Letzte Aktualisierung: 14.05.2012

 

 

 

Online Petition:

To all individuals, businesses, councils and governments world-wide: Ban the use of poisons and traps for 'pest species'.

Auf dieser Seite sind auch ein paar 'humane' Fallen und Massnahmen gegen Rattenbefall verlinkt.



 

 

Die Seite Rathelp.org hat einiges Wissenswertes über wilde Ratten. Hier findet man (english) auch einige Entgegnungen gegen übliche Klischees, wie zur Befürchtung, Ratten seien Krankheitsüberträger. Das trifft natürlich zu, aber es trifft eben auch auf alle anderen Wildtiere zu, mit denen man in Kontakt treten kann. Auch die Behauptung, wilde Ratten seien aggressiv oder angriffslustig, wird auf der Seite widerlegt. Die Seite gibt ferner Tipps, was man im Fall eines Rattenbefalls tun kann (bei der Gelegenheit hier auch nochmal der Link zu den Tips vom  LAVES).

 

Teil 1 meiner unauthorisierten Übersetzung (das Original liest sich mit Sicherheit witziger und ist sehr warmherzig formuliert):

Wir sind in der Lage uns unsere eigenen Gedanken zu machen und uns lange genug der Propaganda zu entziehen, um die Wahrheit in jeder Situation zu sehen.... unabhängig davon, was die Allgemeinheit glauben mag. Hier ist meine Wahrnehmung der Wahrheit über Wildratten (und warum es richtig ist, einen Moment darüber nachzudenken, wie man die uneingeladenen Gäste aus dem Haus bekommt):

  • Krankheiten/Seuchen: Alle Tiere, alle Lebewesen, verbreiten Krankheiten. Wenn Du eine Freigängerkatze oder einen Freigängerhund hast, dann hast Du bereits jetzt alle Wildratten-Krankheitserreger Deiner Gegend gesammelt (und alles mögliche Andere noch dazu). Unsere Sorge als Menschen ist immer, dass diese Krankheitserreger anders seien als das womit unser Körper gewöhnt ist umzugehen und wir als Menschen haben immer Angst vor allem Unbekannten. Natürlich ist das Unbekannte immer überall präsent in unserem Leben – zu wissen, dass da das Unbekannte ist und darauf zu leben wird schrecklich gefürchtet. Die Wahrscheinlichkeit wenn eine Krankheit sich im eigenen Umfeld verbreitet ist hoch, dass nicht nur die Ratten die Krankheit übertragen – es ist Unsinn wegen der Ratten Panik zu schieben (Autofahren ist tödlicher und man tut es trotzdem).

    Aber, was ist wenn die Ratten in Deinem Haus eine Krankheit übertragen oder an einer ansteckenden Krankheit erkrankt sind? Nun, es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass es um eine Krankheit übertragen zu können, zu einem Kontakt kommen muss (und zwar ein sehr enger Kontakt, wie die Übertragung von Erregern über offene Wunden). UND es muss eine entsprechende Anzahl von Erregern übertragen werden. (Also z.B. 40 Ratten, die in einem Kreis um Dich sitzen und Dich alle gleichzeitig anpusten (kleiner Hinweis: unwahrscheinlich)). Du kannst Dich bei Ratbehavior.org/WildRatDisease.htm informieren, von welchen Krankheiten und Parasiten ausgewählte untersuchte Populationen zu einem bestimmten Zeitpunkt befallen waren und dann kannst Du selber durchrechnen:

    Eine Ratte (und wahrscheinlich auch 10 Ratten nicht) kann nicht heftig genug niesen um Dich krank zu machen. Eine Ratte wird Dich auch nicht beissen, solange sie sich nicht angegriffen fühlt (greif niemals eine Ratte oder ein anderes Wildtier an oder vermittle ihm das Gefühl einer Bedrohung). Die Ratte wird Dir aus dem Weg gehen, solange sicheres Futter verfügbar ist ohne Dir über den Weg zu laufen. Wenn Du also Abstand hältst (wenn Du nicht 200 wilde Ratten in Deinem Schlafzimmer hast, was ich unwahrscheinlich finde), selbst wenn sie eine Krankheit in sich tragen - Die Wahrscheinlichkeit alleine sagt: Du wirst Dich nicht anstecken.

