil davon. Der Freude ueber die Neuankunft von Black und Beauty steht der tiefe Schmerz ueber Deinen Abschied entgegen. Es gibt die schoenen Momente und die Momente der Trauer und des Kummers. Das Leben mit Dir war ein einziges Fest.

Du wartest  nicht mehr morgens auf mich, Du kommst mir nicht mehr entgegengelaufen, wenn ich das Zimmer betrete. Du wirst Dich nie mehr schuetteln weil ich Dich wieder einmal abgeknutscht habe.

Vor einem Jahr kamst Du mit Marie aus dem Tierheim zu uns. Dort galtet Ihr als schwierig. Doch das einzig schwierige an Euch, war die Finger von Euch zu lassen, Euch nicht zu knuddeln und zu herzen. Du warst stets der ruhende Pol des Rudels, Du hast uns Menschen vertraut und bist immer unbeirrbar Deinem Plan - was auch immer der war - gefolgt. Neugierig warst Du und slbstsicher, ruhig und wirktest immer ausgeglichen.  Lilly, Du wirst uns so sehr fehlen. Danke, dass Du mein Leben so unendlich bereichert hast.

Wir haben monatelang gegen Deine Blasenprobleme gekaempft und haben dabei uebersehen, wie Deine Leber langsam angegriffen wurde. Am Schluss haben wir die Kaempfe an allen Fronten verloren. Jetzt bist Du fort aber in meinem Herzen wird immer meine kleine Lilly wohnen.

Mach's gut. Ich wuensche Dir alles Glueck der Erde.

kummervolle letzte Gruesse, Hartmut


 

 

 

Flecki - die Zeit war viel zu kurz.

Du kamst am 17.01 zu uns als letzte Ueberlebende Deines kleinen Rudels, irgendetwas zwischen einem und anderthalb Jahre alt. Boese Atemprobleme und sehr schwache Hinterbeine machten Dir zu schaffen. Sofort haben wir Dich mit Antibiotikum behandelt, auch Cortison hast Du bekommen. Deine Atmung wurde besser und so hast Du nach und nach die anderen kennengelernt, die hier leben. Deren Interesse war wohlwollend und gross, alleine Du hast wohl sehr viel Angst vor ihnen gehabt und es dauerte lange, bis ich mich ueber Dein Interesse an den anderen Wusels freuen durfte. Nur Zora durfte sofort zu Dir und ich hatte den Eindruck, dass es Dir gefaellt.
Es war mir eine Riesenfreude, als Du anfingst mit den wilden Kleinen herumzulaufen, sie Dich besuchten und Du hinter ihnen her wackeltest. Und dann ging es auf einmal rasant bergab mit Dir.
Von einem Tag auf den anderen kamst Du nicht mehr auf die Beine, nicht mehr ins Haus und wolltest gerade mal nur noch Kaesepaste essen. Flecki, ich hoffe, ich habe Dir nicht zum falschen Zeitpunkt geholfen, diese Welt zu verlassen.
Flecki, meine Liebe, Du warst eine so charmante, suesse, schoene kleine Dame. Die Zeit war viel zu kurz. Ich haette Dich gerne frueher kennengelernt und Dich viel laenger um mich gehabt.

Nun geh auf Deine Reise, meine echte, tiefe Liebe begleitet Dich....


 

 

Auf Wiedersehen geliebte TickTack,

Du warst eine echte Persoenlichkeit. Weisst Du noch, wie Du im Oktober 2007 zu uns gekommen bist, als Ersatz fuer die kleine wegen meiner Dummheit totgebissene Hatschi? Du und Deine Schwester Olga wart echte Herzensbrecher, lieb, verspielt und zutrauliche in-den-Aermel-Renner. Sehr lange haben wir mit einem Integrationsversuch gewartet, aber dann habt Ihr Euch aufs Beste mit Hanni und Nanni vertragen. Ihr habt auch ihr Leben durch Eure liebe Art bereichert und um ein Vielfaches lebenswerter gemacht.
Du kleine Leseratte, Wackelbirnchen hast immer mit Deinem wunderschoenen Koepfchen gependelt wie ein Uhrenpendel, kleine TickTack. Erst dachten wir, das sei ein Handycap fuer Dich aber mit Deinen eichhoernchengleichen Turnereien hast Du uns eines Besseren belehrt.
Mit Deinen ewigen Ausbruchsversuchen und Deiner Beharrlichkeit, dahin zu kommen, wohin DU wolltest, hast Du mich tagelang in Atem gehalten.
Bei allen Integrationen warst Du zielstrebig und stur in Deinem Willen, die Neuen kennenzulernen. Du konntest immer so wunderschoen borsteln und Dein Revier abstecken. Aber Du hast Dich immer vorbildlich mit den Neuen eingelassen und bist ein zentrales Mitglied des Rudels gewesen.
TickTack, mir fehlen einfach die Worte, meine Liebe und Bewunderung richtig zu beschreiben. Du warst wunderschoen, sanft, kuschlig, lustig, selbstbewusst. Zeit Deines Lebens hast Du viele Menschen von der Schoenheit und Liebenswuerdigkeit von Ratten ueberzeugen koennen.
Weil Du am Ende so schwach geworden bist und keine Kraft fuer das Leben hier mehr hattest, habe ich sehr, sehr schweren Herzens beschlossen, Dir den Abschied zu erleichtern.
TickTack, meine Liebe und ein Teil meines Herzens begleiten Dich dahin, wohin Du  jetzt gegangen bist.
Machs gut kleine Maus, Du warst ein Sonnenstrahl in meinem Leben!  



