Letzte Aktualisierung: 08.04.2014

 

 

 

 

 

Religion gilt dem gemeinen Mann als wahr,

 

dem Weisen als falsch

 

und dem Herrscher als nützlich.

Seneca

 

 

 “I find the whole business of religion profoundly interesting. But it does mystify me that otherwise intelligent people take it seriously.” 
(Douglas Adams)

 

Johann Most: "Jeder religionslose Mensch begeht eine Pflichtvernachlässigung, wenn er täglich und stündlich nicht Alles aufbietet, was in seinen Kräften steht, die Religion zu untergraben. Jeder vom Gottesglauben Befreite, der es unterlässt, das Pfaffenthum zu bekämpfen, wo und wenn und wie er nur immer Gelegenheit dazu hat, ist ein Verräther seiner Sache. Also Krieg dem schwarzen Gesindel –, unversöhnlichen Krieg bis aufs Messer! Aufreizung gegen die Verführer, Aufklärung für die Verführten! Lasset uns jedes Mittel des Kampfes in unsere Dienste nehmen: Die Geissel des Spottes, wie die Fackel der Wissenschaft; wo diese nicht zureichen, – greif- und fühlbarere Argumente!" ( Die Gottespest )

 

Und nochmal Johann Most: "Für die dummen, resp. Verdummten, so weit sie noch besserbar erscheinen, werfe man u.A. folgende Fragen auf:

Wenn Gott will, dass man ihn kenne, liebe und fürchte, warum zeigt er sich nicht? Ist er so gut, wie die Pfaffen sagen, welchen Grund hat man, ihn zu fürchten? Ist er allwissend, weshalb belästigt man ihn mit seinen Privatangelegenheiten und Gebeten? Ist er allgegenwärtig, wozu ihm Kirchen bauen? Ist er gerecht, weshalb denkt man denn, er werde die Menschen bestrafen, welche er voller Schwächen erschuf? Thun die Menschen nur aus Gottes Gnade Gutes, welchen Grund hätte er dann, sie dafür zu belohnen? Ist er allmächtig, wie könnte er es zulassen, dass wir ihn lästern? Ist er aber unbegreiflich, weshalb beschäftigen wir uns mit ihm? Ist die Kenntniss von Gott nothwendig, weshalb schwebt er im Dunkel? U.s.w. Vor solchen Fragen steht der gläubige Mensch, wie ein Ochs vor dem Berge." ( Die Gottespest )



 

Die Sache mit Gott - wie ich es sehe

 

Bertrand Russell: "Warum ich kein Christ bin"

 

Es gibt nur eine wahre Religion und die ist eine Lüge!

 

 

„Für Deutschland ist die Kritik der Religion im wesentlichen beendigt, und die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik.

Die profane Existenz des Irrtums ist kompromittiert, nachdem seine himmlische oratio pro aris et focis |Gebet für Altar und Haushalt| widerlegt ist. Der Mensch, der in der phantastischen Wirklichkeit des Himmels, wo er einen Übermenschen suchte, nur den Widerschein seiner selbst gefunden hat, wird nicht mehr geneigt sein, nur den Schein seiner selbst, nur den Unmenschen zu finden, wo er seine Wirklichkeit sucht und suchen muß.

Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewußtsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Sozietät. Dieser Staat, diese Sozietät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewußtsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d'honneur |Ehrenpunkt|, ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.

Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über einen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.“ (K.Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung)

 

 

 

 

Religionskritik im Allgemeinen bei SOPOS - was hat uns Religion heutzutage eigentlich noch zu sagen? Die christliche Religion hat über Jahrhunderte selber die Rolle des Aufklärers gespielt, war selber Sinnstifter und Weltenerklärer. Diese Rolle hat die christliche Religion verloren. Seit Kant, Hegel und Marx ist die Religion gesellschaftlich 'entsorgt'. Zur Rolle der Religion im Kapitalismus: Der Geist geistloser Zustände – Religionskritik als Kritik gesellschaftlicher Entfremdung von Heiko Vollmann

 

Händchen halten, Köpfchen senken und an Ursula von der Leyen denken von Utz Anhalt bei SOPOS: "Die Familienministerin Ursula von der Leyen hat ein "Bündnis für Erziehung" präsentiert: Ihre Partner sind die evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann und der katholische Kardinal Sterzinsky. Das Ziel ist es, "Werte, die auf christlichen Prinzipien basieren" wie "Hilfsbereitschaft, Verläßlichkeit, Respekt" zu fördern."