    Also nochmals: KEINE PANIK! Nur: Leck Deine Arbeitsfläche nicht ab.

    • Bleiche: Grossartige Sache. Tötet 99.99% aller Haushaltsbakterien. Und ist billig.

  • Zerstörung von Lebensmitteln: Wenn Du Ratten in Deinem Haus hast, hier ist ein Tip, der Dir helfen kann, Mengen von Geld und Nerven zu sparen – Bevor Du Dich bereit machst, die Ratten zu fangen: Verpacke die unbeschädigten Lebensmittel in Platikboxen (so können die Ratten die Lebensmittel nicht mehr riechen) und LASS ihnen das liegen, was sie bereits beschädigt haben – dann brauchen sie nämlich auch nicht wieder auf die Suche zu gehen. Ratten sind nicht blöd! Sie wollen das, was sie leicht bekommen können. Also lass ihnen 'ihr' Essen, während Du versuchst herauszubekommen, wo sie hereinkommen – leg es irgendwo hin, so dass sie nicht über Deinen Esstisch turnen müssen um daran zu kommen. Das wird Dir auf Dauer eine Menge Ärger ersparen.

  • Zerstörung von Besitz: Wenn eine Ratte in Dein Haus gelangen konnte, musste sie nicht viel zerstören um den Weg zu finden (aber wenn sie erstmal drin ist, wird sie einige Veränderungen einleiten). Irgendwo war ein Loch oder ein genügend grosses offenes Rohr, oder genug weiche Holzvertäfelung oder ein defektes Lüftungsgitter, usw. usf. wodurch die Ratte hineinschlüpfen konnte. Sie steckte ihre Nase herein, fand Futter, fand ein gemütliches Nest, fand Wasser,... fand Komfort ... und zog ein.

    Mit anderen Worten: Du hast Ratten in Deinem Haus weil Du sie eingeladen hast, vielleicht unbeabsichtigt.... Nun, während Du Dich bereit machst, nimm einen Karton, schneide 2 Löcher hinein und sammle Deine alten Zeitungen darin. Stell die Box irgendwo an eine Wand in der Nähe des sowieso angefressenen Essens und nimm ihr im Austausch alles andere weg, was sich als Nistmaterial eignet.

  • Ihre enorme Grösse: Eine Wildratte hat eine durchschnittliche Lebensdauer von 8 Monaten – alle wollen sie tot sehen – sie sind Beutetiere. Deine durchschnittlich schnelle und gesunde 8 monate alte Ratte wiegt ca. 350g, das ist weniger als ein Pfund. Also, warum sehen sie so gross und furchteinflössend aus?

    Nun, erstens: Unsere Wahrnehmung. Sie sind schnell. Was wir sehen ist ein Schatten den unsere Sinne erst später als Ratte erkennen. Wahrscheinlich, weil wir 'den Schwanz' gesehen haben.

    Zweitens: Angst. Ein Chihuahua knurrt furchteinflössend, für den, der seine Taktik nicht kennt, weil der Chihuahua klein ist und nicht hochgenommen werden möchte (da wir seine Taktik kennen, halten wir einen Chihuahua für 'niedlich und harmlos'). Eine Ratte sträubt ihr Fell und kraspelt mit den Zähnen um furchteinflössend zu wirken für denjenigen, der ihre Taktik nicht kennt, weil sie klein ist, weil sie Beute ist und weil sie jetzt nicht sterben will (da wir ihre Taktik nicht kennen, halten wir eine Ratte für 'hässlich und gefährlich')

  • Ihre feindliche Natur: Nach allen Bildern in der Werbung wirst Du sicher erstaunt sein, aber eine Ratte wird sich niemals vor Dich hinstellen, eine Ratte wird Dich niemals verfolgen, nie, nie wird eine Ratte in einer Attacke auf Dich zuspringen, weil....

