Letzte Aktualisierung: 04.02.2013

 

 

Rodentizid-Resistenzen

Cumarin basierende Antikoagulantien wirken, indem der Körper des vergifteten Tiers den vergiftenden Wirkstoff anstelle von Vitamin K in die Blutgerinnungsfaktoren einbaut. Die Folge ist, dass die Blutgerinnung des Tiers nicht mehr funktioniert und es innerlich wie äusserlich verbluten muss. Schwerste Organschäden sind in der Regel ebenfalls die Folge.

Gegen einige der verwendeten Antikoagulantien wurden in der Vergangenheit entsehende Resistenzen in Rattenpopulationen nachgewiesen.

 

Von dem Antikoagulanz der ersten Generation, Warfarin, sind Resistenzbildungen v.A. aus UK  bekannt. In seiner Ph.D. Thesis (Doktorarbeit) "Rats in an Agricultural Landscape: Population Size, Movement and Control" befasst sich Malcolm Brown u.A. mit Warfarin Resistenzen und der Auswirkung dieser Resistenzen auf die Einsatzmöglichkeiten von Antikoagulantien der 2ten Generation (Brdifacoum, Bromadiolon, Flocoumafen, Difethianol, Difenacoum...)

 

Für UK gibt es extra eine "UK Rodenticide Resistance Action Group". Eine Veröffentlichung über verschiedene im UK festgestelle Resistenzen findet Ihr hier.

 

Vom Julius Kühn-Institut gibt es eine Veröffentlichung über Resistenzen bei Wanderratten gegen Rodentizide. Zu finden ist das auf dieser Seite rechts im Download-Bereich.

 

Ebenfalls vom Julius Kühn-Institut gibt es als Download dieses Dokument zu Resistenz.

 

Land & Forst (Aug. 2011) - Rattenbekämpfung wird schwieriger

 

BAuA: Strategie für ein Umweltschutz-und Resistenzmanagement für die Verwendung von Antikoagulanzien als Rodentizide