Utz Anhalt nimmt den ganzen Blödsinn in seiner Verlogen- und Verschwiemeltheit gekonnt auseinander und zeigt, wo die beschworenen 'christlichen Grundwerte' völlig am Thema vorbeigehen und wie wenig diejenigen, die so ein Gebrasel absondern eigentlich wissen, worüber sie reden....

 

Lesenswert: Ethik ohne Gott Michael Schmidt-Salomons Religionskritik von Utz Anhalt bei SOPOS.

Die Kritik Schmidt-Salomons an (christlicher) Religion fällt vernichtend aus. Ein Überblick.

 

"Die neuen zehn Gebote - Ethik ohne Gott" - ein Moderationsbericht von Schmidt-Salomon. Der Text stellt Moral (Richtig/Falsch Kategorisierung auf Glaubensbasis) gegen Ethik (Vereinbarung freier Subjekte/Interessenten) auf. Neben einer vernichtenden Kritik der christlichen Moral und der 'originalen'10 Gebote stellt der Text dien 'neuen' humanistischen 10 Gebote vor.

 

Gott ist eine Behauptung. Menschenrechte sind real. Tierrechte sind real. Rageandreason.de über den Papst und Tierrechte.

 

Sehr schön. Meine wärmste Empfehlung: Unglaubensbekenntnis von Ditrich Kittner bei SOPOS

 

Religiöse Menschen zeigen weniger Mitleid gegenüber Mitmenschen als Atheisten bei Telepolis

 

 

"Die Bibel, ein sehr interessantes und manchmal sehr tiefes Buch, wenn man sie als eine der ältesten erhaltenen Äußerungen menschlicher Weisheit und Phantasie betrachtet, drückt diese Wahrheit sehr naiv in ihrem Mythos von der Erbsünde aus. Jehovah, von allen Göttern, die die Menschen je angebetet, gewiß der eifersüchtigste, eitelste, roheste, ungerechteste, blutgierigste, despotischste und menschlicher Würde und Freiheit feindlichste, schuf Adam und Eva aus man weiß nicht was für einer Laune heraus, ohne Zweifel um seine Langeweile zu vertreiben, die bei seiner ewigen egoistischen Einsamkeit schrecklich sein muß, oder um sich neue Sklaven zu schaffen; dann stellte er ihnen edelmütig die ganze Erde mit all ihren Früchten und Tieren zur Verfügung, wobei er diesem vollständigen Genuß nur eine einzige Grenze setzte. Er verbot ihnen ausdrücklich, die Frucht vom Baum der Erkenntnis zu essen. Er wollte also, daß der Mensch, allen Bewußtseins von sich selbst beraubt, ewig ein Tier bleibe, dem ewigen Gott, seinem Schöpfer und Herrn Untertan. Aber da kam Satan, der ewige Rebell, der erste Freidenker und Weltenbefreier. Er bewirkt, daß der Mensch sich seiner tierischen Unwissenheit und Unterwürfigkeit schämt; er befreit ihn und drückt seiner Stirn das Siegel der Freiheit und Menschlichkeit auf, indem er ihn antreibt, ungehorsam zu sein und die Frucht vom Baum der Erkenntnis zu essen.