 

Du bist ein Angreifer!!!

 

Richtig, Du jagst der Ratte fürchterliche Angst ein. Ihre natürliche Reaktion ist von Dir wegzulaufen, nicht auf Dich zu. Wenn eine Ratte auf Dich zuläuft, dann fühlt sie sich entweder in die Ecke gedrängt oder sie ist ängstlich und verwirrt vor Angst und verhält sich folglich verrückt, so verrückt, dass wärest Du nicht ein langsamer Mensch, sondern eine Katze, dann wär es vorbei mit der Ratte. Also, wenn Du eine Ratte auf Dich zurennen siehst, dann mach einen Schritt zur Seite und Du wirst sehen, dass die Ratte ihren Weg um Dich herum finden wird.

 

Aber NIEMALS, NIE dränge eine Ratte in die Ecke (und auch kein anderes Wildtier). Dadurch, dass man ein wildes Tier in die Ecke drängt, fühlt es sich angegriffen. Wenn ein Wildtier sich angegriffen fühlt, hat es zwei Optionen: Wegrennen oder, wenn das nicht mehr möglich ist, rauskommen – koste es was es wolle. Wenn Du also nicht gebissen werden möchtest, dränge es nicht in die Ecke, auch wenn es krank oder reaktionsgestört wirkt.

 

Uns ängstlich zu halten ist profitabel. Man kann mit Humanität kein Geld verdienen. Schädlingsbekämpfung ist eine boomende Industrie und sie wollen an Dir verdienen. Sie können kein Geld damit verdienen, dass sie sagen Ratten, Maulwürfe, Hörnchen und Kaninchen und Eichhörnchen (Mäuse...) sind nunmal einfach da und die Natur versorgt sie mit dem was da ist und sorgt für den Fortbestand der Art, usw. Sie müssen Dich davon überzeugen, dass mit diesen Tieren eine grosse Bedrohung einhergeht und das Du wehrlos und unfähig dem Problem ausgeliefert bist und dass Du das Problem nicht auch einfach selber lösen kannst. Warum solltest Du sonst bereit sein, eine grössere Summe für die Bekämpfung der Tiere auszugeben? Würdest Du wegen Spatzen und Tauben den Schädlingsbekämpfer rufen? Wahrscheinlich nicht. Aber ich bin mir sicher mit genug Werbung kann man Dich überzeugen, dass auch diese kleinen fliegenden Teile Natur gehen müssen!

 

Also, wenn Du nicht verstehst, worauf ich hinauswill:

Sie sind bereits in Deinem Haus, akzeptier das.

 

Ihr Verhalten und ihre Grösse wird sich nicht verändern, auch wenn sie wissen, dass Du weisst, dass sie da sind.

 

Wenn sie eine Krankheit mit sich herumtragen, dann hast Du Dich bereits angesteckt, weil Du ihre Gegenwart nicht 4 Sekunden nach ihrer Ankunft festgestellt hast (sie waren länger da als Du es bemerkt hast – das heisst, der Horror liegt nicht an ihrer Gegenwart, sondern an Deinem Wissen davon)

 

Nichts wird sich von heute auf morgen ändern.

 

Was Du also tust:

  1. Deine unmittelbare Umgebung mit Bleiche reinigen, damit Du ein sauberes Gefühl hast (don't eat ze raisins – ess nicht die Rosinchen!)

  2. Halte sie davon ab, mehr Lebensmittel zu zerstören

  3. Versuch sie in einem Bereich Deines Hauses zu halten (das macht das Saubermachen leichter und leichter sie zu fangen)

  4. Versorg sie mit Dingen, die sie zerstören dürfen, dann zerstören sie nicht soviel, was sie nicht zerstören sollen.