 

 

Nanni, Du wirst ein dicker, schwerer Engel sein.

Du hast uns bluten, lachen, schmunzeln, freuen und weinen lassen. Du warst stark, mutig und selbstbewusst. Anfassen durfte man Dich eigentlich nicht, aber Du bist
ja schliesslich auch immer von Dir aus gekommen. Die Regeln hast oft Du bestimmt. Wir konnten immer gut damit leben, denn Du warst ja immer neugierig und freundlich. Du hast uns viel ueber Ratten beigebracht.
Nanni, fast zwei Jahre hast Du uns in unserem Leben begleitet, warst uns eine liebe, treue Freundin. Unser Leben wird ohne Dich anders sein; Du fehlst uns.

Gestern warst Du noch topfit, dann fingst Du an aus der Scheide zu bluten und heute lagst Du nur noch im Sterben. Ein heimtueckischer Tumor hat Dich von innen aufgefressen und ich habe es nicht gemerkt. Ich habe Deinen Todeskampf verkuerzen lassen weil Du nicht loslassen und gehen wolltest. Jetzt bist Du bei Deiner Schwester Hanni und Deiner Freundin Olga und den vielen anderen, die auf Dich gewartet haben.

Nanni, unsere Liebe zu Dir endet nicht mit dem Tod. Wir haben Dich geliebt, lieben Dich und werden immer in Liebe an Dich denken.

Eine letzte handvoll Kuesse fuer die Reise. Danke, dass Du bei uns warst.

Tick-Tack, Elvira, Klara, Emma, Karin, Trude, und Hartmut und allen Deinen anderen Freunden und Fans.



 

 

Wir vermissen Dich schmerzlich, unsere heissgeliebte Olga.

Wenn mich jemand fragen wuerde, wie eine Ratte sein sollte, wuerde ich nicht zoegern zu sagen: so wie unsere Olga.

Olga, Du warst der Inbegriff von Zutraulichkeit, Gutmuetigkeit, Liebenswuerdigkeit, Neugier, Verspieltheit, Freundlichkeit und Ausgeglichenheit (und einer langen Reihe weiterer Eigenschaften, die das Schoene, Gute und Teure an einem geliebten Wesen doch nicht ganz wiedergeben).

Wir haben Dich geliebt, lieben Dich und werden Dich weiterlieben.
Wir Menschen und Ratten vermissen und suchen Dich ueberall.

Ploetzlich hattest Du ein - wie sich beim Arzt herausstellte - Abzess (kein Tumor) unterm dem Ohr. Erst waren wir erleichtert, aber dann bist Du einfach nicht mehr aus der Narkose aufgewacht. Das war am Freitag, aber Schock und Schmerz  waren so gross, dass wir erst jetzt die Kraft gefunden haben, Dir einen Abschiedsgruss zu schreiben.

Einen letzten, feuchten Kuss auf die Nase von

Nanni, Tick-Tack, Elvira, Klara, Emma, Karin, Trude, und Hartmut und allen Deinen anderen Freunden und Fans.  



 

 

Wir trauern und weinen um Dich, geliebte Hanni

Dreieinhalb Monate hast Du den wuchernden Tumoren
noch getrotzt und hoffentlich noch eine schoene Zeit gehabt.
Heute habe ich Dich erloesen lassen und mir blutet das Herz, Du hinterlaesst ein Loch in unserem Leben. Du bist viel zu frueh gegangen.

Nie hast Du so ganz genau verstanden, was wir eigentlich von Dir wollten.
Scheu und schuechtern und unendlich liebenswert warst Du Dein Leben lang.
Wir hatten eine wundervolle Zeit mit Dir.
Ich hoffe, wir konnten Dir gerecht werden und Du behaeltst uns in so guter
Erinnerung wie wir Dich.

Hanni, wir haben Dich immer geliebt, lieben Dich und werden Dich nie vergessen.
Einen letzten, feuchten Kuss auf die Nase von

Nanni, Olga, Tick-Tack, Karin, Trude, und Hartmut und allen Deinen anderen Freunden und Fans.