Man weiß, was folgte. Der Herrgott, dessen Voraussicht, eine seiner göttlichen Eigenschaften, ihm hätte sagen müssen, daß dies so kommen würde, geriet in schreckliche und lächerliche Wut: Er verfluchte Satan und die von ihm selbst geschaffenen Menschen und die Welt, sich gewissermaßen selbst in seiner eigenen Schöpfung schlagend, wie dies Kinder im Zorn zu tun pflegen, und sich nicht begnügend, unsere Vorfahren in der Gegenwart zu treffen, verfluchte er sie in allen künftigen Generationen, die an dem Verbrechen ihrer Vorfahren doch unschuldig sind. Unsere katholischen und protestantischen Theologen finden das sehr tief und sehr gerecht, gerade weil es ungeheuer unbillig und unsinnig ist! Dann erinnerte er sich, daß er nicht nur ein Gott der Rache und des Zorns, sondern auch ein Gott der Liebe sei, und nachdem er einige Milliarden armer menschlicher Wesen während ihres Lebens gequält und sie zu ewiger Höllenqual verdammt hatte, erbarmte er sich der übrigen, und um sie zu retten, um seine ewige und göttliche Liebe mit seinem ewigen und göttlichen, immer opfer- und blutgierigen Zorn zu versöhnen, schickte er als Sühnopfer seinen einzigen Sohn auf die Erde, damit er von den Menschen getötet würde. Dies nennt man das Geheimnis der Erlösung, welches die Grundlage aller christlichen Religionen bildet. Und wenn wenigstens noch der göttliche Retter die Welt der Menschen gerettet hätte! Mitnichten; in dem von Christus versprochenen Paradies wird es, wie man durch ausdrückliche Ankündigung weiß, nur sehr wenige Auserwählte geben. Die übrigen, die ungeheure Mehrheit der gegenwärtigen und künftigen Generationen, werden ewig in der Hölle braten. Inzwischen liefert der stets gerechte, stets gute Gott zu unserem Trost die Erde den Regierungen der Napoleon III. und Wilhelm I., der Ferdinand von Österreich und der Alexander von Rußland aus." (Michael Bakunin, Gott und der Staat)



Die ZEIT: Respekt? Wovor denn?

 

Dez. 2012 - junge Welt: Freiheit und Unterdrückung im Alten Testament:

  • junge Welt:  Das Reich Gottes. Unterdrückung und Freiheit im Alten Testament. Teil 1: Eine theologische Schriftauslegung.
  • junge Welt:  Der Dornbusch als König. Unterdrückung und Freiheit im Alten Testament. Teil II: Die Perspektive der Ethnosoziologie.
  • junge Welt:  Mosaische Unterscheidung. Unterdrückung und Freiheit im Alten Testament. Teil III: Die Sicht des Ägyptologen.
  • junge Welt:  Politische Theologie. Unterdrückung und Freiheit im Alten Testament. Teil IV (und Schluß): Die Perspektive der Rechten.



Extrem sehenswert: Colin Goldner über den Dalai Lama. Detailierte Infos über den Dalai Lama gibt es auch auf www.gottkoenig.de

 

 

Filmempfehlungen

 

 

Meine allerwärmste Empfehlung: Der inoffizielle Richard Dawkins channel bei Youtube

 

  1. Peter Singer - Ethics Without Religion
  2. Richard Dawkins: The Genius of Darwin & The Uncut Interviews
  3. Randolph Nesse - The Genius of Darwin - Richard Dawkins
  4. Head to Head - Dawkins on religion
  5. The Purpose of Purpose - Richard Dawkins
  6. Richard Dawkins interviewed by Robin Ince (2013)
  7. Richard Dawkins - Giving Thanks in a Vacuum
  8. Schmidt Salomon - Jenseits von Gut und Böse
  9. Schmidt-Salomon über Gott und Religionen
  10. Schmidt-Salomon - Keine Macht den Doofen! 
  11. Schmidt-Salomon - Denkfest: Ethik basiert auf Evolution, nicht Religion
  12. Michael Schmidt-Salomon : Über Sein und Nichtsein eines höheren Wesens
  13. Michael Schmidt-Salomon im Nachtstudio: Ich und die Welt - Was ist der Sinn des Lebens  
    Michael Schmidt-Salomon - Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung
    Gelongma Lama Palmo - buddhistische Nonne
    Heiner Geißler - CDU-Politiker
    Anselm Grün - Benediktiner-Pater und Bestseller-Autor
  14. Wiederauferstehung des Atheismus? - Sternstunde Philosophie mit Michael Schmidt-Salomon - (gbs)

 

Eugen Drewermann - Gott und die Welt

 

 

 

 

 

 

Und das sagt Motörhead: Don't Need Religion